Mitmachen beim Gesundheitscheck: Wie gesund lebt es sich in Jena? 

Wo gibt es Stärken, wo besteht Verbesserungsbedarf. Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer groß angelegten Gesundheitsbefragung, die die Stadt Jena jetzt startet. Ziel ist es, ein realistisches und wissenschaftlich fundiertes Bild der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung zu erhalten und daraus konkrete Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten.

In den kommenden Wochen erhalten 10.000 zufällig ausgewählte Jenaerinnen und Jenaer ab 18 Jahren Post von der Stadt. In dem Schreiben befinden sich ein persönlicher Zugangscode sowie ein QR-Code zur Teilnahme an der Online-Befragung. Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und dauert nur wenige Minuten. Jede einzelne Rückmeldung trägt dazu bei, die Gesundheitsangebote und Lebensbedingungen in Jena gezielt weiterzuentwickeln.

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Gesundheit beginnt im Alltag

Gesundheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie entsteht dort, wo Menschen gute Lebensbedingungen vorfinden. Dazu zählen das Wohnumfeld, die Arbeitssituation, Freizeitmöglichkeiten und das soziale Miteinander. Auch Umweltfaktoren und die Auswirkungen des Klimawandels spielen eine zunehmend wichtige Rolle.

Die Stadt Jena verfolgt mit der Befragung einen ganzheitlichen Ansatz. Es geht nicht nur um medizinische Versorgung, sondern um alle Faktoren, die das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden beeinflussen. Die Verantwortlichen möchten erfahren, wie die Menschen ihre Lebenssituation einschätzen und welche Bedürfnisse sie haben.

Jena fragt nach: Große Umfrage zur Gesundheit. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
Jena fragt nach: Große Umfrage zur Gesundheit. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Die zuständige Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima betont die Bedeutung der Beteiligung. Jede Rückmeldung helfe, Jena als Lebensraum gesünder und lebenswerter zu gestalten. Die Bürgerinnen und Bürger werden ausdrücklich ermutigt, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen und ihre Perspektive einzubringen.

Breites Themenspektrum im Fragebogen

Der Fragebogen mit dem Titel „Gesundheit in Jena 2026“ deckt eine Vielzahl von Themen ab. Dazu gehören Bewegung und körperliche Aktivität, Ernährung und Lebensstil, seelisches Wohlbefinden sowie soziale Teilhabe. Auch Fragen zur Gesundheitsversorgung, zu Pflegeangeboten und zur Wahrnehmung von Unterstützungsstrukturen sind enthalten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Umwelt- und Klimathemen. Aspekte wie Hitzebelastung, Grünflächen, Mobilität oder Luftqualität wirken sich direkt auf die Gesundheit aus. Die Befragung soll zeigen, wie die Menschen diese Rahmenbedingungen erleben und wo Anpassungsbedarf besteht.

Durch diese breite Perspektive entsteht ein umfassendes Bild der gesundheitlichen Situation in Jena. Es geht darum, Zusammenhänge sichtbar zu machen und unterschiedliche Lebensrealitäten zu berücksichtigen.

Grundlage für den neuen Gesundheitsbericht

Die Ergebnisse der Gesundheitsbefragung fließen in den neuen Gesundheitsbericht der Stadt Jena ein. Dieser Bericht bildet eine zentrale Grundlage für politische Entscheidungen, strategische Planungen und konkrete Maßnahmen in der Gesundheitsförderung und Prävention.

Mitmachen beim Gesundheitscheck: Wie gesund lebt es sich in Jena? Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
Mitmachen beim Gesundheitscheck: Wie gesund lebt es sich in Jena? Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Mit wissenschaftlich erhobenen Daten können Angebote gezielter ausgerichtet werden. Das betrifft zum Beispiel Bewegungsangebote, Präventionsprogramme, Beratungsstrukturen oder Maßnahmen zur Stärkung der seelischen Gesundheit. Auch Fragen der gesundheitlichen Chancengleichheit spielen eine wichtige Rolle. Ziel ist es, allen Menschen in Jena möglichst gute Bedingungen für ein gesundes Leben zu bieten.

Anonym, freiwillig und wissenschaftlich begleitet

Ein wichtiger Aspekt der Befragung ist der Datenschutz. Die Teilnahme erfolgt anonym. Persönliche Daten werden nicht mit den Antworten verknüpft. So können die Teilnehmenden offen und ehrlich antworten. Die Freiwilligkeit der Teilnahme wird ebenfalls betont. Niemand ist verpflichtet, an der Umfrage mitzuwirken.

Begleitet wird die Gesundheitsbefragung vom Institut aproxima, Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung Weimar mbH. Das Institut unterstützt die wissenschaftliche Durchführung und Auswertung der Umfrage. Damit ist sichergestellt, dass die Ergebnisse methodisch fundiert und belastbar sind.

Gemeinsam für ein gesünderes Jena

Mit der großen Gesundheitsbefragung setzt die Stadt Jena auf Beteiligung und Transparenz. Die Bürgerinnen und Bürger werden aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einbezogen. Ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Bedürfnisse bilden die Grundlage für zukünftige Entwicklungen im Bereich Gesundheit.

Ob es um Prävention, Versorgung, soziale Teilhabe oder Umweltbedingungen geht. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Jena langfristig zu einem noch gesünderen Ort für alle Generationen zu machen. Jede Stimme zählt und jede Teilnahme ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunft der Stadt.

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