Gleisbau am Paradiesbahnhof erreicht nächste Bauphase: Knebelstraße ab 20. Juli halbseitig gesperrt
Die umfassende Sanierung der Straßenbahntrasse rund um den Paradiesbahnhof in Jena schreitet planmäßig voran. Der Jenaer Nahverkehr hat den Rückbau der bisherigen Gleisanlagen auf der Paradiesbrücke sowie im Bereich bis zum Paradiesbahnhof weitgehend abgeschlossen. Mit Beginn der nächsten Bauphase starten nun die Arbeiten an den Haltestellen vor dem Bahnhof. Gleichzeitig treten ab Montag, 20. Juli, neue Verkehrseinschränkungen für den Individualverkehr in Kraft.
Im Zuge der Bauarbeiten wird die Knebelstraße im Bereich des Paradiesbahnhofs halbseitig gesperrt. Betroffen ist die Fahrspur in Richtung Fischergasse, die unmittelbar an die Straßenbahnhaltestelle angrenzt. Die Sperrung ist nach Angaben des Jenaer Nahverkehrs aus Gründen der Arbeitssicherheit und zur Sicherstellung eines reibungslosen Bauablaufs erforderlich. Eine ausgeschilderte Umleitung führt über den Fürstengraben, den Teichgraben und die Grietgasse. Von dort bleibt das Rechtsabbiegen in Richtung Kahlaische Straße weiterhin möglich.
Die Einschränkungen sollen voraussichtlich bis Mitte Oktober bestehen bleiben. Anschließend plant der Kommunalservice Jena die Erneuerung der Fahrbahnoberfläche in diesem Abschnitt der Knebelstraße.
Weitere Nachrichten aus Jena:
Zukunftsweisend: Universität Jena stärkt Innovation mit EC2U ELEVATE

Barrierefreier Ausbau der Haltestelle Paradiesbahnhof
Ein zentraler Bestandteil der laufenden Baumaßnahme ist der barrierefreie Umbau der Haltestelle Paradiesbahnhof. Der Standort zählt zu den wichtigsten Umsteigepunkten des öffentlichen Nahverkehrs in Jena, da hier Regionalzüge und Straßenbahnen direkt miteinander verknüpft sind.
Mit dem Umbau sollen künftig Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, Menschen mit Rollstuhl, Eltern mit Kinderwagen sowie ältere Personen einen deutlich erleichterten Zugang zu den Bahnsteigen erhalten. Gleichzeitig werden die Haltestellen an die aktuellen technischen und gesetzlichen Anforderungen angepasst.
Die Arbeiten umfassen dabei nicht nur die Bahnsteiganlagen, sondern auch die Erneuerung der gesamten technischen Infrastruktur im Bereich der Straßenbahntrasse.

Straßenbahnverkehr bleibt während der Bauarbeiten angepasst
Für Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs ergeben sich in der neuen Bauphase keine zusätzlichen Änderungen gegenüber den bereits geltenden Regelungen.
Die Paradiesbrücke bleibt weiterhin für den Straßenbahnverkehr gesperrt. Die Straßenbahnlinien 1, 2, 4 und 5 verkehren unverändert über die Kahlaische Straße. Die Haltestellen in der Oberaue werden weiterhin von den Linien 4 und 5 bis zur Haltestelle Paradiesbrücke bedient.
Aktuelle Fahrpläne, Liniennetzpläne sowie eine Übersicht der Baustelle stehen auf der Internetseite des Jenaer Nahverkehrs zur Verfügung. Zusätzlich sind die Informationen an den betroffenen Haltestellen ausgehängt und in den digitalen Fahrgastinformationssystemen hinterlegt.
Weitere Informationen:
https://www.stadtwerke-jena.de/gleisbau-paradies
610 Meter Straßenbahntrasse werden vollständig erneuert
Die Bauarbeiten am Paradiesbahnhof laufen seit Ende Juni und zählen zu den größten Infrastrukturmaßnahmen im Jenaer Straßenbahnnetz der vergangenen Jahre.
Insgesamt werden rund 610 Meter Straßenbahntrasse grundhaft erneuert. Das Baufeld erstreckt sich von der Paradiesbrücke über die Haltestelle Paradiesbahnhof bis zum Gleisdreieck Holzmarkt und zur Haltestelle Paradiesbahnhof West.
Kernstück des Projekts ist die Erneuerung des Gleisdreiecks in der Knebelstraße am Volksbad. Dort treffen mehrere Straßenbahnlinien zusammen, wodurch der Bereich zu den am stärksten beanspruchten Abschnitten des gesamten Netzes gehört.
Neben den Gleisen werden auch der Unterbau, die Entwässerung, die Stromversorgung sowie die Steuer- und Sicherungstechnik vollständig modernisiert. Darüber hinaus umfasst die Baumaßnahme den Austausch von 610 Metern Schienen, sechs Weichen sowie drei Gleiskreuzungen.
Relevante Nachrichten in Jena
Bauarbeiten im Mühltal verlängern Umleitung der Buslinie 16

Einer der wichtigsten Knotenpunkte im Straßenbahnnetz
Der Bereich rund um den Paradiesbahnhof besitzt für den öffentlichen Nahverkehr in Jena eine besondere Bedeutung. Er stellt die einzige direkte Gleisverbindung zwischen den nördlichen und südlichen Stadtteilen dar.
Nach Angaben des Jenaer Nahverkehrs passiert an einem gewöhnlichen Werktag rechnerisch etwa alle 100 Sekunden eine Straßenbahn diesen Abschnitt. Gleichzeitig ist insbesondere das Gleisdreieck durch den dichten Autoverkehr erheblichen Belastungen ausgesetzt.
Die bestehende Straßenbahninfrastruktur entstand Mitte der 1990er Jahre. Das Gleisdreieck selbst wurde zuletzt im Jahr 2012 erneuert. Nach rund drei Jahrzehnten Betrieb gelten zahlreiche Anlagenteile inzwischen als verschlissen, weshalb eine umfassende Modernisierung notwendig geworden ist.
JenaMedia – Veranstaltungstipp:
Punkrock-Nacht mit Lagwagon 02.08. F-Haus Jena
Investition in eine langfristig leistungsfähige Infrastruktur
Der Jenaer Nahverkehr investiert insgesamt rund 8,6 Millionen Euro in die Erneuerung der Straßenbahnanlagen am Paradiesbahnhof. Rund 75 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel von Bund und Land finanziert.
Aufgrund des komplexen Bauablaufs und der Arbeiten während der Wintermonate gilt das Projekt als technisch anspruchsvoll und witterungsabhängig. Ziel ist es, sämtliche Bauabschnitte bis April 2027 abzuschließen.
Mit der Modernisierung werden zentrale Bestandteile der Straßenbahninfrastruktur erneuert und gleichzeitig die Voraussetzungen für einen dauerhaft sicheren, leistungsfähigen und barrierefreien Betrieb geschaffen. Die Investition trägt dazu bei, die hohe Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs in Jena langfristig zu sichern und die Mobilität in der Stadt zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Hashtags
#Jena #Gleisbau #Paradiesbahnhof #Straßenbahn #Verkehr
Info und Foto, Stadtwerke Jena | Veranstaltungen im Kalender



















