Zukunfts-Chance: Jena setzt ein starkes Zeichen
Der demografische Wandel zählt zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sinkende Bevölkerungszahlen, eine alternde Gesellschaft und der zunehmende Fachkräftemangel stellen Städte, Unternehmen und Institutionen vor tiefgreifende Veränderungen. In Jena wird dieser Wandel nicht nur analysiert, sondern aktiv gestaltet. Mit dem Aufruf zur Bewerbung für den Deutschen Demografie Preis 2026 unterstreicht die Stadt ihren Anspruch, innovative Lösungen sichtbar zu machen und den Austausch guter Ideen zu fördern.
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Gemeinsam mit dem Demographie Netzwerk e.V. rufen Oberbürgermeister Thomas Nitzsche, Jenoptik als Hauptsponsor sowie die Ed. Züblin AG. Direktion Ost Unternehmen, Organisationen und Initiativen dazu auf, ihre Projekte einzureichen. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2026 möglich.
Deutscher Demografie Preis erstmals in Thüringen
Ein besonderes Highlight steht bereits fest. Die Preisverleihung des Deutschen Demografie Preises findet am 4. Juni 2026 erstmals in Thüringen statt. Austragungsort ist das Volkshaus Jena. Damit rückt die Stadt bundesweit in den Fokus und positioniert sich als Impulsgeber für zukunftsfähige Lösungen im Umgang mit dem demografischen Wandel.
Jena steht seit Jahren für Wissenschaft, Innovation und Vernetzung. Der Wettbewerb bietet eine ideale Plattform, um zu zeigen, wie regionale Ideen bundesweite Wirkung entfalten können.
Oberbürgermeister wirbt für Beteiligung aus der Region
Oberbürgermeister Thomas Nitzsche betont die Bedeutung des Wettbewerbs für die Stadt und die Region. Jena sei eine Stadt der Innovation und der klugen Köpfe. Der demografische Wandel werde nicht nur als Problem gesehen, sondern auch als Chance für neue Denkansätze. Der Deutsche Demografie Preis solle genau diese kreativen Lösungen sichtbar machen. Besonders Akteure aus Jena und Thüringen seien eingeladen, ihre Projekte einzureichen und Vorbild für andere Regionen zu werden.
Warum der demografische Wandel alle betrifft
Der Handlungsdruck ist groß, insbesondere in Thüringen. Prognosen zeigen, dass die Bevölkerung des Bundeslandes bis 2035 von rund 2,1 Millionen auf etwa 1,9 Millionen Menschen schrumpfen wird. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter deutlich. Viele Arbeitskräfte scheiden altersbedingt aus, während deutlich weniger Stellen neu besetzt werden können.

Diese Entwicklung macht klar, dass klassische Lösungsansätze nicht mehr ausreichen. Neue Arbeitsmodelle, innovative Weiterbildungsangebote und eine stärkere Einbindung vielfältiger Zielgruppen werden immer wichtiger. Der Deutsche Demografie Preis setzt genau hier an und zeichnet Projekte aus, die mutige Antworten auf diese Herausforderungen geben.
Wer kann sich bewerben
Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, Institutionen, Bildungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Initiativen aus ganz Deutschland. Besonders angesprochen sind Projekte aus Thüringen und Jena, die ihre Arbeit auf einer bundesweiten Bühne präsentieren möchten.
Eingereicht werden können sowohl umfassende Konzepte als auch einzelne Maßnahmen. Entscheidend ist nicht die Größe des Projekts, sondern dessen Wirkung und Innovationskraft. Auch kleine Ideen können große Veränderungen anstoßen.
Vier Kategorien für zukunftsweisende Ideen
Die Bewerbungen können in vier Kategorien eingereicht werden, die unterschiedliche Aspekte des demografischen Wandels abdecken.
In der Kategorie „Wirksame Vielfalt. Zusammenhalt stärken“ stehen Projekte im Fokus, die Diversität fördern und den sozialen Zusammenhalt stärken.
„Kompetenzen entwickeln. Perspektiven schaffen“ zeichnet Initiativen aus, die Qualifizierung und Weiterbildung neu denken.
„Die Zukunft der Arbeit gestalten“ richtet sich an Projekte, die moderne Arbeitswelten schaffen und Fachkräfte sichern.
„Gesundheit ganzheitlich fördern“ würdigt Konzepte, die Gesundheit präventiv und nachhaltig stärken.
Jenoptik als starker Partner für die Zukunft der Arbeit
Jenoptik engagiert sich als Hauptsponsor der Preisverleihung und als Partner der Kategorie „Die Zukunft der Arbeit gestalten“. Mit rund 1.700 Mitarbeitenden an den Standorten Jena und Triptis zählt das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern Thüringens.
JenaMedia – Veranstaltungstipp:
WunderBar am Aquamarin Jena Winter Beats am 17.01.2026

Aus Sicht von Jenoptik sind zukunftsfähige Arbeitsmodelle ein entscheidender Erfolgsfaktor. Flexible Arbeitszeiten, neue Formen der Zusammenarbeit und altersgerechte Konzepte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, Organisationen zu ermutigen, ihre Ideen einzubringen und gemeinsam Lösungen für eine älter werdende Gesellschaft zu entwickeln.
Was ein preiswürdiges Projekt auszeichnet
Die Bandbreite möglicher Einreichungen ist groß. Dazu zählen neue Arbeitszeitmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, digitale Lösungen zur Effizienzsteigerung oder innovative Weiterbildungsprogramme zur Fachkräftesicherung. Auch Pilotprojekte für altersgerechte Arbeitsplätze, Mentoring-Programme oder Initiativen zur Stärkung von Teamvielfalt sind gefragt.
Entscheidend ist, dass die Projekte einen klaren Bezug zum demografischen Wandel haben und ihre Wirkung nachvollziehbar darstellen.
Best Practice aus der Region – Züblin als Vorbild
Wie erfolgreiche Projekte aussehen können, zeigt die Ed. Züblin AG. Beim Deutschen Demografie Preis 2024 überzeugte das Unternehmen mit dem Projekt „Wir bauen mit Vielfalt“. In diesem Jahr ist die Direktion Ost erneut beteiligt und übernimmt gemeinsam mit Jenoptik Verantwortung als Partner aus der Region. Züblin stellt zudem den Juryvorsitz der Kategorie „Wirksame Vielfalt. Zusammenhalt stärken“.
Jetzt bewerben und Zukunft aktiv gestalten
Die Bewerbung für den Deutschen Demografie Preis 2026 ist bis zum 31. Januar 2026 über die offizielle Website möglich. Die Jury bewertet unter anderem den Demografiebezug, die Zielsetzung, die Wirksamkeit, den Innovationsgrad und die Übertragbarkeit der Projekte.
Pro Kategorie werden drei Konzepte nominiert. Diese präsentieren sich am 19. März 2026 beim digitalen ddp Future Pitch. Die feierliche Preisverleihung findet schließlich am 4. Juni 2026 im Volkshaus Jena statt. Jede Bewerbung trägt dazu bei, voneinander zu lernen und gemeinsam eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten.
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