Neue Gleichstellungsbeauftragte stärkt Chancengleichheit an der EAH Jena
Mit dem Beginn des Jahres 2026 übernimmt Susann Detko eine zentrale Aufgabe an der Ernst Abbe Hochschule Jena. Seit dem 1. Januar ist sie offiziell neue Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule und tritt damit die Nachfolge ihrer Vorgängerinnen an, deren Arbeit sie fortführen und weiterentwickeln möchte. Die Position ist von großer Bedeutung für die strategische Ausrichtung der Hochschule, denn Fragen der Gleichstellung, der Chancengerechtigkeit und der fairen Teilhabe sind eng mit der Qualität von Lehre, Forschung und Verwaltung verbunden.
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Susann Detko ist seit 2022 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der EAH Jena tätig. Gleichzeitig ist sie als Doktorandin im Fachbereich Sozialwesen in Forschung und Lehre eingebunden. Sie kennt die Hochschule daher aus verschiedenen Perspektiven und bringt sowohl wissenschaftliche als auch praktische Erfahrungen in ihr neues Amt ein. Diese Verbindung aus Forschung, Lehre und Gleichstellungsarbeit bildet eine wichtige Grundlage für ihre zukünftige Tätigkeit.
Kontinuität und neue Akzente in der Gleichstellungsarbeit
In ihrer neuen Funktion knüpft Susann Detko an die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerinnen an. Dabei geht es nicht nur darum, bestehende Maßnahmen fortzuführen, sondern diese gezielt weiterzuentwickeln und an aktuelle Herausforderungen anzupassen. Ein zentrales Thema bleibt die nach wie vor bestehende Unterrepräsentanz von Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen. Trotz vieler Fortschritte sind Professuren, Leitungsfunktionen in Forschungsprojekten und zentrale Entscheidungspositionen in Hochschulen noch immer häufig männlich dominiert.
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Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist der Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt. Hier will Detko auf eine Kultur der Sensibilität, der Prävention und der klaren Regelungen hinwirken. Betroffene sollen wissen, an wen sie sich wenden können und welche Unterstützung ihnen zur Verfügung steht. Gleichzeitig sollen Verfahren so gestaltet werden, dass sie transparent, fair und nachvollziehbar sind.
Transparenz und Fairness im Personalbereich
Ein besonderes Anliegen von Susann Detko ist die Stärkung transparenter, fairer und regelgeleiteter Entscheidungsprozesse im Personalbereich. Dazu zählen Berufungsverfahren, Einstellungen, Beförderungen und Vertragsverlängerungen. Gerade in diesen Bereichen können unbewusste Vorurteile und intransparente Strukturen dazu führen, dass bestimmte Gruppen benachteiligt werden.
Durch eine gezielte Sensibilisierung der Beteiligten und durch klare Regelwerke möchte die neue Gleichstellungsbeauftragte dazu beitragen, dass Entscheidungen stärker an objektiven Kriterien und weniger an informellen Netzwerken oder tradierten Rollenbildern ausgerichtet sind. So soll langfristig eine Hochschulkultur entstehen, in der Leistung, Kompetenz und Engagement im Vordergrund stehen.
Familiengerechte Strukturen als Teil der Hochschulentwicklung
Chancengleichheit bedeutet auch, Studium und Beruf mit familiären Verpflichtungen vereinbaren zu können. Susann Detko setzt sich daher für die nachhaltige Weiterentwicklung familiengerechter Arbeits und Studienbedingungen ein. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle, verlässliche Kinderbetreuung und transparente Regelungen bei Elternzeiten oder Pflegeaufgaben sind zentrale Bausteine einer modernen Hochschule.
Eine familienfreundliche Hochschule profitiert nicht nur die betroffenen Beschäftigten und Studierenden. Sie steigert auch die Attraktivität der Einrichtung als Arbeitgeberin und Studienort. In Zeiten des Fachkräftemangels und des internationalen Wettbewerbs um Talente ist dies ein wichtiger Faktor für die Zukunftsfähigkeit der EAH Jena.

Gleichstellung als gemeinsamer Prozess
Für Susann Detko ist Gleichstellungsarbeit kein isoliertes Aufgabenfeld, sondern ein dialogorientierter Prozess. Sie betont, dass Gleichstellung nur dann gelingen kann, wenn sie gemeinsam gedacht und umgesetzt wird. Das bedeutet, dass alle Statusgruppen der Hochschule einbezogen werden müssen. Studierende, wissenschaftliches Personal, Verwaltung und Hochschulleitung tragen jeweils Verantwortung für eine faire und respektvolle Hochschulkultur.
Ziel ist es, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und eine tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern. Gleichstellung wird dabei als integraler Bestandteil einer qualitätsorientierten und verantwortungsvollen Hochschulentwicklung verstanden. Eine Hochschule, die Vielfalt wertschätzt und gleiche Chancen bietet, ist besser in der Lage, innovative Forschung zu betreiben und Studierende auf eine vielfältige Gesellschaft vorzubereiten.
Unterstützung durch den Gleichstellungsbeirat
In ihrer Arbeit wird Susann Detko vom Gleichstellungsbeirat unterstützt. Dieses Gremium berät sowohl die Gleichstellungsbeauftragte als auch die Hochschulleitung in allen relevanten Fragen. Der Beirat bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen und sorgt dafür, dass gleichstellungsbezogene Themen regelmäßig auf die Agenda der Hochschule kommen.
Durch diese enge Zusammenarbeit können Maßnahmen besser abgestimmt, neue Ideen entwickelt und bestehende Strukturen kritisch hinterfragt werden. Der Gleichstellungsbeirat ist damit ein wichtiger Motor für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess an der EAH Jena.
Weitere Informationen und Angebote
Studierende und Beschäftigte, die sich über Aufgaben, Zuständigkeiten und konkrete Angebote der Gleichstellungsarbeit informieren möchten, finden umfassende Informationen auf den Internetseiten zur Gleichstellung an der Ernst Abbe Hochschule Jena. Dort werden Beratungsangebote, Ansprechpersonen und aktuelle Projekte vorgestellt.
Mit Susann Detko als neuer Gleichstellungsbeauftragter setzt die EAH Jena ein klares Zeichen für Chancengleichheit, Transparenz und eine moderne Hochschulkultur. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie diese Impulse die Strukturen und das Miteinander an der Hochschule nachhaltig prägen.
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Info, EAH Jena | Fotos, Marie Koch // EAH Jena | Veranstaltungen im Eventkalender
















