67. Vorlesewettbewerb: Darius ist Jenas bester Vorleser
Stadtentscheid in der Ernst-Abbe-Bücherei Jena
Beim Stadtentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs des Börsenverein des Deutschen Buchhandels wurde am 2. März 2026 der beste Vorleser der Stadt Jena ermittelt. Austragungsort war die Ernst-Abbe-Bücherei Jena. Insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler traten mit vorbereiteten Lesebeiträgen gegeneinander an.
Am Ende überzeugte Darius Grigaravicius Tapias von der UniverSaale Jena die Jury mit seiner Vorleseleistung. Er wird die Stadt nun beim Bezirksentscheid Thüringen Ost am 30. März 2026 vertreten.
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Deutschlands größter Schülerwettbewerb
Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels gehört zu den traditionsreichsten Bildungswettbewerben in Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1959 verfolgt er das Ziel, Lesekompetenz und Freude am Buch zu fördern.
Mit jährlich rund 600.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ist er zugleich der größte bundesweite Schülerwettbewerb. Die Teilnahme richtet sich vor allem an Kinder der sechsten Klassenstufe.
Der Wettbewerb gliedert sich in mehrere Etappen. Zunächst finden Schulentscheide statt. Die jeweiligen Siegerinnen und Sieger treten anschließend auf Stadt- oder Kreisebene gegeneinander an. Darauf folgen Bezirks- und Landesentscheide. Den Abschluss bildet das Bundesfinale in Berlin mit den 16 Landessiegerinnen und Landessiegern.
Spannender Stadtentscheid mit 13 Teilnehmenden
Der diesjährige Stadtentscheid in Jena brachte die Gewinnerinnen und Gewinner der Schulwettbewerbe zusammen. Insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Lesebeiträge vor Publikum und Jury.
Die Teilnehmenden lasen zunächst aus einem selbst gewählten Buch. Dabei mussten sie nicht nur den Text fehlerfrei vortragen, sondern auch Ausdruck, Betonung und Interpretation überzeugend gestalten. Im zweiten Teil folgte traditionell ein unbekannter Text, der spontan vorgelesen werden musste.
Diese zweite Runde gilt als besondere Herausforderung, da die Schülerinnen und Schüler den Text ohne Vorbereitung interpretieren müssen. Gerade hier zeigte sich die Fähigkeit, Inhalt und Stimmung eines Buches lebendig zu vermitteln.
Fachkundige Jury bewertet Lesetechnik und Interpretation
Über den Wettbewerb entschied eine vierköpfige Jury mit Erfahrung im Bereich Literatur und Leseförderung. Ihr gehörten Ines Mattejat-Schwabe, stellvertretende Leiterin von Thalia in Jena, sowie Anke Scherzer vom Schulnetzwerk Schubinet an.
Ebenfalls Teil der Jury waren Johanna Büchner, Kinderbibliothekarin der Ernst-Abbe-Bücherei, und Evelyn Meyer aus der Öffentlichkeitsarbeit der Bibliothek.
Die Jury bewertete Kriterien wie Lesetechnik, Textverständnis, Ausdruck und die Fähigkeit, Zuhörerinnen und Zuhörer in die Geschichte hineinzuziehen. Angesichts der hohen Qualität aller Beiträge fiel die Entscheidung laut Jury nicht leicht.
„Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Texte mit großer Konzentration und Begeisterung“, hieß es aus dem Kreis der Jury. Gerade die Vielfalt der ausgewählten Bücher habe gezeigt, wie breit das Interesse junger Leserinnen und Leser sei.

Sieger vertritt Jena im Bezirksentscheid
Am Ende setzte sich Darius Grigaravicius Tapias von der UniverSaale Jena durch. Mit seiner Vorleseleistung überzeugte er die Jury in allen Bewertungskategorien.
Neben dem Titel als Jenas bester Vorleser erhielt er wie alle Teilnehmenden eine Urkunde sowie einen Buchpreis. Die Preise würdigen das Engagement der Kinder und sollen zugleich zur weiteren Beschäftigung mit Literatur anregen.
Der Wettbewerb geht für den Sieger nun in die nächste Runde. Beim Bezirksentscheid Thüringen Ost am 30. März 2026 wird Darius erneut in der Ernst-Abbe-Bücherei antreten. Dort trifft er auf die Gewinnerinnen und Gewinner weiterer Stadtentscheide aus der Region.
Bedeutung für Leseförderung und Bildung
Der Vorlesewettbewerb leistet seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung. Gerade im schulischen Kontext spielt das laute Lesen eine zentrale Rolle für Sprachentwicklung, Textverständnis und Ausdrucksfähigkeit.
Darüber hinaus stärkt der Wettbewerb das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler. Die Teilnahme erfordert Mut, Konzentration und die Fähigkeit, vor Publikum aufzutreten.
Bibliotheken, Schulen und Buchhandlungen arbeiten im Rahmen des Wettbewerbs eng zusammen. Diese Kooperation trägt dazu bei, das Lesen als kulturelle Praxis sichtbar zu machen und junge Menschen für Literatur zu begeistern.
Auch für Bibliotheken wie die Ernst-Abbe-Bücherei besitzt der Wettbewerb eine besondere Bedeutung. Er macht sie zu einem Ort der Begegnung, des Lernens und der kulturellen Bildung.
Nächste Etappe auf dem Weg zum Bundesfinale
Mit dem Stadtentscheid ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein wichtiger Abschnitt des Wettbewerbs abgeschlossen. Für den Sieger beginnt nun die nächste Phase auf regionaler Ebene.
Über Bezirks- und Landesentscheide führt der Weg schließlich zum Bundesfinale nach Berlin. Dort treffen die besten Vorleserinnen und Vorleser aus allen Bundesländern aufeinander.
Unabhängig vom weiteren Verlauf bleibt der Wettbewerb für alle Teilnehmenden eine wertvolle Erfahrung. Er verbindet Leseförderung, kulturelle Bildung und persönliche Entwicklung.
Der Stadtentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs zeigte erneut, wie groß das Interesse junger Menschen an Literatur und am Vorlesen ist. Mit seinem Sieg vertritt Darius Grigaravicius Tapias nun die Stadt Jena auf regionaler Ebene und setzt die Tradition des Wettbewerbs fort.
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