Starke Hilfe und Unterstützung für wohnungslose Menschen in Jena
Gerade in den kalten Wintermonaten kann ein fehlender geschützter Schlafplatz schnell lebensbedrohlich werden. Frost, Nässe und eisige Temperaturen stellen für Menschen ohne festen Wohnsitz ein enormes Risiko dar. Die Stadt Jena begegnet dieser Herausforderung mit einem breiten und eng abgestimmten Netz an Hilfsangeboten, das sowohl kurzfristige Notunterkünfte als auch langfristige Beratungs- und Präventionsleistungen umfasst. Ziel ist es, niemanden im Stadtgebiet ohne Unterstützung zu lassen, besonders dann, wenn Kälte und Dunkelheit den Alltag zusätzlich erschweren.
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Warum der Kälteschutz im Winter besonders wichtig ist
Wohnungslose Menschen sind im Winter einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt. Unterkühlung, Atemwegserkrankungen und Verletzungen durch Glätte gehören zu den häufigsten Risiken. Hinzu kommen psychische Belastungen durch Isolation, Stress und Unsicherheit. Genau hier setzen die Angebote der Stadt Jena an. Durch ein niedrigschwelliges und gut erreichbares Hilfesystem soll sichergestellt werden, dass Betroffene jederzeit einen sicheren Ort finden können, an dem sie schlafen, sich aufwärmen und grundlegende Bedürfnisse stillen können.
Notquartiere in Jena für eine sichere Übernachtung
Ein zentraler Bestandteil der Winterhilfe sind die kurzfristigen Notquartiere, die eine geschützte Übernachtungsmöglichkeit bieten. Diese Unterkünfte sind speziell auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen ausgerichtet und bieten einen wichtigen Schutz vor den Gefahren der Kälte.
Notunterkunft für Frauen und Familien
Für wohnungslose Frauen sowie Familien steht die Notunterkunft in der Theobald-Renner-Straße 71 zur Verfügung. Die Aufnahme erfolgt täglich ab 20:00 Uhr. Hier finden Betroffene nicht nur einen warmen Schlafplatz, sondern auch eine Umgebung, die Sicherheit und Ruhe bietet. Gerade für Familien mit Kindern ist dieser Schutz besonders wichtig, um Stabilität in einer schwierigen Lebenssituation zu gewährleisten.
Notunterkunft für Männer
Männer ohne festen Wohnsitz können die Notunterkunft Am Steiger 4 nutzen. Die Aufnahme ist dort ab 19:30 Uhr möglich. Auch hier gilt, dass sich Betroffene direkt beim Wachpersonal melden können. Das Personal vor Ort sorgt für einen geregelten Ablauf und steht bei akuten Fragen unterstützend zur Seite.
Diese Notquartiere bilden das Rückgrat des akuten Kälteschutzes in Jena. Sie sind bewusst so organisiert, dass der Zugang einfach und unbürokratisch ist. Niemand soll aus formalen Gründen abgewiesen werden, wenn dringend Hilfe benötigt wird.
Mehr als nur ein Bett: Die Angebote der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe
Neben den Notunterkünften bietet die Stadt Jena ein umfassendes System an sozialer Unterstützung. Die Wohnungs- und Obdachlosenhilfe richtet sich an Menschen, die unfreiwillig ihre Wohnung verloren haben oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Dazu zählen Männer, Frauen und Familien gleichermaßen.
Die Hilfsangebote umfassen Beratung, Begleitung zu Behörden, Unterstützung bei der Wohnungssuche sowie Hilfe bei der Klärung finanzieller oder rechtlicher Fragen. Ziel ist es, nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern langfristige Perspektiven zu schaffen, die den Weg zurück in ein stabiles Wohnverhältnis ebnen.

Prävention als wichtiger Baustein gegen Wohnungslosigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Prävention. Die Stadt Jena setzt gezielt dort an, wo Wohnungslosigkeit droht, um sie möglichst zu verhindern. Präventionsangebote richten sich unter anderem an:
Familien mit minderjährigen Kindern
Junge Erwachsene bis 27 Jahre
Ältere Menschen ab 60 Jahre
Gerade diese Gruppen sind in besonderen Lebenslagen häufig von Wohnungsverlust bedroht. Durch frühzeitige Beratung und gezielte Unterstützung können viele Krisen abgefedert werden, bevor sie eskalieren. Prävention ist damit nicht nur sozial sinnvoll, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Stabilität in der gesamten Stadtgesellschaft.
Aufsuchende Straßensozialarbeit für Menschen ohne festen Wohnsitz
Für wohnungs- oder obdachlose Menschen über 27 Jahre bietet Jena eine aufsuchende Straßensozialarbeit an. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind direkt im Stadtgebiet unterwegs und suchen den Kontakt zu Betroffenen. Dieses Angebot ist besonders wichtig für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keine festen Anlaufstellen aufsuchen können oder wollen.
Durch Gespräche, praktische Hilfe und die Vermittlung in weiterführende Angebote entsteht Vertrauen. Auf dieser Basis können individuelle Lösungen gefunden werden, die den Weg aus der Obdachlosigkeit erleichtern.
Die Bevölkerung als wichtiger Teil des Hilfenetzes
Die Stadt Jena ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aufmerksam zu sein. Wenn Sie Menschen sehen, die bei Kälte offensichtlich Hilfe benötigen, zögern Sie bitte nicht zu handeln. Sie können die zuständigen Stellen per E-Mail unter obdachlos@jena.de informieren oder im Notfall den Notdienst unter 112 anrufen. Jeder Hinweis kann Leben retten, besonders in frostigen Nächten.
Die folgende Webseite bietet alle relevanten Kontakte und Adressen:
https://service.jena.de/de/wohnungs-obdachlosenhilfe-und-praevention
Zentrale Informationsstelle für alle Angebote
Alle wichtigen Kontakte, Anlaufstellen und weiterführenden Informationen sind auf der offiziellen Webseite der Stadt Jena zur Wohnungs- und Obdachlosenhilfe gebündelt. Dort finden Betroffene und Unterstützende einen umfassenden Überblick über Hilfen, Adressen und Zuständigkeiten.
Mit diesem starken Netzwerk zeigt Jena, dass Solidarität und Verantwortung in der Stadt gelebt werden. Durch Notquartiere, Beratung, Prävention und aufsuchende Sozialarbeit entsteht ein Schutzschirm, der wohnungslose Menschen gerade im Winter nicht alleine lässt.
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