Abfallentsorgung – Biotonne im Winter: 7 einfache Tipps gegen Frostprobleme

Mit Einbruch der kalten Jahreszeit stellen sich bei der Nutzung der Biotonne jedes Jahr ähnliche Probleme ein. Frost, Feuchtigkeit und organisches Material passen schlecht zusammen, das führt zu festgefrohrenen Abfällen, erschwerten Leerungen und unangenehmen Gerüchen. Für Haushalte und Entsorgungsbetriebe ist es wichtig, diese Effekte zu kennen und mit wenigen, praktischen Maßnahmen vorzubeugen. Dieser Beitrag fasst bewährte Tipps zusammen, die dafür sorgen, dass die Biotonne auch im Winter zuverlässig funktioniert.

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Achtung Baustelle! Autofahrer müssen sich auf Behinderungen im Jenaer Straßenverkehr einstellen. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
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1. Behälter mit Zeitungspapier auslegen

Eine einfache und kostengünstige Maßnahme ist das Auslegen der Tonne mit Zeitungspapier. Zeitungspapier bildet eine isolierende Schicht am Boden, dadurch frieren feuchte Abfälle nicht so leicht an. Beim Entleeren löst sich der Inhalt besser, und es bleibt weniger festgeklebtes Material in der Tonne zurück. Das spart Aufwand bei der Leerung und reduziert Reinigungsbedarf.

2. Bioabfälle in Papier einwickeln

Statt Küchenfolie oder Plastiktüten sollte Papier zum Einwickeln genutzt werden. Küchenpapier oder Zeitung bindet Feuchtigkeit, verhindert direkten Kontakt zwischen nassem Material und Tonnengrund, und hilft, dass die Abfälle weniger stark gefrieren. Papierkompostierverpackungen zersetzen sich außerdem schneller als Kunststoff. Tipp: Obst- und Gemüsereste sowie Kaffeefilter lassen sich sehr gut in Küchenpapier bündeln.

3. Flüssigkeiten unbedingt vermeiden

Flüssige Reste frieren besonders schnell und verursachen beim Gefrieren feste Klumpen. Gießen Sie Brühen und Suppen vor der Entsorgung ab, sammeln Sie stark wässrige Reste beispielsweise in Haushaltspapier oder geben Sie sie über den Abfluss in das Haushaltssystem. Trockene Küchenabfälle reduzieren die Gefahr des Festfrierens deutlich.

4. Behälter geschlossen halten und trocken stellen

Auch im Winter ist der Standort der Tonne wichtig. Ein trockener, leicht geschützter Platz vermindert Temperaturschwankungen und reduziert Geruchsbildung. Vermeiden Sie sonnige, wechselwarme Standorte, die tagsüber leicht auftauen und nachts erneut gefrieren. Ein schattiger, ebener Untergrund hilft der Tonne, gleichmäßig kühl zu bleiben ohne starke Tau-/Frostzyklen.

5. Regelmäßige Reinigung der 120-Liter-Biotonne

Sauberkeit beugt Vereisungen vor. Rückstände aus Speiseresten bieten Angriffsfläche für Feuchtigkeit und frieren leichter fest. Eine regelmäßige, schonende Reinigung der Innenfläche mit heißem Wasser und gegebenenfalls einem umweltverträglichen Reinigungsmittel reduziert Ablagerungen und unangenehme Gerüche. Achten Sie darauf, die Tonne nach der Reinigung vollständig trocknen zu lassen, bevor Sie neues Material einfüllen.

6. Kleinere Haufen, häufiger entleeren

Wenn möglich, füllen Sie die Tonne nicht bis zum Rand auf einmal. Kleinere, trockenere Portionen lassen sich leichter kompostieren und frieren nicht so massiv durch. Wer Platz hat, kann organische Abfälle in kleineren Behältern sammeln und diese bei Bedarf in die Biotonne geben, statt alles auf einmal zu entsorgen. Das erleichtert die Leerung an frostigen Tagen.

So bleibt Ihre Biotonne im Winter funktionstüchtig. 7 praktische Tipps gegen Festfrieren, schlechte Gerüche und nasse Abfälle. Foto-Illustration Jenafotografx
So bleibt Ihre Biotonne im Winter funktionstüchtig. 7 praktische Tipps gegen Festfrieren, schlechte Gerüche und nasse Abfälle. Foto-Illustration Jenafotografx

7. Auf die richtige Sortierung und Vorbehandlung achten

Faserige Materialien wie Papiertüten oder Gartenabfälle sorgen für Luft im Gemisch und reduzieren Frostprobleme. Große, nasse Reste wie Kartoffelschalen oder größere Fleischstücke sollten möglichst zerkleinert oder in Papier verpackt werden. Wer in einer Wohnanlage lebt, klärt im Vorfeld mit der Hausverwaltung, ob es Sammelstellen oder zusätzliche Tipps für den Winterbetrieb gibt.

Was tun, wenn die Biotonne bereits festgefroren ist

Sollte sich die Tonne trotz Vorsorge einmal zusetzen, vermeiden Sie rohe Gewalt. Starkes Hämmern beschädigt die Tonne und kann Verletzungen verursachen. Besser ist: Die Tonne an einen etwas wärmeren Ort bringen, den Deckel öffnen und langsam auftauen lassen. In akuten Fällen kann eine vorsichtige Erwärmung mit warmem Wasser helfen. Informieren Sie bei größeren Problemen den zuständigen Kommunalservice.

Ansprechpartner und weitere Informationen

Für Fragen zur Abfallentsorgung im Winter steht der Kommunalservice Jena gern zur Verfügung. Nutzen Sie die Beratung bei speziellen Problemen, oder melden Sie festgefrorene Tonnen, die eine Leerung verhindern.

Kommunalservice Jena.
Telefon: 03641/4989-500.
E-Mail: staedtereinigung@jena.de.

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