Warnstreik im Nahverkehr in Jena führt zu mehrtägigen Ausfällen

Bus- und Straßenbahnverkehr vom 9. bis 12. März stark eingeschränkt

Im öffentlichen Nahverkehr der Stadt Jena kommt es ab Montag, dem 9. März, zu erheblichen Einschränkungen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten des Jenaer Nahverkehrs sowie der JES Verkehrsgesellschaft zu einem Warnstreik aufgerufen. Infolge dieser Arbeitsniederlegung wird von Montag, 9. März, 3 Uhr bis Donnerstag, 12. März, 3 Uhr kein regulärer Linienbetrieb mit Bussen und Straßenbahnen möglich sein.

Von den Streikmaßnahmen betroffen sind sämtliche Stadtbus-, Regionalbus- und Straßenbahnlinien sowie der Schülerverkehr. Fahrgäste müssen in diesem Zeitraum mit umfangreichen Ausfällen im öffentlichen Personennahverkehr rechnen.

Im aktuellen Fall richtet sich der Aufruf der Gewerkschaft ver.di an die Beschäftigten des Jenaer Nahverkehrs sowie der JES Verkehrsgesellschaft. Durch den Streik kommt es zu Einschränkungen im ÖPNV-Angebot in Jena sowie in Teilen der umliegenden Regionen.

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Noch bis 31. März können Vereine aus Jena und der Region beim Stadtwerke HEIMVORTEIL bis zu 1.000 Euro für Projekte aus Kultur, Sport, Bildung oder Umwelt erhalten.

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Stadtwerke HEIMVORTEIL. Starke Förderung für Projekte. Foto: Stadtwerke Jena // Jürgen Scheere (Archiv)

Die Verkehrsunternehmen weisen darauf hin, dass während der Streikdauer kein regulärer Fahrplanbetrieb möglich ist. Gleichzeitig bemühen sich die Betreiber, Fahrgäste über verfügbare Alternativen und mögliche Ersatzverbindungen zu informieren.

Alle regulären Bus- und Straßenbahnlinien betroffen

Während der Streikphase fallen grundsätzlich alle Linien des Jenaer Nahverkehrs aus. Dazu zählen sowohl die Straßenbahnlinien im Stadtgebiet als auch die städtischen und regionalen Busverbindungen.

Auch der Schülerverkehr ist von den Einschränkungen betroffen. Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Pendlerinnen und Pendler sollten deshalb frühzeitig alternative Transportmöglichkeiten einplanen.

Darüber hinaus bleibt während des Streiks auch das Kundencenter der Stadtwerke Jena für Beratungen zum Nahverkehr geschlossen. In dieser Zeit findet dort kein Ticketverkauf und keine persönliche Beratung zu Fahrplanangeboten statt.

Einzelne Fahrten weiterhin möglich

Trotz der umfangreichen Einschränkungen können einzelne Verbindungen weiterhin stattfinden. Diese Fahrten werden von Verkehrsunternehmen durchgeführt, deren Beschäftigte nicht am Warnstreik beteiligt sind.

Dazu gehören insbesondere Fahrten der PVG Weimarer Land GmbH, der KomBus GmbH sowie des Verkehrsunternehmens Andreas Schröder. Diese Unternehmen sind Partner im Verkehrsverbund Mittelthüringen und betreiben einzelne Linienabschnitte auch innerhalb des Jenaer Stadtgebietes.

Sollten sich die Beschäftigten der PVG Weimarer Land nicht am Streik beteiligen, könnten bestimmte Fahrten auf den Linien 16 und 28 angeboten werden. Dabei handelt es sich um Verbindungen zwischen Isserstedt, dem Stadtzentrum und weiteren Ortsteilen.

