Feministische Demo und Kundgebung zum Frauentag in Jena
Feministischer Kampftag mit Demonstration und Aktionen
In Jena findet am Sonntag eine umfangreiche Kundgebung zum Internationalen Frauentag statt. Das „8. März Bündnis Jena“ ruft unter dem Motto „Wir kämpfen, wir streiken, wir leben“ zu einem feministischen Aktionstag mit Demonstration, Workshops und öffentlichen Veranstaltungen auf. Ziel ist es, auf gesellschaftliche Ungleichheiten aufmerksam zu machen und Solidarität mit Frauen sowie TINA*-Personen sichtbar zu machen.
Der Aktionstag beginnt am Vormittag mit verschiedenen Programmpunkten im Stadtgebiet und mündet am Nachmittag in eine Demonstration durch die Jenaer Innenstadt. Veranstaltet wird die Kundgebung vom zivilgesellschaftlichen Bündnis „8. März Bündnis Jena“, das verschiedene Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen vereint.
Der Internationale Frauentag wird weltweit am 8. März begangen und dient seit Jahrzehnten als Anlass, um auf Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und Frauenrechte aufmerksam zu machen.
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Programm des Aktionstages in Jena
Der feministische Aktionstag in Jena umfasst mehrere Programmpunkte, die über den gesamten Sonntag verteilt stattfinden. Den Auftakt bilden dezentrale Workshops zu gesellschaftspolitischen Themen wie Sorgearbeit, Gewaltprävention und Selbstbehauptung.
Um 10 Uhr ist am Faulloch ein Mitbring-Brunch geplant. Die offene Veranstaltung soll Raum für Austausch, Begegnung und Diskussion bieten. Teilnehmende sind eingeladen, eigene Speisen mitzubringen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Die Demonstration beginnt um 13 Uhr am Pulverturm in der Johannisstraße. Eröffnet wird der Demonstrationszug vom feministischen Chor „Chorage“. Die Organisatorinnen rechnen mit einer breiten Beteiligung aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.
Während der Demonstration sind mehrere Stationen vorgesehen, darunter eine Zwischenkundgebung in der Gerbergasse. Der Demonstrationszug führt anschließend zurück zum Ausgangspunkt.
Geplanter Ablauf der Demonstration
Auftaktkundgebung:
09:45 bis 13:00 Uhr
Am Pulverturm / Johannisstraße
Demonstrationszug:
13:00 bis 15:00 Uhr
Route:
Am Pulverturm – Johannisstraße – Leutragraben – Teichgraben – Holzmarkt – Löbdergraben – Saalbahnhofstraße – Gerbergasse – Saalbahnhofstraße – Fürstengraben – Johannisplatz – Johannisstraße – Am Pulverturm
Zwischenkundgebung:
Gerbergasse
Abschlusskundgebung:
15:00 bis 18:00 Uhr
Am Pulverturm
Für Familien wird ein eigener Demonstrationsblock angeboten. Zudem organisieren die Veranstalterinnen eine Kinderbetreuung, um die Teilnahme für Eltern zu erleichtern.

Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen
Das Bündnis verweist auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, die aus Sicht der Organisatorinnen weiterhin eine starke feministische Bewegung notwendig machen. Dazu zählen unter anderem strukturelle Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt, ungleiche Verteilung von Sorgearbeit sowie geschlechtsspezifische Gewalt.
Besonders Frauen sowie TINA*-Personen seien weiterhin überdurchschnittlich von Mehrfachbelastungen betroffen. Dazu gehören unter anderem unbezahlte Care-Arbeit, geringere Einkommen und ein erhöhtes Risiko von Altersarmut.
Auch politische Entwicklungen werden von den Initiatorinnen kritisch betrachtet. Sie warnen vor zunehmenden Angriffen auf feministische Errungenschaften sowie vor dem Erstarken rechter und queerfeindlicher Positionen.
„Der 8. März ist ein wichtiger Tag, um auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen und gemeinsam für soziale Gerechtigkeit einzutreten“, erklären Vertreterinnen des Bündnisses. Ziel der Veranstaltung sei es, gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen und Solidarität sichtbar zu machen.
Bedeutung des Frauentags für gesellschaftliche Debatten
Der Internationale Frauentag hat sich in vielen Städten zu einem zentralen Datum für politische Diskussionen über Gleichstellung entwickelt. In Deutschland finden rund um den 8. März zahlreiche Demonstrationen, Kulturveranstaltungen und Diskussionsforen statt.
Auch in Thüringen wird der Aktionstag regelmäßig von Initiativen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen genutzt, um auf Themen wie Lohngerechtigkeit, reproduktive Rechte, Gleichstellungspolitik oder Schutz vor Gewalt aufmerksam zu machen.
Veranstaltungen wie die Demonstration in Jena tragen dazu bei, gesellschaftliche Themen öffentlich zu diskutieren und politische Forderungen sichtbar zu machen. Sie bieten zugleich eine Plattform für Vernetzung und Austausch zwischen verschiedenen sozialen Gruppen.
Der Begriff TINA* wird dabei als Akronym verwendet und umfasst trans*, intergeschlechtliche, nicht-binäre sowie agender Menschen.
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Info, Feministischer Streik Jena | Foto, Frank Liebold // Jenafotografx (Archiv) | Veranstaltungen im Eventkalender



















