Stadtrat stimmt zusätzlichen Wohnungen im dotSource Campus zu
Im geplanten dotSource Campus an der Saalbahnhofstraße in Jena können künftig 48 zusätzliche Wohnungen entstehen. Der Stadtrat der Stadt Jena hat am 30. September 2026 den 2. Nachtrag zum Durchführungsvertrag für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan VBB-J 46 „dotSource Campus“ beschlossen. Gleichzeitig fasste der Stadtrat seinen ersten „Bauturbo“-Beschluss. Damit wird die Grundlage geschaffen, die beiden obersten Etagen des Sockelgebäudes künftig für Wohnraum zu nutzen.
Ausgangspunkt der Änderung sind rund 2.000 Quadratmeter Bürofläche im 4. und 5. Obergeschoss. Dort waren ursprünglich Büroflächen für bis zu 200 Arbeitsplätze vorgesehen. Statt der gewerblichen Nutzung sollen in diesen Etagen nun 48 Wohnungen entstehen.
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dotSource Campus: Büroflächen werden zu Wohnungen
Das Nutzungskonzept des dotSource Campus wurde aufgrund veränderter Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt und der wirtschaftlichen Entwicklung überprüft. Ursprünglich waren im Büroteil des Projekts insgesamt rund 850 Arbeitsplätze vorgesehen.
Für den dotSource Campus wird künftig mit bis zu 650 Büroarbeitsplätzen gerechnet. Dadurch werden Flächen frei, die ursprünglich für die Büronutzung vorgesehen waren. Die Flächen im 4. und 5. Obergeschoss des Sockelgebäudes sollen deshalb nicht gewerblich genutzt, sondern in 48 Wohnungen umgewandelt werden.
Als einen Grund für die Anpassung nennt die Stadt die zunehmende Bedeutung von Homeoffice und mobilem Arbeiten. Gleichzeitig haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Dadurch hat sich auch der Bedarf an klassischen Büroarbeitsplätzen verändert.
Die geplante Umnutzung verbindet damit zwei Änderungen innerhalb des bestehenden Projekts. Die ursprünglich vorgesehene Bürofläche wird reduziert, während gleichzeitig zusätzliche Wohnungen im dotSource Campus entstehen können.
„Die Rahmenbedingungen für den Bedarf an Büroflächen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Mit der Anpassung des Nutzungskonzepts können wir auf diese Entwicklung reagieren und gleichzeitig zusätzlichen Wohnraum schaffen. Aus ursprünglich rund 2.000 Quadratmetern Bürofläche werden 48 Wohnungen, eine sinnvolle Weiterentwicklung des Projekts“, sagt Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Jena.
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Rechtskräftiger Bebauungsplan bleibt bestehen
Die Änderung des Nutzungskonzepts führt nicht zu einer Aufhebung des bestehenden vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Der rechtskräftige Bebauungsplan bleibt bestehen.
Angepasst wird stattdessen der seit 2024 bestehende Durchführungsvertrag. Die Änderung umfasst auch die Vorhabenbeschreibung. Für die neue Nutzung der Flächen werden zudem die neuen Regelungen des Baugesetzbuchs für den Wohnungsbau genutzt.
Dabei geht es um eine Abweichung vom vorhandenen Vorhaben- und Erschließungsplan. Die nun beschlossene Anpassung des Durchführungsvertrags schafft die Grundlage dafür, die beiden obersten Etagen des Sockelgebäudes anders zu nutzen als ursprünglich vorgesehen.
Für den dotSource Campus bedeutet die Entscheidung damit keine vollständige Neuplanung des Projekts. Die Änderung konzentriert sich auf die Nutzung der bislang vorgesehenen Büroflächen im 4. und 5. Obergeschoss.
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Bis zu 650 Büroarbeitsplätze statt ursprünglich rund 850
Mit der Anpassung verändert sich auch die Zahl der für den Büroteil vorgesehenen Arbeitsplätze. Ursprünglich waren dort insgesamt rund 850 Arbeitsplätze geplant. Nach der Überprüfung des Nutzungskonzepts wird künftig mit bis zu 650 Büroarbeitsplätzen gerechnet.
Die Differenz steht im Zusammenhang mit der Umnutzung der beiden obersten Etagen. Rund 2.000 Quadratmeter Bürofläche werden nicht mehr für Arbeitsplätze vorgesehen. An ihrer Stelle sollen 48 Wohnungen entstehen.
Damit verändert sich die Nutzung der betreffenden Flächen innerhalb des Sockelgebäudes. Während die oberen Etagen ursprünglich Teil des Bürobereichs waren, werden sie künftig für Wohnzwecke vorgesehen.
Der Stadtratsbeschluss umfasst neben der Anpassung des Durchführungsvertrags auch die Zustimmung zum entsprechenden Bauvorhaben. Gegenstand der Beschlussfassung war dabei die Umwandlung der Büroflächen in 48 Wohnungen.
Zehn Mitarbeiterwohnungen bleiben erhalten
Auch die vertragliche Regelung zu den Mitarbeiterwohnungen wird mit dem 2. Nachtrag angepasst. Der Anteil der für Mitarbeitende vorgesehenen Wohnungen sinkt von bisher 20 Prozent auf künftig 10 Prozent.
Trotz der prozentualen Veränderung bleibt die absolute Zahl der Mitarbeiterwohnungen unverändert. Weiterhin sind zehn Wohnungen für Mitarbeitende vorgesehen.
Grund dafür ist die gleichzeitig steigende Gesamtzahl der Wohnungen im Vorhaben. Durch die zusätzlichen 48 Wohnungen verändert sich die Berechnungsgrundlage. Der vertraglich vorgesehene Anteil wird zwar reduziert, die Zahl der konkret für Mitarbeitende vorgesehenen Wohnungen bleibt jedoch bei zehn Einheiten.
Damit enthält der 2. Nachtrag zum Durchführungsvertrag zwei wesentliche Änderungen. Zum einen wird die Nutzung von rund 2.000 Quadratmetern Bürofläche in 48 Wohnungen ermöglicht. Zum anderen wird die vertragliche Quote für Mitarbeiterwohnungen von 20 auf 10 Prozent angepasst, ohne die Zahl der dafür vorgesehenen zehn Wohnungen zu verändern.

Stadtrat beschließt Änderungen für den dotSource Campus
Die Entscheidung des Stadtrates vom 30. September 2026 schafft damit die Grundlage für die veränderte Nutzung der beiden obersten Etagen des Sockelgebäudes im dotSource Campus an der Saalbahnhofstraße.
Im Mittelpunkt steht die Umwandlung von ursprünglich vorgesehenen Büroflächen in 48 Wohnungen. Gleichzeitig wird das Nutzungskonzept für den Büroteil von ursprünglich rund 850 auf künftig bis zu 650 Büroarbeitsplätze angepasst.
Der rechtskräftige vorhabenbezogene Bebauungsplan VBB-J 46 „dotSource Campus“ bleibt bestehen. Geändert wird der seit 2024 bestehende Durchführungsvertrag einschließlich der Vorhabenbeschreibung. Mit dem Beschluss des Stadtrates ist zudem der erste „Bauturbo“-Beschluss der Stadt Jena verbunden.
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