Was ist die richtige Strategie für Jena? Stadt startet Strategieprozess „Jena 2035“.
Zukunftsorientierte Planung für eine wachsende Stadt
Die Stadt Jena hat offiziell den Strategieprozess „Jena 2035“ angestoßen und setzt damit ein starkes Signal für die langfristige Entwicklung der Stadt. Ziel ist es, Jena auch in Zukunft als attraktiven, lebenswerten und wirtschaftlich starken Standort zu positionieren. Angesichts wachsender Herausforderungen wie demografischer Wandel, wirtschaftliche Dynamiken und finanzielle Rahmenbedingungen gewinnt eine klare strategische Ausrichtung zunehmend an Bedeutung.
Mit „Jena 2035“ sollen zentrale Zukunftsfragen gebündelt und konkrete Prioritäten für die kommenden Jahre definiert werden. Grundlage bilden bestehende Konzepte wie die bisherige Strategie „Jena 2030“, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept sowie verschiedene Fachstrategien. Der finale Beschluss des neuen Strategierahmens ist für den Sommer 2026 im Stadtrat vorgesehen.
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Strategie-Board nimmt Arbeit auf
Ein zentrales Element des Prozesses ist das neu eingerichtete Strategie-Board, das am 13. März 2026 erstmals im Historischen Rathaus zusammenkam. Dieses Gremium übernimmt eine beratende Funktion und begleitet die Entwicklung der Strategie mit fachlicher Expertise und unterschiedlichen Perspektiven.
Mit insgesamt 26 Mitgliedern vereint das Strategie-Board Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik sowie externe Expertinnen und Experten aus Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Public Management. Ziel ist es, bereits in einer frühen Phase des Prozesses vielfältige Sichtweisen einzubeziehen und eine breite Diskussionsbasis zu schaffen.
Das Strategie-Board fungiert dabei als sogenanntes Sounding-Board. Es bewertet Ideen, Projekte und strategische Ansätze kritisch, gibt Impulse und unterstützt die Verwaltung bei der Vorbereitung zentraler Entscheidungen. Eine politische Beschlusskompetenz besitzt das Gremium jedoch nicht.
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Externe Expertise als Schlüssel zum Erfolg
Mit der Einbindung externer Fachleute geht die Stadt Jena bewusst neue Wege. Die Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, praktischer Erfahrung und politischer Perspektive soll dazu beitragen, fundierte und tragfähige Lösungen für die Zukunft der Stadt zu entwickeln.
Oberbürgermeister Thomas Nitzsche betont die Bedeutung dieses Ansatzes: Ziel sei es, die Expertise aus der Stadtgesellschaft mit den Erfahrungen der Verwaltung sowie den politischen Zielsetzungen des Stadtrates zu verknüpfen. Das Strategie-Board liefere hierfür wichtige Impulse und unterstütze eine ausgewogene Entscheidungsfindung.
In der konstituierenden Sitzung wurden bereits zentrale Zielsetzungen sowie die nächsten Schritte des Strategieprozesses vorgestellt und diskutiert. Bis zum Sommer 2026 sind zwei weitere Sitzungen geplant, in denen die strategischen Leitlinien weiter konkretisiert werden sollen.

Klare Prioritäten für die Stadtentwicklung
Ein wesentliches Ziel von „Jena 2035“ ist die Bündelung bestehender Strategien und Konzepte. Bereits heute existieren zahlreiche Fachplanungen, die künftig stärker aufeinander abgestimmt werden sollen. Dadurch soll eine klare strategische Orientierung entstehen, die es ermöglicht, Prioritäten gezielt zu setzen und Ressourcen effizient einzusetzen.
Die Stadt reagiert damit auf veränderte gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Themen wie nachhaltiges Wachstum, soziale Teilhabe, Digitalisierung und Klimaschutz werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit Jenas als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiter gestärkt werden.
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Verknüpfung von Strategie und Finanzen
Ein besonderer Fokus liegt auf der engeren Verzahnung von strategischen Zielen und finanzieller Steuerung. Der geplante Beschluss im Sommer 2026 soll die Grundlage für eine neue Finanzstrategie bilden, die sich konsequent an den definierten Handlungsfeldern orientiert.
Bürgermeister und Finanzdezernent Benjamin Koppe hebt hervor, dass künftig transparenter dargestellt werden soll, welche finanziellen Spielräume bestehen und wie diese auf die wichtigsten Aufgabenbereiche verteilt werden. Ziel ist es, Prioritäten nicht nur inhaltlich festzulegen, sondern auch finanziell klar zu untersetzen.
Diese neue Herangehensweise soll die Entscheidungsgrundlagen für den Stadtrat verbessern und eine nachhaltige Haushaltsplanung ermöglichen. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die verfügbaren Mittel gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen für die Stadtentwicklung entfalten.

Breite Beteiligung für nachhaltige Entscheidungen
Der Strategieprozess „Jena 2035“ setzt bewusst auf eine breite Beteiligung unterschiedlicher Akteure. Neben dem Strategie-Board werden auch weitere Beteiligungsformate erwartet, um die Perspektiven der Stadtgesellschaft einzubeziehen.
Die Mitglieder des Strategie-Boards spiegeln bereits diese Vielfalt wider. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtrates sind zahlreiche externe Expertinnen und Experten beteiligt, die unterschiedliche Fachbereiche abdecken. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit bildet eine wichtige Grundlage für innovative und tragfähige Lösungen.
Jena auf dem Weg in die Zukunft
Mit dem Start von „Jena 2035“ stellt die Stadt die Weichen für die kommenden Jahre. Der Strategieprozess bietet die Chance, zentrale Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und aktiv zu gestalten. Gleichzeitig schafft er eine klare Orientierung für Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft.
Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie die strategischen Leitlinien konkret ausgestaltet werden. Mit der geplanten Beschlussfassung im Sommer 2026 soll ein verbindlicher Rahmen entstehen, der Jena langfristig stärkt und zukunftsfähig macht.
Damit setzt die Stadt Jena ein klares Zeichen: Für eine nachhaltige Entwicklung, für kluge Prioritäten und für eine starke Zukunft bis weit über das Jahr 2035 hinaus.
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