Starke Innovationskraft: Smartes Quartier in Jena-Lobeda. Fünf Jahre Innovation für die Stadt.

Mit einer Fachtagung im Volkshaus Jena endete offiziell das Modellprojekt Smartes Quartier Jena-Lobeda, das über fünf Jahre innovative Konzepte für Stadtentwicklung, Energieeffizienz und digitales Wohnen erprobte. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Energiebranche, Wissenschaft und Verwaltung kamen am 14. Januar zusammen, um Bilanz zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten.

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Zukunftsbooster: 4,8 Mio. Euro für Hochschulgründungen

Zukunftsbooster: 4,8 Mio. Euro für Hochschulgründungen. Angehörige des StarTH-Netzwerks trafen sich am 21.10.2025 in Erfurt mit Staatssekretär des TMBWK Prof. Dr. Steffen Teichert (3. v. r.). Foto: Dominique Wollniok
Zukunftsbooster: 4,8 Mio. Euro für Hochschulgründungen. Angehörige des StarTH-Netzwerks trafen sich am 21.10.2025 in Erfurt mit Staatssekretär des TMBWK Prof. Dr. Steffen Teichert (3. v. r.). Foto: Dominique Wollniok

Das Quartier gilt als eines der prägenden Stadtentwicklungsprojekte Jenas der letzten Jahre. Ziel war es, technologische Innovationen gezielt für die Verbesserung der Lebensqualität im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner einzusetzen. Dabei standen nicht technische Spielereien, sondern praktische, menschennahe Lösungen im Vordergrund.

Smarte Wohn- und Lebenskonzepte im Fokus

Im Rahmen des Projekts wurden in rund 250 sanierten Wohnungen des WBS70-Typenbaus zahlreiche smarte Lösungen erprobt. Die Hälfte der Wohnungen ist mietpreisgebunden, um sozialen Wohnraum mit innovativer Technik zu verbinden. Die Smart-Home-Technik sorgt für mehr Energieeffizienz, Steuerung von Heizung und Beleuchtung sowie Komfort im Alltag. Intelligente Heizungssteuerungen ermöglichen Einsparungen von bis zu 30 Prozent bei den Heizkosten.

Darüber hinaus wurden Gesundheitsangebote integriert, Telemedizin getestet und nachbarschaftliche Vernetzungsformate implementiert. Das Projekt zeigt, wie Digitalisierung, Energieeinsparung und soziale Innovationen zusammenspielen können, um konkrete Verbesserungen für die Bewohner zu erzielen.

Mensch im Mittelpunkt technologischer Innovationen

Projektleiterin Mandy Steinbrück betont: „Das Smarte Quartier hat gezeigt, dass Innovation dann trägt, wenn sie im Sinne der Menschen gedacht ist. Technik war kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Lebensqualität, Sicherheit und Teilhabe zu verbessern.“

Die Fachtagung verdeutlichte, dass die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse weit über Jena hinaus von Bedeutung sind. Telemedizinische Angebote und digitale Services sollen künftig auch in anderen Regionen Thüringens, etwa im Saale-Holzland-Kreis, umgesetzt werden.

JenaMedia – Veranstaltungstipp:

Mother’s Cake und The Tazers nur im KUBA Jena

Mother’s Cake & The Tazers live im KUBA Jena 2026
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Übergabe der Projektverantwortung: Neue Impulse für die Zukunft

Mit dem offiziellen Abschluss des Projekts wechselte auch die Projektleitung: Tobias Wolfrum, bisheriger Geschäftsführer von jENERGIE, übergab die Verantwortung an Susanne Lippmann, die bereits aktiv in der Projektentwicklung involviert war. Sie wird die inhaltlichen Schwerpunkte weiterentwickeln und die gewonnenen Erkenntnisse in zukünftige Stadtentwicklungsprojekte einfließen lassen.

Innovationskraft: Smartes Quartier Lobeda gestaltet Zukunft. Fachtagung: Platte der Zukunft. Abschluss des Projektes „Smartes Quartier“ in Jena-Lobeda und Staffelstabübergabe von Tobias Wolfrum an Susanne Lippmann, Geschäftsführerin der jenawohnen GmbH am 14.01.2026 im Jenaer Volkshaus. Foto: J.Scheere/SWJ
Innovationskraft: Smartes Quartier Lobeda gestaltet Zukunft. Fachtagung: Platte der Zukunft. Abschluss des Projektes „Smartes Quartier“ in Jena-Lobeda und Staffelstabübergabe von Tobias Wolfrum an Susanne Lippmann, Geschäftsführerin der jenawohnen GmbH am 14.01.2026 im Jenaer Volkshaus. Foto: J.Scheere/SWJ

Parallel dazu nutzt die Stadtwerke Jena Gruppe das Reallabor der Energiewende JenErgieReal, um die im Smarten Quartier erprobten Konzepte weiterzuentwickeln. Das Reallabor zeigt, wie moderne Gebäudetechnik, digitale Steuerung und erneuerbare Energie intelligent zusammenspielen, um Effizienz zu steigern, CO₂ zu reduzieren und neue Formen der Bürgerbeteiligung an der Energiewende zu ermöglichen.

Konkrete Zahlen und Fakten zum Quartier

  • 250 Wohnungen im sanierten WBS70-Typenbau, Hälfte mietpreisgebunden

  • Smart-Home-Technik für Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit

  • Heizkostenersparnis bis 30 Prozent durch intelligente Steuerungen

  • Ergänzende Gesundheitsangebote und nachbarschaftliche Vernetzung

  • Ziel: alltagstaugliche Innovationen für Wohnen, Energie und Gesundheit

Das Modellprojekt zeigt, wie integrierte Ansätze aus Wohnungswirtschaft, Energie und Digitalisierung das Leben der Bewohner messbar verbessern können. Gleichzeitig dient es als Pilot für die weitere Stadtentwicklung in Jena und darüber hinaus.

Blick in die Zukunft: Innovationen aus Lobeda wirken über Jena hinaus

Die Erkenntnisse des Smartes Quartier-Projekts sollen übertragbar und skalierbar sein. Telemedizin, intelligente Gebäudetechnik und digitale Services könnten künftig auch in anderen Thüringer Städten und Landkreisen implementiert werden. Das Quartier fungiert damit als Modell für zukunftsfähiges, nachhaltiges Wohnen und zeigt, wie technologische Innovationen konkret gesellschaftlichen Mehrwert schaffen können.

Blick auf Lobeda. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
Blick auf Lobeda. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Die erfolgreiche Kombination aus Energieeffizienz, Digitalisierung, Gesundheit und sozialer Vernetzung macht das Projekt zu einem Vorbild für andere Städte. Lobeda wird so nicht nur lokal, sondern auch überregional zu einem Leuchtturm für smarte Quartiersentwicklung.

Hashtags:
#SmartesQuartier #JenaLobeda #Energieeffizienz #DigitalesWohnen #StadtentwicklungInnovation

Info und Foto, Stadtwerke Jena (J. Scheere) und Frank Liebold // Jenafotografx| Veranstaltungen im Kalender