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Gesunde Arbeit in Thüringen: Workshop an der EAH am 18.06.

Gesunde Arbeit in Thüringen: Netzwerk-Workshop in Jena zeigt Unternehmen konkrete Angebote zu Gesundheit, Pflege und Prävention.

Gesunde Arbeit in Thüringen: Workshop an der EAH am 18.06.2026. Prof. Dr. Heike Kraußlach bei der Eröffnungsrede Foto: Annika Hoppe // EAH Jena
Gesunde Arbeit in Thüringen: Workshop an der EAH am 18.06.2026. Prof. Dr. Heike Kraußlach bei der Eröffnungsrede Foto: Annika Hoppe // EAH Jena

Gesunde Arbeit in Thüringen: Netzwerk-Workshop zeigt Unterstützungsangebote für Unternehmen

Wie können Unternehmen ihre Beschäftigten dabei unterstützen, gesund, leistungsfähig und gut begleitet durch den Arbeitsalltag zu kommen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Netzwerk-Workshop „Unterstützungsangebote für gesunde Arbeit in Thüringen“, der am 18. Juni 2026 an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena stattfand. Rund 45 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Beratungseinrichtungen folgten der Einladung des Netzwerks Gesunde Arbeit in Thüringen (NGAT), des Zentrums Digitale Transformation Thüringen (ZeTT) sowie der AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen.

Die Veranstaltung bot einen Überblick über aktuelle Unterstützungsangebote für Unternehmen und zeigte anhand von Praxisbeispielen, wie Betriebe gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen gestalten können. Themen wie Schlafgesundheit, Suchtprävention, digitale Kompetenzen, Betriebliche Gesundheitsförderung und die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege standen dabei im Mittelpunkt.

Der Workshop machte zugleich deutlich, dass gesunde Arbeit zunehmend als Querschnittsaufgabe verstanden wird. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Beschäftigte in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen zu unterstützen. Netzwerke, Beratungsangebote und praxisnahe Instrumente können dabei eine wichtige Orientierung bieten.

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CSD Jena 2026: „Gemeinsam stark für queere (T)Räume“. Foto; Frank Liebold Fotografie, Jenafotografx
CSD Jena 2026: „Gemeinsam stark für queere (T)Räume“. Foto; Frank Liebold Fotografie, Jenafotografx

Kooperation stärkt Netzwerk für gesunde Arbeit in Thüringen

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Heike Kraußlach von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. In ihrem Beitrag stellte sie die im März 2026 geschlossene Kooperation zwischen dem Netzwerk Gesunde Arbeit in Thüringen, dem Zentrum Digitale Transformation Thüringen und der AOK PLUS vor.

Die Zusammenarbeit verfolgt das Ziel, Unternehmen künftig noch gezielter bei der Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen zu begleiten. Gleichzeitig soll der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Gesundheitswesen und betrieblicher Praxis weiter ausgebaut werden.

Prof. Dr. Kraußlach betonte die Bedeutung gemeinsamer Lösungsansätze:

„Maßnahmen für gesunde Arbeitsbedingungen können dann erfolgreich sein, wenn Wissenschaft, Krankenkassen, Beratungsstellen und Unternehmen gemeinsam denken und handeln. Somit entstehen Lösungen, die wirklich ankommen – für die Beschäftigten, für die Betriebe und eine gesunde Arbeitswelt in Thüringen.“

Darüber hinaus kündigte sie weitere gemeinsame Workshops und Austauschformate im Rahmen der Kooperation an.

JenaMedia – Veranstaltungstipp:

Lennart Schilgen, Liedkunst live am 23.09. im F-Haus Jena

Lennart Schilgen am 23.09. im F-Haus Jena - Liedkunst live. Foto: Marvin Ruppert
Lennart Schilgen am 23.09. im F-Haus Jena – Liedkunst live. Foto: Marvin Ruppert

Gesunder Schlaf als Grundlage für Leistungsfähigkeit

Einen praxisnahen Einstieg in das Programm lieferten Thomas Winkler und Michael Machts von der geborgenschlafen GmbH. In ihrem Vortrag „Ausgeschlafen in den Arbeitsalltag“ widmeten sie sich der Bedeutung von Schlaf und Erholung im beruflichen Kontext.

Im Fokus standen Zusammenhänge zwischen Schlafqualität, Konzentrationsfähigkeit und allgemeinem Wohlbefinden. Die Referenten zeigten auf, welche Rolle ausreichende Regeneration für die Leistungsfähigkeit von Beschäftigten spielt und warum das Thema Schlaf zunehmend Bestandteil moderner Gesundheitsstrategien in Unternehmen wird.

