Kontroverse Debatte: Zukunft des Journalismus in Krisenzeiten im Fokus – Diskussionsveranstaltung am 27.01.2026
Wie viel Negativität verträgt eine Gesellschaft. Und welche Verantwortung tragen Journalistinnen und Journalisten in Zeiten von Krisen, Konflikten und Kriegen. Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine öffentliche Diskussionsveranstaltung des MitmachFORUMs Jena am 27. Januar 2026 um 16.30 Uhr in der Ernst-Abbe-Bücherei. Unter dem Titel „Nur Missstände aufzeigen oder konstruktive Lösungen liefern?“ sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gemeinsam über die Rolle des Journalismus in einer demokratischen Gesellschaft zu debattieren.
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Die Veranstaltung greift ein hochaktuelles Thema auf. Nachrichten sind zunehmend von negativen Ereignissen geprägt. Kriege, politische Krisen und gesellschaftliche Konflikte dominieren die Berichterstattung. Gleichzeitig zeigen Studien, dass immer mehr Menschen Nachrichten bewusst meiden, weil sie sich emotional überfordert fühlen. Andere wiederum informieren sich verstärkt über soziale Medien. Dies stellt den klassischen Journalismus vor neue Herausforderungen.
Nachrichtenvermeidung und Social Media als Herausforderung
Negative Berichterstattung kann bei Teilen der Bevölkerung zu Resignation oder bewusster Nachrichtenvermeidung führen. Dieser sogenannte News Avoidance Trend wird in der Medienforschung intensiv diskutiert. Parallel dazu gewinnen soziale Netzwerke als Informationsquelle an Bedeutung. Dort verbreiten sich Informationen schnell, aber nicht immer verlässlich.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Journalistinnen und Journalisten auf den veränderten Medienkonsum reagieren sollen. Was kann, darf oder muss dem Publikum zugemutet werden. Und welche Verantwortung trägt der Journalismus für die gesellschaftliche Debatte in Krisenzeiten. Genau hier setzt die Veranstaltung des MitmachFORUMs Jena an.
Nur Missstände aufzeigen oder Lösungen mitdenken
Das zentrale Motto der Diskussion lautet bewusst provokant. Sollen Medien vor allem Missstände aufdecken oder auch konstruktive Lösungsansätze aufzeigen. Diese Frage berührt den Kern journalistischer Arbeit. Einerseits gehört es zu den zentralen Aufgaben des Journalismus, Probleme sichtbar zu machen, Macht zu kontrollieren und kritisch zu berichten. Andererseits wächst der Wunsch nach einem Journalismus, der Orientierung bietet und Perspektiven eröffnet.
Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern soll diskutiert werden, welchen Beitrag Journalismus heute leisten kann und leisten sollte. Ziel ist es nicht, einfache Antworten zu liefern, sondern unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen und Argumente auszutauschen.

Unterhausdebatte als bewusst gewähltes Format
Für die Diskussion wurde das Format der Unterhausdebatte gewählt. Dieses Debattenformat fordert die Teilnehmenden dazu auf, Position zu beziehen und sich mit alltagsnahen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Es geht dabei nicht um ein einfaches Ja oder Nein. Vielmehr sollen die Teilnehmenden ihre Meinungen begründen, anderen zuhören und auf Argumente eingehen.
Laut den Organisatoren fördert dieses Format eine konstruktive Debattenkultur. Es ermutigt dazu, die eigene Haltung zu reflektieren und unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen. Gerade in Zeiten polarisierten Diskurses ist dies ein wichtiger Beitrag zum demokratischen Miteinander.
Moderation durch erfahrene Journalisten
Moderiert wird die Veranstaltung von Alexander Mäder und Rainer Kurlemann von den RiffReportern. Beide verfügen über langjährige Erfahrung im Journalismus und bringen fundiertes Fachwissen in die Debatte ein. Gleichzeitig verstehen sie sich als Moderatoren eines offenen Austauschs, bei dem die Perspektiven der Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen.
Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an alle Interessierten. Alter, Beruf oder journalistisches Vorwissen spielen keine Rolle. Jede Meinung ist willkommen, solange sie respektvoll eingebracht wird.
MitmachFORUM Jena – Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
Das MitmachFORUM Jena wurde im Jahr 2025 als gemeinsame Initiative der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Stadt Jena ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft, Stadt und Gesellschaft zu stärken. Zentrale gesellschaftliche Fragen sollen nicht nur in Fachkreisen diskutiert werden, sondern gemeinsam mit der Stadtgesellschaft.
Die Veranstaltung zur Zukunft des Journalismus ist Teil dieses Ansatzes. Sie wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kommunikationswissenschaft sowie der Ernst-Abbe-Bücherei Jena durchgeführt. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Journalismus als Säule der Demokratie
Journalismus spielt eine zentrale Rolle für das Funktionieren demokratischer Gesellschaften. Er informiert, ordnet ein und ermöglicht öffentliche Debatten. Gerade in Krisenzeiten ist diese Funktion besonders wichtig. Gleichzeitig steht der Journalismus unter Druck. Wirtschaftliche Zwänge, digitale Transformation und gesellschaftliche Polarisierung verändern die Arbeitsbedingungen.
Die Diskussionsveranstaltung in Jena bietet die Chance, diese Entwicklungen gemeinsam zu reflektieren. Sie lädt dazu ein, Erwartungen an den Journalismus zu formulieren und zugleich Verständnis für journalistische Herausforderungen zu entwickeln.
Einladung zur offenen Diskussion
Mit dem MitmachFORUM Jena entsteht ein Raum, in dem kontroverse Fragen sachlich und respektvoll diskutiert werden können. Die Veranstaltung am 27. Januar 2026 richtet sich an alle, die sich für Medien, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt interessieren. Wer mitdiskutieren, zuhören oder neue Perspektiven gewinnen möchte, ist herzlich eingeladen.
Weitere Informationen zum MitmachFORUM Jena sind online verfügbar. Der direkte Austausch vor Ort steht jedoch im Mittelpunkt. Denn Demokratie lebt vom Gespräch.
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Info, UNI Jena | Foto-Illustration, Frank Liebold | Veranstaltungen im Eventkalender


















