Erfolgreicher Auftakt für kostenfreien Museumssonntag
Die Städtischen Museen Jena haben mit dem ersten kostenfreien Museumssonntag am 29. März 2026 einen erfolgreichen Start ihres neuen Angebots verzeichnet. Insgesamt 576 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Ausstellungen ohne Eintritt zu besichtigen. Ziel des Formats ist es, den Zugang zu kulturellen und bildungsorientierten Angeboten dauerhaft zu erleichtern.
Mit dem neuen Konzept öffnen die Museen künftig an jedem letzten Sonntag im Monat ihre Türen kostenfrei für die Öffentlichkeit. Der Auftakt zeigt, dass dieses Angebot auf breite Resonanz stößt und verschiedene Bevölkerungsgruppen erreicht.
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Hohe Besucherzahlen und breite regionale Resonanz
Die Auswertung der Besucherstruktur verdeutlicht die regionale und überregionale Attraktivität des Angebots. Rund 55 Prozent der Gäste stammten aus Jena selbst, weitere 10 Prozent aus dem Saale-Holzlandkreis. Etwa 12 Prozent reisten aus anderen Städten Thüringens an.
Darüber hinaus konnten Besucherinnen und Besucher aus mehreren Bundesländern begrüßt werden, darunter Sachsen, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Berlin. Auch internationale Gäste nutzten den kostenfreien Zugang zu den Museen.
Besonders hervorzuheben ist der Anteil von 67 Kindern und Jugendlichen, die das Angebot wahrnahmen. Dies unterstreicht die Bedeutung niedrigschwelliger Kulturangebote für junge Zielgruppen und Familien.
Attraktive Ausstellungen als Besuchermagnet
Ein wesentlicher Faktor für die hohe Nachfrage waren die aktuellen Sonderausstellungen in den beteiligten Häusern. In der Kunstsammlung Jena wurde eine Ausstellung des Künstlers Jonathan Meese präsentiert. Parallel dazu zeigte das Romantikerhaus Werke von Hiroyuki Masuyama.
Diese Kombination aus zeitgenössischer Kunst und literarisch geprägter Ausstellung trug zur Vielfalt des Angebots bei und sprach unterschiedliche Interessensgruppen an. Die Museen positionieren sich damit bewusst als Orte, die sowohl traditionelle als auch moderne Perspektiven auf Kunst und Kultur ermöglichen.
Stimmen aus Kultur und Verwaltung
Dr. Kristin Knebel, Direktorin der Städtischen Museen Jena, zieht eine positive Bilanz des ersten Museumssonntags:
„Es war ein sehr erfolgreicher Tag für uns, weil wir gesehen haben, dass sich sehr viele Menschen für unsere Bildungsangebote interessieren und ohne die Hemmschwelle eines Ticketerwerbs einfach mal reinschauen.“
Sie betont zudem die offene und entspannte Atmosphäre während des Tages sowie die breite Herkunft der Besucherinnen und Besucher. Besonders erfreulich sei die starke Resonanz aus der Region und darüber hinaus.
Auch Kulturdezernent Johannes Schleußner hebt die gesellschaftliche Bedeutung des neuen Formats hervor:
„Mit dem neu eingeführten freien Museumssonntag einmal im Monat möchten wir den Menschen in und um Jena einen leichteren Zugang zu unseren städtischen Bildungs- und Kulturangeboten ermöglichen.“
Er verweist darauf, dass Museen heute als zentrale Orte der Bildung und Begegnung fungieren. Der kostenfreie Zugang sei daher ein konsequenter Schritt, um kulturelle Teilhabe unabhängig von finanziellen Voraussetzungen zu stärken.

Kulturelle Angebote
Der kostenfreie Museumssonntag ist Teil einer strategischen Ausrichtung der Stadt Jena, kulturelle Angebote inklusiver zu gestalten. Museen übernehmen zunehmend eine gesellschaftliche Funktion, indem sie Räume für Austausch, Bildung und Reflexion bieten.
Durch den Wegfall der Eintrittsbarriere werden insbesondere Menschen angesprochen, die bisher seltener kulturelle Einrichtungen besucht haben. Dies trägt langfristig dazu bei, kulturelle Bildung breiter zu verankern und neue Zielgruppen zu erschließen.
Gleichzeitig stärkt das Angebot die Attraktivität Jenas als Kulturstandort. Die Kombination aus regionaler Verankerung und überregionaler Strahlkraft kann dazu beitragen, den Kulturtourismus weiter zu fördern.
Fortsetzung des Angebots im Jahresverlauf 2026
Nach dem erfolgreichen Auftakt wird der kostenfreie Museumssonntag planmäßig fortgesetzt. Der nächste Termin findet am 26. April 2026 statt.
An diesem Tag öffnen das Stadtmuseum Jena, die Kunstsammlung Jena sowie das Romantikerhaus jeweils von 10 bis 17 Uhr ihre Türen. Der freie Eintritt gilt für alle Dauer- und Sonderausstellungen. Für Führungen oder spezielle Veranstaltungen wird lediglich ein separater Veranstaltungsaufpreis erhoben.
Mit der monatlichen Wiederholung des Formats etablieren die Städtischen Museen Jena ein dauerhaftes Angebot, das kulturelle Teilhabe stärkt und neue Besuchsanreize schafft.
Die positive Resonanz auf den ersten kostenfreien Museumssonntag deutet auf ein nachhaltiges Potenzial hin. Sollte sich das Interesse auf diesem Niveau stabilisieren, könnte das Format langfristig zu einem festen Bestandteil der kulturellen Infrastruktur werden.
Die Städtischen Museen Jena planen, das Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln und durch begleitende Programme zu ergänzen. Ziel ist es, den Museumsbesuch als selbstverständlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens zu etablieren.
Weitere Informationen zum Angebot und zu kommenden Veranstaltungen sind online unter www.museen-jena.de verfügbar.
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Info, Stadt Jena | Foto, Frank Liebold | Veranstaltungen im Eventkalender


