Die Ausführungen verdeutlichten, dass gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen auch Faktoren berücksichtigen sollten, die über den eigentlichen Arbeitsplatz hinausreichen.

Suchtprävention als wichtiger Bestandteil betrieblicher Gesundheitsförderung

Ein weiteres Themenfeld beleuchtete Katrin Schnell vom Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH. Unter dem Titel „Zwischen Fürsorge und Pflicht“ stellte sie verschiedene Unterstützungs- und Präventionsangebote für Unternehmen vor.

Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein sensibler Umgang mit möglichen Suchtproblemen im Arbeitsumfeld ist. Frühzeitige Unterstützung, klare Ansprechstrukturen und präventive Maßnahmen können dazu beitragen, Beschäftigte in schwierigen Situationen zu begleiten und betriebliche Risiken zu reduzieren.

Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in bestehende Beratungsangebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachstellen.

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Campus Day EAH Jena 2026: Exklusive Einblicke erhalten. Foto: Anna Schroll // EAH Jena
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Digitale Lernangebote unterstützen Unternehmen im Wandel

Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt war ein weiterer Schwerpunkt des Workshops. Lena Viertel und Norbert Jahn vom Zentrum Digitale Transformation Thüringen präsentierten verschiedene E-Learning-Module, die Unternehmen und Beschäftigte bei der Kompetenzentwicklung unterstützen sollen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei das E-Learning-Angebot zur Suchtprävention. Die Referierenden zeigten auf, wie digitale Lernformate flexibel eingesetzt werden können, um Wissen zu vermitteln und Veränderungsprozesse in Unternehmen zu begleiten.

In der anschließenden Pause hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, die vorgestellten Module selbst auszuprobieren und mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen.

Betriebliche Gesundheitsförderung und Praxisbeispiele im Fokus

Nach der Netzwerkpause rückte die Betriebliche Gesundheitsförderung stärker in den Mittelpunkt. Sebastian Weber von der AOK PLUS stellte unter dem Titel „AOK atWork – mit Innovation BGF gestalten“ verschiedene Unterstützungsangebote für Unternehmen vor.

Wie Gesundheitsförderung im Unternehmensalltag umgesetzt werden kann, zeigte anschließend Stefanie Hunold von der Linimed GmbH. In ihrem Vortrag berichtete sie über Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis und erläuterte Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung gesundheitsbezogener Maßnahmen.

Die Praxisperspektive ergänzte die zuvor vorgestellten theoretischen und beratungsorientierten Ansätze und machte deutlich, wie Gesundheitsförderung in Unternehmen konkret gestaltet werden kann.

Gesunde Arbeit in Thüringen: Workshop an der EAH am 18.06.2026. Prof. Dr. Heike Kraußlach bei der Eröffnungsrede Foto: Annika Hoppe // EAH Jena
Gesunde Arbeit in Thüringen: Workshop an der EAH am 18.06.2026. Prof. Dr. Heike Kraußlach bei der Eröffnungsrede
Foto: Annika Hoppe // EAH Jena

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gewinnt an Bedeutung

Den Abschluss des fachlichen Programms bildete ein Vortrag von Michael Hoffmann von der AOK PLUS. Unter dem Titel „Orientierung in der Pflege: Pflegelotse und Unterstützungsangebote“ stellte er Hilfsangebote für Beschäftigte und Unternehmen vor.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gehört zu den Themen, die in vielen Betrieben an Bedeutung gewinnen. Entsprechend groß war das Interesse an Informationen, die Orientierung bieten und Betroffene bei organisatorischen und praktischen Fragen unterstützen können.

Austausch und Vernetzung als zentrales Ergebnis des Workshops

Der Netzwerk-Workshop zeigte die Vielfalt der Unterstützungsangebote für gesunde Arbeit in Thüringen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nachhaltige Lösungen häufig im Zusammenwirken verschiedener Akteure entstehen.

Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Krankenkassen, Beratungsstellen und Unternehmen zusammen. Dadurch entstanden Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung über institutionelle Grenzen hinweg.

Beim abschließenden Get-together wurden die Impulse des Tages weiter vertieft. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und neue Ansätze für die eigene betriebliche Praxis mitzunehmen.

Mit der Veranstaltung setzte das Netzwerk ein weiteres Zeichen für die Bedeutung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen und für die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner bei der Gestaltung einer gesunden Arbeitswelt in Thüringen.

Info, EAH Jena | Fotos,  Annika Hoppe // EAH JenaVeranstaltungen im Eventkalender