Achtung Warnstreik ab Mo. 09.03. bei, Jenaer Nahverkehr. Foto: Frank Liebold
Achtung Warnstreik ab Mo. 09.03. bei, Jenaer Nahverkehr. Foto: Frank Liebold

Auf der Linie 28 zwischen Isserstedt und Busbahnhof können Fahrten stattfinden, die im Fahrplan mit der Kennzeichnung „280“ versehen sind. Auf der Linie 16 zwischen Isserstedt, Mühltal, Stadtzentrum und Ziegenhainer Tal betrifft dies Fahrten mit der Kennzeichnung „P“.

Auch einzelne Busfahrten auf den Linien 47 und 48 sind möglich. Diese werden von der KomBus GmbH sowie dem Verkehrsunternehmen Andreas Schröder betrieben. Auf der Linie 47 zwischen Busbahnhof, Lobeda-Ost und Ilmnitz Kreisel betrifft dies Fahrten mit den Kennzeichnungen „820“ und „427“. Auf der Linie 48 zwischen Busbahnhof, Burgaupark und Maua können Fahrten mit der Kennzeichnung „964“ stattfinden.

Situation im Saale-Holzland-Kreis

Auch im Saale-Holzland-Kreis kann der Warnstreik Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr haben. Dort prüfen die Verkehrsunternehmen die Einrichtung eines Notfahrplans, um zumindest einzelne Verbindungen aufrechterhalten zu können.

Ob und in welchem Umfang solche Notfahrpläne umgesetzt werden können, hängt von der konkreten Streiksituation sowie der Verfügbarkeit von Personal ab.

Fahrgäste im Landkreis sollten sich daher vor Reiseantritt über mögliche Änderungen informieren und zusätzliche Zeit einplanen.

Regionalzüge weiterhin im Einsatz

Nicht vom Warnstreik betroffen sind die Regionalzugverbindungen in der Region. Die Züge der Deutschen Bahn, der Erfurter Bahn sowie von Abellio verkehren weiterhin nach regulärem Fahrplan.

Für viele Pendlerinnen und Pendler können diese Bahnverbindungen während des Streiks eine wichtige Alternative darstellen. Insbesondere Verbindungen zwischen Jena und umliegenden Städten wie Weimar, Erfurt oder Saalfeld bleiben damit erreichbar.

Allerdings kann es an Bahnhöfen oder Umstiegspunkten zu erhöhtem Fahrgastaufkommen kommen, da viele Menschen während des Streiks auf den Schienenverkehr ausweichen.

Regionalzüge weiterhin im Einsatz. Foto: Frank Liebold
Regionalzüge weiterhin im Einsatz. Foto: Frank Liebold

Verkehrsunternehmen bemühen sich um aktuelle Informationen

Die Verkehrsunternehmen versuchen, den digitalen Routenplaner und weitere Informationskanäle möglichst aktuell zu halten. Aufgrund der dynamischen Streiksituation können sich einzelne Angebote jedoch kurzfristig ändern.

Fahrgäste werden daher gebeten, sich regelmäßig über die jeweils aktuelle Lage zu informieren. Dies gilt insbesondere für Personen, die auf bestimmte Busverbindungen angewiesen sind.

Neben Online-Fahrplänen können auch regionale Medien oder Informationsseiten der Verkehrsunternehmen wichtige Hinweise zur aktuellen Verkehrssituation liefern.

Wiederaufnahme des regulären Betriebs nach Streikende

Der Warnstreik ist nach aktuellem Stand bis Donnerstag, 12. März, 3 Uhr angesetzt. Nach dem Ende der Arbeitsniederlegung soll der reguläre Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden.

Dabei kann es zunächst zu Verzögerungen kommen, da Fahrzeuge und Personal wieder in den regulären Umlauf integriert werden müssen. Auch einzelne Fahrten könnten kurzfristig noch ausfallen, bis sich der Betrieb vollständig stabilisiert hat.

Die Verkehrsunternehmen rechnen damit, dass der normale Fahrplanbetrieb im Laufe des Tages wieder hergestellt wird.

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