Zukunftsbooster: Thüringen stärkt Hochschulgründungen mit 4,8 Millionen Euro

Der Freistaat Thüringen setzt ein klares Zeichen für Innovation, Unternehmergeist und Wissenstransfer. Mit einer Förderung von weiteren 4,8 Millionen Euro bis Ende 2029 unterstützt das Land gezielt Unternehmensgründungen an Thüringer Hochschulen. Im Mittelpunkt steht dabei das Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk StarTH, das landesweit wirkt und von der Friedrich-Schiller-Universität Jena koordiniert wird.

Weitere Nachrichten aus Jena

Bedeutungsvolle Begegnung: Jena und Kibbuz Lehawot Chawiwa

Bedeutungsvolle Begegnung: Jena und Kibbuz Lehawot Chawiwa. Foto: Alexis Taeger
Bedeutungsvolle Begegnung: Jena und Kibbuz Lehawot Chawiwa. Foto: Alexis Taeger

Ziel des Programms ist es, Gründungsinteressierte an Hochschulen noch besser zu begleiten. Von der ersten Idee über die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle bis hin zur tatsächlichen Unternehmensgründung. Damit stärkt Thüringen nicht nur die Innovationskraft der Hochschulen, sondern auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Land.

StarTH als landesweites Netzwerk für Gründungsförderung

Das Hochschulgründungsnetzwerk StarTH verbindet die Gründungsangebote von insgesamt acht Thüringer Hochschulen. Dazu zählen neben der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter anderem die Technische Universität Ilmenau, die Bauhaus-Universität Weimar, die Universität Erfurt sowie mehrere Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Gründungsförderung strategisch weiterzuentwickeln und hochschulübergreifend zu bündeln.

Durch diese enge Zusammenarbeit entstehen Synergien. Erfahrungen, Angebote und bewährte Strukturen werden geteilt und weiterentwickelt. So profitieren Gründungsinteressierte unabhängig vom Hochschulstandort von einem starken Netzwerk und vergleichbaren Unterstützungsstrukturen.

Universität Jena übernimmt zentrale Koordination

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena übernimmt erneut die Koordination des landesweiten Netzwerks. Damit kommt ihr eine zentrale Rolle bei der strategischen Weiterentwicklung der Gründungsförderung in Thüringen zu. Prof. Dr. Andreas Marx, Präsident der Universität Jena und Vorsitzender des StarTH-Beirats, betont die Bedeutung der langfristigen Förderung.

Die erneute Unterstützung sei ein starkes Signal für Gründungen an Thüringer Hochschulen. Mit StarTH entstehe kein zeitlich begrenztes Einzelprojekt, sondern ein dauerhaft angelegtes, hochschulübergreifendes Unterstützungssystem. Dieses begleite Gründungsinteressierte entlang des gesamten Prozesses, von der Ideenfindung bis zur Umsetzung.

Universität Jena übernimmt zentrale Koordination. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
Universität Jena übernimmt zentrale Koordination. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Hohe Zahl an Gründungsvorhaben in Jena

Die Universität Jena verfügt bereits über umfangreiche Erfahrung in der Gründungsförderung. Allein hier werden pro Jahr mehr als 60 Gründungsvorhaben durch den K1-Gründungsservice begleitet. Diese Zahlen verdeutlichen das große Innovationspotenzial, das an den Hochschulen vorhanden ist.

Matthias Piontek, Koordinator des StarTH-Netzwerkes, sieht im landesweiten Zusammenschluss große Chancen. Durch die enge Zusammenarbeit sollen bislang ungenutzte Potenziale an den verschiedenen Hochschulstandorten systematisch erschlossen werden. Ziel ist es, diese Potenziale in wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertschöpfung zu überführen und nachhaltige Unternehmen hervorzubringen.

Vielfältige Angebote für angehende Gründerinnen und Gründer

StarTH richtet sich an Studierende, Promovierende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Alumni. Das Angebot ist breit gefächert. Es reicht von individueller Beratung über Qualifizierungsprogramme und Workshops bis hin zu Netzwerkveranstaltungen und Mentoring-Formaten. Auch der Zugang zu Fördermitteln, Infrastruktur und externen Partnern spielt eine zentrale Rolle.

Besonderer Wert wird darauf gelegt, die Angebote passgenau auf unterschiedliche Zielgruppen zuzuschneiden. Technische Gründungsideen benötigen andere Unterstützung als soziale oder kreative Projekte. Durch die Vernetzung der Hochschulen können diese unterschiedlichen Bedarfe gezielt adressiert werden.

Fokus auf Zukunftsthemen und gesellschaftliche Herausforderungen

Ein wichtiger Schwerpunkt der neuen Förderphase liegt auf aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen. Gründungsinteressierte sollen gezielt auf Themen wie technologische und soziale Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Künstliche Intelligenz vorbereitet werden.

Diese Themen prägen nicht nur die Wirtschaft von morgen, sondern auch den gesellschaftlichen Wandel. Start-ups aus dem Hochschulumfeld können hier wichtige Impulse setzen. StarTH unterstützt daher Gründungsvorhaben, die innovative Lösungen für komplexe Fragestellungen entwickeln und Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernehmen.

Zukunftsbooster: 4,8 Mio. Euro für Hochschulgründungen. Angehörige des StarTH-Netzwerks trafen sich am 21.10.2025 in Erfurt mit Staatssekretär des TMBWK Prof. Dr. Steffen Teichert (3. v. r.). Foto: Dominique Wollniok
Zukunftsbooster: 4,8 Mio. Euro für Hochschulgründungen. Angehörige des StarTH-Netzwerks trafen sich am 21.10.2025 in Erfurt mit Staatssekretär des TMBWK Prof. Dr. Steffen Teichert (3. v. r.). Foto: Dominique Wollniok

Auftakt der neuen Projektphase mit Netzwerktreffen

Bereits am 15. Januar findet das erste Netzwerktreffen der neuen Förderphase statt. Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Hochschulen kommen zusammen, um gemeinsame Strategien abzustimmen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und die Gründungsförderung noch effektiver zu gestalten.

Im Fokus stehen dabei der Austausch bewährter Konzepte, die Weiterentwicklung gemeinsamer Angebote und die stärkere Sichtbarkeit von Gründungsaktivitäten in Thüringen. Das Netzwerktreffen markiert damit den Startschuss für eine intensive Arbeitsphase bis 2029.

Stärkung des Innovationsstandorts Thüringen

Mit der Investition von 4,8 Millionen Euro unterstreicht Thüringen den Anspruch, ein attraktiver Standort für innovative Gründungen zu sein. Hochschulen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie verbinden Forschung, Lehre und Transfer und sind wichtige Impulsgeber für neue Unternehmen.

Das Hochschulgründungsnetzwerk StarTH leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, Ideen aus der Wissenschaft in die Praxis zu bringen. Durch die langfristige Förderung entstehen stabile Strukturen, die Gründerinnen und Gründer nachhaltig unterstützen und den Innovationsstandort Thüringen stärken.

Hashtags:
#StarTH #Hochschulgründung #InnovationThüringen #UniversitätJena #StartupFörderung

Info, UNI Jena | Foto,  Dominique Wollniok und Frank Liebold // Jenafotografx | Veranstaltungen im Eventkalender