Thüringenderby: FC Carl Zeiss Jena gegen FC Rot-Weiß Erfurt – Gästekontingent wird nicht reduziert

Die Stadt Jena und die beteiligten Sicherheitsbehörden haben im Rahmen einer ersten gemeinsamen Sicherheitsberatung zum Thüringenderby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt eine erste Entscheidung getroffen. Nach der Besprechung am Freitag wird das Gästekartenkontingent für die Begegnung am Sonntag, 9. August 2026, im Ernst-Abbe-Sportfeld nach aktuellem Stand nicht reduziert. Damit können voraussichtlich rund 1.400 Anhänger des FC Rot-Weiß Erfurt das Regionalligaspiel im Stadion verfolgen.

Die Entscheidung basiert auf der gemeinsamen Einschätzung der Stadt Jena, der Landespolizeiinspektion Jena, der Feuerwehr, der Bundespolizei, des FC Carl Zeiss Jena sowie des Stadionbetreibers. Nach Angaben der Beteiligten liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, die eine Reduzierung des Gästekontingents aus Gründen der Gefahrenabwehr erforderlich machen würden.

Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, dass die Begegnung aufgrund der langjährigen Rivalität der beiden Traditionsvereine und ihrer Fanszenen weiterhin als Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Deshalb werden die Sicherheitslage und mögliche Entwicklungen bis zum Spieltag fortlaufend beobachtet und bewertet.

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Gemeinsame Sicherheitsbewertung aller beteiligten Behörden

Grundlage für die Durchführung der Heimspiele des FC Carl Zeiss Jena bildet der Auflagenbescheid der Stadt Jena für die Regionalliga-Saison 2026/2027. Dieser definiert den ordnungsrechtlichen Rahmen für Heimspiele im Ernst-Abbe-Sportfeld und sieht bei Begegnungen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko verschiedene Maßnahmen vor.

Hierzu gehört ausdrücklich auch die Möglichkeit, Zuschauerbegrenzungen entsprechend den Richtlinien des Deutschen Fußball-Bundes zur Verbesserung der Sicherheit bei Fußballspielen anzuordnen. Eine solche Maßnahme wurde im Rahmen der aktuellen Gefahrenprognose jedoch als derzeit nicht erforderlich bewertet.

Nach Angaben der Genehmigungsbehörde unterscheiden sich die aktuellen Rahmenbedingungen von der Situation beim Thüringenderby im Mai dieses Jahres. Damals war die sportliche Ausgangslage eine andere. Für das nun anstehende Derby liegen den beteiligten Behörden und Organisationen aktuell keine Erkenntnisse vor, die eine Verringerung des Gästekontingents rechtfertigen würden.

Rund 1.400 Gästefans werden erwartet

Durch die aktuelle Entscheidung bleibt das vorgesehene Gästekartenkontingent unverändert. Damit können voraussichtlich rund 1.400 Fans des FC Rot-Weiß Erfurt das Derby im Ernst-Abbe-Sportfeld verfolgen.

Auch für den Heimbereich ergeben sich keine Änderungen. Die Südkurve bleibt entsprechend dem Sicherheitskonzept und dem Auflagenbescheid auf eine Kapazität von 800 Plätzen begrenzt.

Die Stadt Jena weist darauf hin, dass die vorhandenen Regelungen ausreichend Handlungsspielraum bieten, um auf Veränderungen der Sicherheitslage kurzfristig reagieren zu können. Der Auflagenbescheid ermöglicht ausdrücklich einzelfallbezogene Maßnahmen, sofern sich diese aufgrund einer gemeinsamen Gefahrenprognose aller beteiligten Stellen als notwendig erweisen.

Thüringenderby Jena: Sicherheitsentscheidung Gästekontingent. Foto: Frank Liebold (Archiv)
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Thüringenderby bleibt Begegnung mit erhöhtem Sicherheitsrisiko

Unabhängig von der Entscheidung zum Gästekontingent bewerten Stadt und Polizei das Thüringenderby weiterhin als Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko.

Grund hierfür ist die langjährige Rivalität zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt sowie den jeweiligen Fanszenen. Aus diesem Grund arbeiten sämtliche Sicherheitsbehörden eng zusammen, um den Spieltag umfassend vorzubereiten.

An der Sicherheitsplanung beteiligt sind:

  • die Ordnungs- und Genehmigungsbehörde der Stadt Jena,
  • die Feuerwehr einschließlich Rettungsdienst,
  • die Polizei Thüringen,
  • die Bundespolizei,
  • der gewerbliche Sicherheitsdienst,
  • der FC Carl Zeiss Jena sowie
  • der Stadionbetreiber.

Nach Angaben der Verantwortlichen wird die Sicherheitslage bis zum Spieltag kontinuierlich bewertet. Sollten neue Erkenntnisse vorliegen, können bestehende Maßnahmen jederzeit angepasst oder erweitert werden.

Derzeit keine angemeldeten Demonstrationen

Die Stadt Jena informiert außerdem darüber, dass aktuell keine Versammlungen oder Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Thüringenderby angemeldet wurden.

Dies betrifft sowohl mögliche Veranstaltungen von Anhängerinnen und Anhängern des FC Rot-Weiß Erfurt als auch des FC Carl Zeiss Jena.

Auch dieser Aspekt fließt in die fortlaufende Sicherheitsbewertung der beteiligten Behörden ein.

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Weitere Sicherheitsberatung vor dem Spieltag

Bereits am kommenden Montag findet eine weitere Sicherheitsberatung statt. Dort wollen die Verantwortlichen zusätzliche organisatorische Einzelheiten abstimmen und den Ablauf des Spieltags aus sicherheitstechnischer Sicht weiter vorbereiten.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Einsatzplanung der Sicherheitskräfte, organisatorische Abläufe rund um das Stadion sowie die Bewertung möglicher neuer Erkenntnisse.

Die Stadt Jena betont, dass sämtliche beteiligten Behörden auch am Spieltag selbst eng zusammenarbeiten werden. Ziel ist es, die Sicherheit der Zuschauerinnen und Zuschauer, der Mannschaften, der Beschäftigten im Stadion sowie der Bevölkerung in Jena bestmöglich zu gewährleisten.

Thüringenderby besitzt hohe regionale Bedeutung

Das Thüringenderby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Fußballbegegnungen in Thüringen. Die sportliche Rivalität der beiden Traditionsvereine sorgt regelmäßig für ein hohes Zuschauerinteresse und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen.

Vor diesem Hintergrund stimmen sich Stadtverwaltung, Polizei, Feuerwehr, Bundespolizei, Verein, Stadionbetreiber und Sicherheitsdienst bereits im Vorfeld intensiv ab. Die gemeinsame Gefahrenprognose bildet die Grundlage für sämtliche organisatorischen und ordnungsrechtlichen Entscheidungen.

Mit der aktuellen Einschätzung sehen die Verantwortlichen derzeit keine Veranlassung, das Gästekontingent zu reduzieren. Gleichzeitig wird betont, dass die Sicherheitslage bis zum Anpfiff fortlaufend beobachtet wird und bei Bedarf jederzeit weitere Maßnahmen ergriffen werden können.

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