Erster Schultag, erster Einsatz: Bürgermeister Koppe startet Format „Jena im Einsatz“ und begleitet die Schulwegüberwachung der Polizei an der Lobdeburgschule
Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe hat am ersten Schultag nach den Sommerferien gemeinsam mit der Polizei die Schulwegüberwachung im Umfeld der Lobdeburgschule begleitet. Anlass war der Auftakt des neuen Vor-Ort-Formats „Jena im Einsatz”, mit dem Koppe künftig regelmäßig den direkten Austausch mit Einsatzkräften, Beschäftigten und ehrenamtlich engagierten Menschen in der Stadt suchen will. Im Mittelpunkt des ersten Termins standen sichere Schulwege, das Verhalten sogenannter Elterntaxis, Halteverbote, Sichtbeziehungen im Straßenverkehr und die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.
Schulwegsicherheit als konkretes Alltagsthema
Für Koppe war der Schuljahresbeginn ein passender Zeitpunkt, um sich ein direktes Bild von der Situation vor Ort zu verschaffen. Gerade für Erstklässlerinnen und Erstklässler bedeute der Schulweg eine neue, ungewohnte Situation, in der sie erst Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln müssten, erklärte der Bürgermeister. Deshalb sei es wichtig, dass alle Beteiligten aufmerksam blieben und Rücksicht nähmen. Der Termin bot Koppe die Gelegenheit, unmittelbar zu erleben, worauf die Polizeikräfte bei der Schulwegüberwachung achten und welche typischen Situationen im morgendlichen Schulverkehr entstehen.
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Schülerlotsen der Lobdeburgschule im Einsatz
Unterstützt wird die Polizei bei der Schulwegüberwachung von Schülerlotsinnen und Schülerlotsen. An der Lobdeburgschule engagieren sich rund 15 Jugendliche freiwillig in dieser Funktion. Sie werden von der Polizei ausgebildet und müssen dafür eine schriftliche sowie eine praktische Prüfung ablegen. Unter der Woche sind jeden Morgen vier Schülerlotsen bei Wind und Wetter am Drackendorfer Weg und am Paul-Schneider-Weg im Einsatz, um jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern den Weg über die Straße zu sichern. Schule und Polizei arbeiten bei dieser Aufgabe eng zusammen.
Koppe hob die Bedeutung dieses freiwilligen Engagements hervor. Die Schülerinnen und Schüler übernähmen hier Verantwortung und leisteten einen konkreten Beitrag zur Sicherheit ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, so der Bürgermeister. Der Termin habe zudem gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Schulen und den Menschen vor Ort sei. Genau diesen direkten Austausch wolle er mit „Jena im Einsatz” fortführen.

Elterntaxis und Verkehrssicherheit vor Schulen
Ein wiederkehrendes Thema bei der Schulwegüberwachung sind sogenannte Elterntaxis. Der Wunsch von Eltern, ihre Kinder sicher zur Schule zu bringen, sei grundsätzlich nachvollziehbar. Gleichzeitig könne der Bring- und Holverkehr unmittelbar vor Schulen zu unübersichtlichen und riskanten Situationen führen. Halteverbote sollten deshalb eingehalten, Sichtachsen freigehalten und unnötige Stopps direkt vor Schuleingängen vermieden werden.
Koppe betonte, dass sichere Schulwege nur im Zusammenspiel aller Beteiligten entstehen könnten. Polizei, Stadtverwaltung, Schulen, Eltern, Schülerlotsen und alle übrigen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer trügen gemeinsam dazu bei. Es gehe ihm nicht darum, einzelne Gruppen zu kritisieren, sondern darum, dass alle aufmerksam blieben, Rücksicht nähmen und dort handelten, wo es notwendig sei. Wenn Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause kämen, sei damit im Grunde das Wichtigste erreicht.
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„Jena im Einsatz” als neues Dialogformat
Mit „Jena im Einsatz” will der Bürgermeister künftig regelmäßig unterschiedliche Orte und Bereiche der Stadt besuchen. Im Zentrum stehen dabei keine klassischen Besichtigungstermine, sondern offene Gespräche auf Augenhöhe mit Menschen, die in ihrem Alltag Verantwortung übernehmen. Koppe möchte auf diesem Weg erfahren, was die Menschen vor Ort bewegt, was in der Praxis gut funktioniert und wo Herausforderungen bestehen.
Viele Themen, die in Verwaltung und Politik entschieden und auf den Weg gebracht würden, zeigten sich vor Ort noch einmal aus einer anderen Perspektive, erläuterte Koppe. Deshalb wolle er zuhören, nachfragen und aus erster Hand erfahren, was die Menschen bei ihrer täglichen Arbeit und ihrem Engagement bewegt. Der direkte Austausch mit denjenigen, die sich jeden Tag für Jena einsetzen, eröffne wichtige Einblicke in die Praxis kommunaler Sicherheitsarbeit.
Der Auftakt an der Lobdeburgschule markiert den Start einer Reihe weiterer Vor-Ort-Termine im Rahmen von „Jena im Einsatz”. Welche Orte und Themenfelder als Nächstes im Fokus stehen, ließ die Stadtverwaltung offen. Die Schulwegsicherheit bleibt jedoch, wie der erste Termin zeigt, ein Thema, das die Zusammenarbeit von Polizei, Schulen, Eltern und ehrenamtlich engagierten Schülerlotsen in Jena unmittelbar berührt.
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