Lesewettbewerb Jena: Stadtentscheid in der Ernst-Abbe-Bücherei bringt junge Lesetalente zusammen
Beim Vorlesewettbewerb der vierten Klassen in Jena hat sich Elsa Heiderich von der Nordschule den ersten Platz gesichert. Der Wettbewerb fand am 16. März 2026 in der Ernst-Abbe-Bücherei statt und brachte die besten Vorleserinnen und Vorleser aus 13 Grundschulen der Stadt zusammen. Die Schülerinnen und Schüler traten mit vorbereiteten Texten sowie einer spontanen Leseaufgabe gegeneinander an.
Die Veranstaltung ist ein fester Bestandteil der Leseförderung an Jenaer Grundschulen und bietet Kindern die Möglichkeit, ihre Lesekompetenz vor Publikum unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig soll der Wettbewerb die Freude am Lesen stärken und junge Menschen frühzeitig für Literatur begeistern.
Dein Tag im Paradies 2026: Interessierte Vereine und Institutionen haben noch bis zum 23. März die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme anzumelden.

13 Schulen schicken ihre besten Vorlesetalente ins Rennen
Am Stadtentscheid nahmen Vertreterinnen und Vertreter von insgesamt 13 Grundschulen teil. Jede Schule hatte zuvor im eigenen Haus einen Wettbewerb organisiert und ihre jeweils besten Vorleserinnen und Vorleser für den städtischen Wettbewerb nominiert.
In der ersten Wettbewerbsrunde präsentierten die Teilnehmenden einen vorbereiteten Text aus einem selbst ausgewählten Kinderbuch. Für diese Aufgabe standen jeweils drei Minuten zur Verfügung. Bewertet wurden unter anderem Lesefluss, Betonung, Verständlichkeit sowie die Fähigkeit, die Atmosphäre des Textes für das Publikum erlebbar zu machen.
Die Vielfalt der vorgestellten Bücher spiegelte das breite Interesse der Kinder an Literatur wider. Abenteuer- und Fantasiegeschichten standen ebenso auf dem Programm wie humorvolle oder spannende Erzählungen aus der aktuellen Kinderliteratur.
Unbekannter Text stellt besondere Herausforderung dar
Nach der ersten Runde folgte die zweite Wettbewerbsphase. Hier mussten die Schülerinnen und Schüler einen unbekannten Text vorlesen, den sie erst unmittelbar vor ihrem Auftritt erhielten. Diese Aufgabe gilt als besondere Herausforderung, da sie ein hohes Maß an Lesesicherheit, Konzentration und sprachlichem Gefühl erfordert.
Alle Teilnehmenden meisterten diese Aufgabe mit bemerkenswerter Souveränität. Für die Jury war es daher nicht einfach, eine Entscheidung zu treffen. Die Leistungen der Kinder lagen insgesamt auf einem hohen Niveau.
Die Jury setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Buchhandel, Bibliothek und Schule zusammen. Mitglieder waren Ines Mattejat-Schwabe, stellvertretende Leiterin der Thalia-Buchhandlung Jena, Daniela Schreiter, stellvertretende Leiterin der Ernst-Abbe-Bücherei, sowie der pensionierte Deutschlehrer Hans-Joachim Büchner.
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Elsa Heiderich überzeugt mit Fantasiegeschichte
Am Ende des Wettbewerbs konnte Elsa Heiderich von der Nordschule die Jury besonders überzeugen. Sie las einen Auszug aus dem Kinderbuch „Insel der magischen Wächter. Der große Test“ der Autorin Christina Soontornvat.
Die Jury würdigte insbesondere Elsas sichere Lesetechnik, ihre klare Betonung sowie ihre Fähigkeit, Spannung und Atmosphäre des Textes lebendig zu vermitteln. Auch beim Vorlesen des unbekannten Textes zeigte sie ein hohes Maß an Ausdrucksstärke und Lesekompetenz.
Mit dieser Leistung setzte sie sich gegen die übrigen Teilnehmenden durch und gewann den Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs der vierten Klassen in Jena.

Anerkennung für alle teilnehmenden Kinder
Neben der Siegerin wurden auch alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre Leistungen gewürdigt. Sie erhielten Urkunden sowie Büchergutscheine als Anerkennung für ihr Engagement und ihre Lesefreude.
Der Wettbewerb zeigt, wie wichtig kontinuierliche Leseförderung im Grundschulalter ist. Lesen gehört zu den grundlegenden Kompetenzen für schulischen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Veranstaltungen wie der Vorlesewettbewerb schaffen zusätzliche Motivation, sich mit Büchern zu beschäftigen und Texte aktiv zu erschließen.
Ernst-Abbe-Bücherei als zentraler Ort der Leseförderung
Mit der Ausrichtung des Wettbewerbs übernimmt die Ernst-Abbe-Bücherei eine wichtige Rolle in der kulturellen Bildungsarbeit der Stadt Jena. Als öffentliche Bibliothek stellt sie nicht nur Medien zur Verfügung, sondern organisiert regelmäßig Veranstaltungen zur Leseförderung für Kinder und Jugendliche.
Der Vorlesewettbewerb bietet dabei eine Plattform, auf der junge Leserinnen und Leser ihre Fähigkeiten präsentieren können. Gleichzeitig schafft die Veranstaltung einen Begegnungsort für Schulen, Bibliothek und Buchhandel.
Bedeutung von Lesekompetenz für Bildung und Gesellschaft
Lesekompetenz gilt als zentrale Grundlage für Bildungserfolg. Studien zeigen, dass regelmäßiges Lesen nicht nur Sprachfähigkeit und Textverständnis stärkt, sondern auch Kreativität, Konzentration und Empathie fördert.
Wettbewerbe wie der Jenaer Vorlesewettbewerb tragen dazu bei, das Lesen im Alltag von Kindern positiv zu verankern. Sie machen Literatur sichtbar und erlebbar und fördern zugleich das Selbstvertrauen junger Leserinnen und Leser.

Leseförderung bleibt wichtige Bildungsaufgabe
Der jährliche Vorlesewettbewerb der vierten Klassen hat sich in Jena als feste Tradition etabliert. Auch künftig soll er dazu beitragen, Kinder frühzeitig für Bücher zu begeistern und die Bedeutung des Lesens im Bildungsalltag zu unterstreichen.
Für die Teilnehmenden steht dabei nicht nur der Wettbewerbsgedanke im Mittelpunkt, sondern vor allem die gemeinsame Erfahrung, Geschichten lebendig werden zu lassen. Die Veranstaltung zeigt, dass Lesen weit mehr ist als eine schulische Pflicht. Es ist ein Zugang zu Wissen, Fantasie und kultureller Bildung.
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