Skulpturen im Botanischen Garten Jena. Ausstellung „gewachsen & gegossen“ zeigt Werke von Beate Debus

Vom 2. Juli bis 22. Oktober 2026 präsentiert der Botanische Garten Jena die Ausstellung „gewachsen & gegossen“ mit Arbeiten der Bildhauerin Beate Debus aus Dermbach in der Rhön. Besucherinnen und Besucher können die Skulpturen täglich von 10 bis 19 Uhr innerhalb der Gartenanlage besichtigen. Die Ausstellung verbindet zeitgenössische Bildhauerei mit der besonderen Atmosphäre des traditionsreichen Botanischen Gartens und lädt dazu ein, Kunst und Natur im direkten Zusammenspiel zu erleben.

Im Mittelpunkt stehen Bronzeplastiken, deren Ursprung in natürlich gewachsenen Holzstämmen liegt. Aus diesen entwickelt Beate Debus ihre skulpturalen Formen, die anschließend in Bronze gegossen werden. Der Ausstellungstitel „gewachsen & gegossen“ greift diesen künstlerischen Entstehungsprozess auf und verweist zugleich mit einem augenzwinkernden Bezug auf den Ausstellungsort, dessen Pflanzenwelt von Wachstum geprägt ist.

Weitere Nachrichten aus Jena:

Mit der Premiere von „Don Pasquale“ eröffnet die Hofoper Jena am Samstag, 27. Juni 2026, ihre diesjährige Open-Air-Spielzeit im Innenhof der Universität Jena

Hofoper Jena. Faszinierende Premiere mit Don Pasquale. Foto: Musikalischer Bereich der Uni Jena
Hofoper Jena. Faszinierende Premiere mit Don Pasquale. Foto: Musikalischer Bereich der Uni Jena

Ausstellung verbindet Naturraum und Bildhauerei

Die Skulpturen sind über das Gelände des Botanischen Gartens verteilt und treten in einen unmittelbaren Dialog mit der umgebenden Vegetation. Einzelne Arbeiten stehen für sich, andere bilden Gruppen und eröffnen unterschiedliche Blickachsen zwischen Pflanzen, Wegen und historischen Gartenbereichen.

Durch diese Präsentationsform entsteht eine Verbindung zwischen Kunstwerk und Landschaft. Die Skulpturen verändern ihre Wirkung je nach Standort, Perspektive und Licht. Während sich einige Figuren durch eine ruhige Ausstrahlung auszeichnen, vermitteln andere Dynamik und Bewegung. Die Arbeiten wirken teilweise tänzerisch, erscheinen ineinander verschlungen oder entwickeln den Eindruck auseinanderstrebender Bewegungen.

Die Ausstellung nutzt damit bewusst den Botanischen Garten als Ausstellungsraum und integriert die Plastiken in die gärtnerisch gepflegte Umgebung.

Beate Debus: Skulpturen im Botanischen Garten Jena. Foto: Beate Debus
Beate Debus: Skulpturen im Botanischen Garten Jena. Foto: Beate Debus

Beate Debus arbeitet mit Holz und Bronze

Beate Debus wurde 1957 in Eisenach geboren. Von 1973 bis 1976 absolvierte sie eine Holzbildhauerlehre im VEB Rhönkunst Empfertshausen. Anschließend studierte sie von 1976 bis 1980 Holzgestaltung an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg bei Hans Brockhage.

Seit 1980 arbeitet sie als freischaffende Bildhauerin. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Einzelausstellungen sowie Beteiligungen an Gruppenausstellungen in Deutschland und nach 1990 auch in weiteren Ländern Europas.

Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagierte sich Beate Debus in verschiedenen Kulturvereinen und war dort in Vorständen tätig.

Skulpturen greifen zwischenmenschliche Themen auf

Charakteristisch für die Arbeiten von Beate Debus ist die Verbindung organischer Formen mit einer ausdrucksstarken Körpersprache. Aus ursprünglich gewachsenen Holzstämmen entstehen Figuren, deren Gestik und Linienführung menschliche Beziehungen und innere Empfindungen sichtbar machen.

Die Künstlerin entwickelt ihre Plastiken aus der Form des Holzes und überführt diese anschließend in Bronze. Dadurch bleiben die Ursprünge des Materials im Werk erkennbar, während das Metall den Skulpturen Dauerhaftigkeit verleiht.

Über Rhythmus, Bewegung und Körperhaltung entstehen Arbeiten, die unterschiedliche Stimmungen vermitteln. Manche Figuren wirken introvertiert und zurückhaltend, andere strahlen Energie und Dynamik aus.

Blick auf den Botanischen Garten Jena. Foto: Frank Liebold Fotografie, Jenafotografx
Blick auf den Botanischen Garten Jena. Foto: Frank Liebold Fotografie, Jenafotografx

Botanischer Garten Jena als besonderer Ausstellungsort

Mit der Ausstellung setzt der Botanische Garten Jena seine Reihe kultureller Angebote fort, bei denen Kunst in unmittelbarer Verbindung mit der Natur präsentiert wird.

Die Kombination aus historischer Gartenanlage und zeitgenössischer Bildhauerei eröffnet Besucherinnen und Besuchern verschiedene Möglichkeiten, die Werke wahrzunehmen. Pflanzen, Wege und Freiflächen werden Teil der Inszenierung und beeinflussen die Wirkung der Skulpturen im Verlauf der Jahreszeiten.

Der Titel „gewachsen & gegossen“ erhält dadurch eine zusätzliche Bedeutung. Während sich die Vegetation während der Sommer- und Herbstmonate verändert, bleiben die Bronzeplastiken als dauerhafte Form künstlerischen Schaffens präsent.

Ausstellung Beate Debus. Ausdrucksstarke Plastiken in Jena.Grafik - Peter Mühlfriedel
Ausstellung Beate Debus. Ausdrucksstarke Plastiken in Jena. Grafik – Peter Mühlfriedel

Ausstellung über mehrere Monate zugänglich

Die Ausstellung läuft vom 2. Juli bis 22. Oktober 2026 und kann während der regulären Öffnungszeiten des Botanischen Gartens täglich von 10 bis 19 Uhr besucht werden. Durch den langen Ausstellungszeitraum besteht die Möglichkeit, die Skulpturen unter unterschiedlichen Licht- und Vegetationsbedingungen zu erleben.

Damit richtet sich die Ausstellung sowohl an Kunstinteressierte als auch an Besucherinnen und Besucher des Botanischen Gartens sowie an Gäste der Stadt Jena, die Kultur und Natur miteinander verbinden möchten.

Kunst und Natur begegnen sich im Botanischen Garten Jena

Mit „gewachsen & gegossen“ zeigt der Botanische Garten Jena eine Ausstellung, in der zeitgenössische Bildhauerei und botanische Vielfalt aufeinandertreffen. Die Arbeiten von Beate Debus entstehen aus natürlich gewachsenen Holzstämmen, werden in Bronze gegossen und fügen sich für mehrere Monate in die Gartenlandschaft ein.

Die Ausstellung macht deutlich, wie sich Kunstwerke durch ihren Standort verändern und wie Natur zum Bestandteil ihrer Wahrnehmung werden kann. Besucherinnen und Besucher erhalten vom 2. Juli bis 22. Oktober 2026 Gelegenheit, die Skulpturen im Zusammenspiel mit der historischen Gartenanlage des Botanischen Gartens Jena zu entdecken.

Veranstaltungshinweis, Jenaer Kunstverein | Foto, Beate Debus, Grafik – Peter Mühlfriedel und Foto Botanischer Garten Jena, Frank Liebold FotografieVeranstaltungen im Eventkalender