Achtung Lebensgefahr !! auf dem Eis. Stadt Jena spricht eindringliche Warnung aus.

Die Stadt Jena warnt mit Nachdruck vor dem Betreten zugefrorener Gewässer im gesamten Stadtgebiet. Aufgrund der aktuellen Witterung sind weder Flüsse noch Teiche oder andere stehende Gewässer ausreichend zugefroren, um sie sicher betreten zu können. Besonders betroffen ist die Saale, aber auch kleinere Gewässer stellen ein erhebliches Risiko dar. In den vergangenen Tagen wurden wiederholt Kinder und Jugendliche auf der Eisfläche beobachtet. Diese Situationen sind hochgefährlich und können innerhalb von Sekunden lebensbedrohlich werden.

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Wetter-Alarm: Bus und Bahn in Jena vor Einschränkungen

Wetterwarnung: Bus und Bahn in Jena vor Einschränkungen. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx, Archiv
Wetterwarnung: Bus und Bahn in Jena vor Einschränkungen. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx, Archiv

Die Eisdecke ist derzeit nicht tragfähig. Auch wenn die Oberfläche fest wirkt, kann sie unvermittelt einbrechen. Ein Sturz ins eiskalte Wasser bedeutet akute Lebensgefahr, insbesondere bei niedrigen Temperaturen und winterlichen Bedingungen.

Warum zugefrorene Gewässer so gefährlich sind

Was auf den ersten Blick stabil erscheint, ist in Wirklichkeit trügerisch. Eis bildet sich nicht gleichmäßig. Temperaturunterschiede, Sonneneinstrahlung und Wasserbewegungen sorgen dafür, dass die Eisdecke an manchen Stellen deutlich dünner ist als an anderen. Schon wenige Schritte können ausreichen, um einzubrechen.

Besonders gefährlich sind fließende Gewässer wie die Saale. Hier sorgen Strömungen, wechselnde Wassertiefen und mildere Bereiche unter der Oberfläche dafür, dass sich kein gleichmäßig tragfähiges Eis bilden kann. Selbst bei länger anhaltenden Minusgraden bleibt das Risiko hoch.

Klare Worte aus dem Rathaus

Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe weist ausdrücklich auf die Risiken hin. Er macht deutlich, dass sich niemand auf den optischen Eindruck des Eises verlassen darf. Was von außen stabil aussieht, kann binnen Sekunden nachgeben. Wer ins Eis einbricht, befindet sich in akuter Lebensgefahr. Gerade bei fließenden Gewässern ist die Gefahr besonders groß, da die Eisdecke dort häufig deutlich dünner ist als angenommen.

Diese Einschätzung basiert auf langjährigen Erfahrungen der Einsatzkräfte. Jedes Jahr kommt es bundesweit zu schweren Unfällen, weil Menschen die Gefahr unterschätzen.

Kinder und Jugendliche besonders gefährdet

Besonders besorgniserregend ist, dass immer wieder Kinder und Jugendliche auf dem Eis gesehen werden. Für junge Menschen ist das Risiko oft schwer einzuschätzen. Neugier, Gruppendruck oder spielerischer Leichtsinn können fatale Folgen haben.

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Die Stadt Jena appelliert daher eindringlich an Eltern, Schulen, Horte und alle Aufsichtspersonen, Kinder und Jugendliche umfassend über die Gefahren aufzuklären. Das Betreten zugefrorener Gewässer ist verboten und kann lebensgefährlich sein. Diese Botschaft muss klar und unmissverständlich vermittelt werden.

Schon wenige Sekunden können entscheidend sein

Ein Einbruch ins Eis ist keine harmlose Situation. Das kalte Wasser führt innerhalb kürzester Zeit zu Kälteschock, Atemnot und Orientierungslosigkeit. Die Kraft schwindet schnell, während schwere Winterkleidung das Überleben zusätzlich erschwert.

Ohne schnelle Hilfe kann eine solche Situation tödlich enden. Auch Rettungsversuche sind extrem gefährlich, wenn sie unüberlegt erfolgen.

Achtung Lebensgefahr: Jena warnt vor Eis auf Gewässern. Foto via Pixabay
Achtung Lebensgefahr: Jena warnt vor Eis auf Gewässern. Foto via Pixabay

Richtiges Verhalten im Notfall

Wer beobachtet, dass eine Person ins Eis eingebrochen ist, sollte sofort den Notruf wählen. Die Notrufnummer lautet 112. Eigene Rettungsversuche dürfen nur erfolgen, wenn keine Selbstgefährdung besteht. Niemals sollte man das Eis betreten, um zu helfen.

Stattdessen gilt. Abstand halten und möglichst vom Ufer aus helfen. Hilfsmittel wie Äste, Stangen, Schals oder Seile können eingesetzt werden, um der eingebrochenen Person etwas zum Festhalten zu reichen. Wichtig ist, dabei selbst festen Boden unter den Füßen zu behalten.

Verantwortung der Gemeinschaft

Die Stadt Jena bittet alle Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit. Wer Personen auf dem Eis beobachtet, insbesondere Kinder oder Jugendliche, sollte nicht wegsehen. Ein klares Ansprechen und das Verdeutlichen der Gefahr kann Leben retten.

Hinweise aus dem eigenen Umfeld sollten ernst genommen werden. Oft sind es kleine Gespräche oder rechtzeitige Warnungen, die schwere Unfälle verhindern.

Prävention statt Risiko

Winterliche Gewässer üben eine große Faszination aus. Dennoch gilt. Kein Eis ist sicher, solange es nicht ausdrücklich freigegeben wurde. In Jena gibt es derzeit keine freigegebenen Eisflächen. Der sicherste Weg ist, vollständig auf das Betreten von Eis zu verzichten.

Spaziergänge entlang der Ufer sind möglich, das Eis selbst jedoch tabu. Sicherheit muss immer Vorrang vor Neugier oder Spaß haben.

Klare Warnung zum Schutz von Leben

Die Stadt Jena spricht eine deutliche Warnung aus. Zu gefrorene Gewässer dürfen keinesfalls betreten werden. Die Gefahr eines Eisbruchs ist hoch und kann innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich werden. Eltern, Aufsichtspersonen und die gesamte Stadtgesellschaft sind aufgefordert, aufmerksam zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Nur durch umsichtiges Verhalten lassen sich schwere Unfälle verhindern.

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