Warnstreik im Nahverkehr Jena: Notverkehr zwischen Stadtzentrum und Lobeda eingerichtet

Warnstreik legt regulären Nahverkehr vorübergehend lahm

Im öffentlichen Nahverkehr in Jena und im Saale-Holzland-Kreis kommt es derzeit zu erheblichen Einschränkungen. Seit Montag, 9. März, 3 Uhr, befinden sich Beschäftigte des Jenaer Nahverkehrs sowie der JES Verkehrsgesellschaft in einem Warnstreik. Infolge der Arbeitsniederlegung ist bis voraussichtlich Donnerstag, 12. März, 3 Uhr kein regulärer Betrieb von Bussen und Straßenbahnen möglich.

Um die Auswirkungen für Fahrgäste zu begrenzen, wurde im Stadtgebiet von Jena ein eingeschränktes Notangebot eingerichtet. Zusätzlich gilt im Saale-Holzland-Kreis auf ausgewählten Linien ein Notfahrplan.

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Eingeschränkter Bus-Notverkehr im Stadtgebiet von Jena

Trotz der Streiksituation konnte im Stadtgebiet ein begrenzter Notverkehr organisiert werden. Dieser wird mit Unterstützung von Beschäftigten durchgeführt, die sich nicht an den Streikmaßnahmen beteiligen.

Der Busbetrieb wurde am Montagmorgen schrittweise ab 6:30 Uhr aufgenommen. Bedient wird insbesondere die wichtige Verkehrsachse zwischen dem Stadtzentrum und den Stadtteilen Lobeda-West sowie Lobeda-Ost.

Die Busse verkehren voraussichtlich in der Zeit von 6:30 Uhr bis etwa 14 Uhr im 30-Minuten-Takt. Startpunkt ist der Löbdergraben im Stadtzentrum. Die Strecke führt über die Stadtrodaer Straße nach Lobeda-Ost. Jede zweite Fahrt wird über Lobeda-West geführt.

Alle Haltestellen entlang der Strecke werden planmäßig bedient.

Fahrplaninformationen nur online verfügbar

Aufgrund der kurzfristigen Organisation des Notverkehrs können diese zusätzlichen Fahrten derzeit nicht in digitale Fahrplanauskunftssysteme integriert werden. Auch an den Haltestellen selbst werden die Sonderfahrten nicht angezeigt.

Fahrgäste werden daher gebeten, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Informationen zu informieren. Eine Fahrplantabelle sowie weitere Hinweise zum Notbetrieb sind auf der Website der Stadtwerke Jena abrufbar.

Der eingeschränkte Betrieb kann sich kurzfristig ändern. Daher wird empfohlen, die Informationen regelmäßig zu überprüfen.

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Notfahrplan im Saale-Holzland-Kreis auf ausgewählten Linien

Auch im Saale-Holzland-Kreis kommt es infolge des Warnstreiks zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Auf einzelnen Linien gilt ein Notfahrplan, der ebenfalls auf der Internetseite der Stadtwerke Jena veröffentlicht wurde.

Dieser Fahrplan berücksichtigt verfügbare Fahrzeuge und Personalressourcen während der Streikdauer. Dennoch müssen Fahrgäste weiterhin mit Ausfällen und zeitlichen Abweichungen rechnen.

Teilweise regulärer Betrieb auf einzelnen Linien

Nicht alle Buslinien im regionalen Verkehrsnetz sind vom Streik betroffen. So beteiligen sich die Beschäftigten der PVG Weimarer Land erneut nicht an den Arbeitsniederlegungen.

Dadurch können auf bestimmten Linien weiterhin Fahrten stattfinden, sofern diese regulär von der PVG durchgeführt werden. Dies betrifft insbesondere:

  • Linie 16 zwischen Isserstedt, Mühltal, Stadtzentrum und Ziegenhainer Tal

  • Linie 28 zwischen Isserstedt und dem Busbahnhof

Diese Fahrten erfolgen nach dem üblichen Fahrplan, soweit sie durch die PVG betrieben werden.

Pendelverbindungen aus dem Umland weiterhin in Betrieb

Auch Verbindungen von Verkehrsunternehmen aus dem Umland sind vom Warnstreik nicht betroffen. Fahrten der VMT-Verbundpartner KomBus sowie des Verkehrsunternehmens Andreas Schröder, die aus dem Saale-Holzland-Kreis nach Jena einpendeln, verkehren regulär.

Dies betrifft unter anderem einzelne Fahrten auf den Linien:

  • Linie 47 zwischen Busbahnhof, Lobeda-Ost und Ilmnitz Kreisel

  • Linie 48 zwischen Busbahnhof, Burgaupark und Maua

Auch diese Fahrten können weiterhin planmäßig genutzt werden.

Regionalzüge weiterhin regulär unterwegs

Vom Warnstreik im Jenaer Nahverkehr nicht betroffen sind die regionalen Zugverbindungen. Die Züge der Deutschen Bahn, der Erfurter Bahn sowie von Abellio verkehren weiterhin regulär.

Damit bleiben wichtige Bahnverbindungen innerhalb Thüringens sowie zu anderen Städten weiterhin verfügbar.

Warnstreik bei Nahverkehr Jena: Notverkehr mit Bussen. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
Warnstreik bei Nahverkehr Jena: Notverkehr mit Bussen. Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Fahrgäste sollen alternative Reiseplanung prüfen

Angesichts der Einschränkungen empfiehlt der Jenaer Nahverkehr Fahrgästen, ihre Wege frühzeitig zu planen und alternative Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen.

Neben Regionalzügen können auch Fahrrad, Fahrgemeinschaften oder flexible Arbeitszeiten helfen, die Auswirkungen der Streikmaßnahmen zu reduzieren. Besonders im Berufsverkehr kann es durch die begrenzte Kapazität des Notverkehrs zu zusätzlichen Belastungen kommen.

Entscheidung über weiteren Notverkehr erfolgt kurzfristig

Ob am Dienstag, 10. März, erneut ein Notverkehr eingerichtet werden kann, wird erst am jeweiligen Streiktag entschieden. Grund dafür ist die schwer planbare Personalsituation während der laufenden Arbeitsniederlegung.

Aktuelle Informationen werden daher kurzfristig veröffentlicht.

Regulärer Linienverkehr soll nach Streikende wieder anlaufen

Der Warnstreik ist derzeit bis Donnerstag, 12. März, 3 Uhr angekündigt. Nach Beendigung der Arbeitskampfmaßnahmen soll der reguläre Linienverkehr im Jenaer Nahverkehr schrittweise wieder aufgenommen werden.

Allerdings kann es auch nach dem offiziellen Streikende noch zu Verspätungen oder einzelnen Ausfällen kommen. Diese können durch notwendige Umstellungen im Betriebsablauf sowie durch Fahrzeugdisposition entstehen.

Der Jenaer Nahverkehr bittet Fahrgäste daher um Verständnis und empfiehlt weiterhin, aktuelle Fahrgastinformationen zu verfolgen.

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