Forschung mit Wirkung. Universität Jena reicht Exzellenzantrag “Light. Life. Liberty.” ein
Zukunftsstrategie mit Schwerpunkt Wissenschaft, Verantwortung und Dialog vorgestellt
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat ihren Antrag für die neue Runde der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder eingereicht. Unter dem Titel „Light. Life. Liberty. – Connecting People and Ideas“ formuliert die Universität eine umfangreiche Zukunftsstrategie, die wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung und einer aktiven Dialogkultur verbindet. Ziel ist es, Forschungsergebnisse sichtbarer zu machen und wissenschaftliche Arbeit stärker in den Dienst gesellschaftlicher Fragestellungen zu stellen.
Trinkwasserspender in Jena gehen in Winterpause

Wissenschaftsstandort Jena mit Vernetzung als Stärke
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Jena zu einem eng vernetzten Wissenschafts- und Innovationsstandort entwickelt. Die Universität steht im Zentrum eines leistungsfähigen Ökosystems, das das Universitätsklinikum Jena, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die Ernst-Abbe-Hochschule, zahlreiche Unternehmen und die Stadtgesellschaft umfasst. Dieses Netzwerk bildet die Grundlage des Exzellenzantrags, weil interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Verbindung von Forschung, Lehre und Praxis als Schlüssel für nachhaltige Innovationskraft gelten.
Inhaltliche Schwerpunkte mit Licht, Leben, Freiheit im Fokus
Der Antrag bündelt thematische Schwerpunkte, die von photonischen Technologien über Lebenswissenschaften bis hin zu Fragestellungen der Freiheitsrechte in digitalen und gesellschaftlichen Räumen reichen. Die Formulierung „Connecting People and Ideas“ macht deutlich, dass die Universität nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse generieren möchte, sondern diese Erkenntnisse auch in einen breiten gesellschaftlichen Diskurs einbringen will. Forschung soll so gestaltet werden, dass sie Vertrauen schafft, Orientierung bietet und konkrete Lösungswege für aktuelle Herausforderungen liefert.
JenaMedia-Veranstaltungstipp:
Irina Scherbakowa: Lesung & Ehrung in Jena – „Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen “

Wissenschaft braucht Vertrauen – Universität setzt auf Offenheit
„Gerade in Zeiten wachsender Wissenschaftsskepsis ist es unser Ziel, die Bedeutung von Forschung und Bildung sichtbar zu machen“, erklärt der Präsident der Universität, Prof. Dr. Marx. „Wissenschaft braucht Vertrauen, und dieses Vertrauen entsteht durch Offenheit, Verantwortung und den Mut, gemeinsam Neues zu denken“, ergänzt er. Die strategische Ausrichtung betont deshalb neben Exzellenz auch Formate der Beteiligung, transparente Kommunikationswege und die Einbindung gesellschaftlicher Partner.
Übergabe und Begutachtung
Die Druckexemplare des Antrags werden am 25. November 2025 an den Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übergeben, womit die formale Einreichung abgeschlossen ist. Anschließend folgt das standardisierte Begutachtungsverfahren. Im Rahmen dieses Prüfprozesses ist ein international zusammengesetztes Expertengremium vorgesehen, das im Sommer 2026 zu einem Ortsbesuch nach Jena kommen wird. Während dieses Besuchs sollen die Verantwortlichen der Universität gemeinsam mit Partnern aus Stadt und Region sowie internationalen Netzwerken die konzipierte Zukunftsstrategie präsentieren und mit den Gutachtern diskutieren.
Bedeutung für Region und Gesellschaft
Ein positives Begutachtungsergebnis würde nicht nur zusätzliche finanzielle Mittel bedeuten. Es könnte Jena auch langfristig als Innovationsmotor stärken, regionale Wertschöpfung fördern und Bildungs- sowie Forschungsangebote ausbauen. Die Universität versteht den Antrag als Chance, ihre Rolle als Katalysator für Innovation, Bildung und gesellschaftliche Transformation weiterzuentwickeln. Lokale Institutionen, Unternehmen und Zivilgesellschaft sollen dabei eng eingebunden werden, damit Forschung direkt in die Region wirkt und konkrete Nutzen stiftet.

Kooperationen und Internationalität: Global denken, lokal handeln
Die Antragstrategie betont die Bedeutung internationaler Partnerschaften. Globale Netzwerke sollen verstärkt werden, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Jena an internationalen Forschungslandschaften teilhaben und Kooperationen stärken. Zugleich bleibt die Ausrichtung regional verwurzelt. Die Verbindung von lokalem Engagement und internationaler Sichtbarkeit soll sicherstellen, dass wissenschaftliche Ergebnisse einerseits global anschlussfähig sind, andererseits aber auch konkrete lokale Herausforderungen adressieren.
Nächste Schritte und Partizipation
Nach der Begutachtung werden die Rückmeldungen der Expertinnen und Experten die weitere Ausgestaltung der Strategie beeinflussen. Die Universitätsleitung hat angekündigt, die Kommunikation über den Prozess offen zu halten und Partnerinnen und Partner aus der Stadtgesellschaft weiterhin einzubeziehen. Mögliche Förderzusagen oder Ablehnungen werden im Anschluss an die Beratungen bekanntgegeben. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens betrachtet die Hochschule den Prozess als Motor für strategische Weiterentwicklung und für den Ausbau von Dialogformaten mit der Gesellschaft.
#Exzellenzstrategie #UniJena #ForschungMitWirkung
Info, UNI Jena | Foto, Frank Liebold, Jenafotografx | Veranstaltungen im Eventkalender











