Fahrgastbefragung im Jenaer Nahverkehr startet am 23. Februar 2026

Ticketnutzung in Bus und Bahn wird systematisch erfasst

Im Auftrag des Jenaer Nahverkehr beginnt am Montag, 23. Februar 2026, eine umfassende Fahrgastbefragung in Bus und Bahn. Ziel der Erhebung ist es, den Nutzeranteil der verschiedenen Ticketarten zu erfassen und damit eine valide Datengrundlage für die weitere Angebotsplanung zu schaffen.

Die erste von insgesamt vier Erhebungsphasen erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Wochen und endet am 15. März 2026. Befragt werden Fahrgäste auf stichprobenartig ausgewählten Fahrten im gesamten Liniennetz.

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Warum die Fahrgastbefragung durchgeführt wird

Der öffentliche Personennahverkehr steht vor vielfältigen Herausforderungen. Steigende Mobilitätsbedarfe, neue Tarifmodelle und veränderte Nutzungsgewohnheiten erfordern eine kontinuierliche Analyse der Fahrgaststruktur.

Mit der aktuellen Fahrgastbefragung verfolgt der Jenaer Nahverkehr das Ziel, belastbare Daten zur tatsächlichen Nutzung unterschiedlicher Fahrscheinarten zu gewinnen. Dazu zählen unter anderem Einzelfahrscheine, Zeitkarten oder spezielle Ticketangebote.

Die Ergebnisse dienen als Grundlage für wirtschaftliche Kalkulationen, Tarifentscheidungen und langfristige Planungen im Liniennetz. Gleichzeitig unterstützen sie die transparente Abrechnung gegenüber Aufgabenträgern und Fördermittelgebern.

Ablauf der Erhebung in Bus und Bahn

Die Interviewerinnen und Interviewer sind auf ausgewählten Fahrten in allen Linien des Jenaer Nahverkehrs unterwegs. Sie sprechen Fahrgäste direkt in den Fahrzeugen an und fragen nach der Art des genutzten Tickets.

Die Befragung dauert weniger als eine Minute. Es werden ausschließlich Angaben zur Ticketart erfasst. Persönliche Daten wie Name, Adresse oder Geburtsdatum werden nicht abgefragt.

Die Teilnahme ist freiwillig. Fahrgäste können selbst entscheiden, ob sie an der kurzen Erhebung teilnehmen möchten. Der Nahverkehr bittet jedoch ausdrücklich um Unterstützung, da eine hohe Beteiligung die Aussagekraft der Ergebnisse erhöht.

Zur Legitimation führen alle eingesetzten Interviewer einen personalisierten Ausweis mit der Aufschrift „Schwerbehindertenzählung 2026“ mit sich. Damit soll Transparenz gewährleistet und Vertrauen geschaffen werden.

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Relevanz und Einordnung für die Stadt – Datengrundlage für transparente Finanzierung

Eine präzise Kenntnis der Ticketnutzung trägt dazu bei, Angebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Insbesondere vor dem Hintergrund bundesweiter Tarifreformen und veränderter Pendlerströme gewinnt die Datenerhebung an Bedeutung.

Die Fahrgastbefragung leistet somit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung in Jena. Sie unterstützt die strategische Ausrichtung des Nahverkehrs und stärkt die Planungssicherheit für künftige Investitionen.

Neben der Angebotsoptimierung spielt die Erhebung auch für die finanzielle Struktur des Nahverkehrs eine zentrale Rolle. Die Verteilung von Einnahmen aus verschiedenen Ticketarten muss nachvollziehbar dokumentiert werden.

Insbesondere bei der Nutzung ermäßigter oder geförderter Fahrscheine ist eine statistisch belastbare Grundlage erforderlich. Die aktuelle Zählung ermöglicht eine differenzierte Auswertung nach Ticketkategorien.

Fahrgastbefragung im Nahverkehr Jena startet. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
Fahrgastbefragung im Nahverkehr Jena startet. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Datenschutz und Transparenz im Fokus

Der Jenaer Nahverkehr betont, dass der Datenschutz während der gesamten Erhebung gewährleistet ist. Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert oder verarbeitet.

Die Interviewer erfassen ausschließlich die Art des vorgezeigten Fahrscheins. Damit bleibt die Anonymität der Fahrgäste gewahrt. Dieses Vorgehen entspricht den geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben.

Durch die klare Kennzeichnung des Erhebungspersonals und die transparente Kommunikation soll das Vertrauen der Fahrgäste gestärkt werden. Eine offene Information über Ziel und Ablauf der Befragung ist Teil dieses Ansatzes.

Die aktuelle Befragung bildet den Auftakt für insgesamt vier Zählphasen im Jahr 2026. Durch die Verteilung über verschiedene Zeiträume sollen saisonale Schwankungen im Fahrgastaufkommen berücksichtigt werden.

Nach Abschluss aller Phasen werden die Ergebnisse ausgewertet und in die weitere Planung des Jenaer Nahverkehrs einbezogen. Ziel ist es, das Angebot langfristig effizient, bedarfsgerecht und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.

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