Jena verbessert sich im Bitkom Smart City Index um sieben Plätze

Jena hat sich im bundesweiten Smart City Index des Digitalverbands Bitkom um sieben Plätze verbessert. Die Stadt erreicht mit 73,0 von 100 möglichen Punkten Rang 47 unter 83 untersuchten deutschen Großstädten. Unter den Städten mit 100.000 bis 149.999 Einwohnerinnen und Einwohnern belegt Jena Platz 5.

Was der Smart City Index misst

Der Smart City Index zeigt, wie weit die Digitalisierung in deutschen Großstädten vorangeschritten ist. Der Bitkom betrachtet dabei nicht nur einzelne digitale Angebote, sondern die Entwicklung der Städte in den Bereichen Verwaltung, Energie und Umwelt, Mobilität, IT und Kommunikation sowie Gesellschaft und Bildung. In die Bewertung fließen unter anderem digitale Verwaltungsleistungen, digitale Infrastrukturen, intelligente Mobilitätsangebote, Datenanwendungen sowie digitale Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten ein.

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Untersucht wurden alle deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Indexwerte basieren auf nachvollziehbaren Angaben der Kommunen und öffentlich zugänglichen Datenquellen. Alle 83 untersuchten Städte konnten eigene Daten bereitstellen und mit Quellen belegen.

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Das Jenaer Altstadtfest 2026 läuft seit einer Woche in der Jenaer Innenstadt und zieht nach Angaben von JenaKultur eine positive Zwischenbilanz. Rund zehntausende Gäste aus Jena und der Umgebung besuchten bislang das Festgelände mit Rummel und Marktbühne. Einen Rekordbesuch verzeichneten die Veranstalter beim Konzert der Kultband ROSA am Donnerstagabend.

Bürgermeister Koppe: Digitalisierung soll im Alltag ankommen

Benjamin Koppe, Bürgermeister und Dezernent für Digitalisierung der Stadt Jena, ordnet das Ergebnis ein: „Sieben Plätze nach vorn und Platz fünf unter den Städten unserer Größe sind ein starkes Signal. Es zeigt, dass Jena bei der Digitalisierung vorankommt und sich unsere Projekte und Investitionen zunehmend auch in einem bundesweiten Vergleich widerspiegeln. Für uns ist aber nicht der Platz im Ranking das eigentliche Ziel. Entscheidend ist, dass Digitalisierung bei den Menschen ankommt, den Alltag erleichtert und zugleich gute Rahmenbedingungen für einen modernen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort schafft.“

Der Index liefert für Jena eine Außenperspektive: Er zeigt eigene Stärken, verbleibendes Entwicklungspotenzial und Orientierung durch Erfahrungen anderer Städte. Die untersuchten Faktoren betreffen dabei unmittelbar die Attraktivität des Standortes für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Wissenschaft, Fachkräfte und Kooperationspartner.

Bitkom-Ranking: Jena klettert sieben Plätze nach oben. Foto: Stadt Jena
Bitkom-Ranking: Jena klettert sieben Plätze nach oben. Foto: Stadt Jena

Stärke bei Gesellschaft und Bildung

Besonders gut schneidet Jena in der Kategorie Gesellschaft und Bildung ab. Mit 86,3 Punkten erreicht die Stadt hier bundesweit Rang 23 und verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um zwölf Positionen. In diese Bewertung fließen unter anderem die Digitalisierung von Schulen, Digitalkompetenz, die lokale Digitalszene, Start-up-Strukturen, Coworking-Angebote und digitale Beteiligungsmöglichkeiten ein.

In der Kategorie Mobilität erreicht Jena 77,1 Punkte und liegt damit über dem Gesamtergebnis. In der Verwaltung erzielt die Stadt 75,9 Punkte, bei IT und Kommunikation 72,0 Punkte. Entwicklungspotenzial zeigt der Index im Bereich Energie und Umwelt, in dem Jena 53,5 Punkte erreicht.

Jena erreicht Platz 47 im bundesweiten Smart City Index. Foto: Illustration via KI
Jena erreicht Platz 47 im bundesweiten Smart City Index. Foto: Illustration via KI

Smart-City-Projekte in der Stadt

Jenas Abschneiden steht für eine kontinuierliche digitale Entwicklung, zu der das Smart City Projekt Jena beiträgt. Mit der urbanen Datenplattform „WISSENsAllmende“ entsteht eine städtische Dateninfrastruktur, über die Informationen gebündelt, verknüpft und für unterschiedliche Anwendungen nutzbar gemacht werden. Die Passantenfrequenzmessung in der Innenstadt zeigt beispielhaft, wie Daten helfen können, Nutzung und Veränderungen öffentlicher Räume besser zu verstehen.

Der ProbierLaden am Engelplatz hat sich mit persönlicher Beratung, Kursen und offenen Angeboten zu einer stark nachgefragten Anlaufstelle für digitale Fragen entwickelt. Der JEDI im Postcarrée schafft einen Ort für Innovation und Transfer, an dem Stadtgesellschaft, Digitalwirtschaft, Wissenschaft, Start-ups und Nachwuchs in Workshops und Hackathons zusammenkommen.

Dorothea Prell, Smart City Beauftragte und Gesamtprojektleiterin der Stadt Jena, erklärt: „Ein Ranking kann immer nur einen Ausschnitt der Entwicklung abbilden. Entscheidend ist für uns, was hinter den Zahlen steht: Entstehen Lösungen, die dauerhaft nutzbar sind? Erreichen wir unterschiedliche Menschen? Und gelingt es uns, Digitalisierung tatsächlich in den Alltag der Stadt zu bringen? Mit Projekten wie der WISSENsAllmende, dem ProbierLaden oder dem JEDI wird genau das konkret sichtbar.“

JenaMedia – Veranstaltungstipp:

Rose Nightclubbing Jena im Rosenkeller 19.09.2026

Rose Nightclubbing Jena: Fotografik: Illustration via KI
Rose Nightclubbing Jena: Fotografik: Illustration via KI

Rose Nightclubbing Jena wieder im Rosenkeller. Am Samstag, 19. September 2026, beginnt die Disko um 23 Uhr. Für den musikalischen Auftakt sorgen 1st floor: Just Dance von Secretary for Dance Affairs und 2nd floor: Fiesta Latina von DJ Dani

Ergebnis mit Augenmaß betrachtet

Die Abfrage des Smart City Index wurde in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Fragestellungen, Kriterien und Datenquellen sind daher nicht über alle Jahrgänge hinweg identisch. Der aktuelle Platzgewinn lässt sich deshalb nicht ausschließlich als Veränderung der tatsächlichen digitalen Leistungsfähigkeit interpretieren.

Für Jena ist das Ergebnis dennoch Bestätigung und Ansporn zugleich. Die Stadt will die Digitalisierung weiter vorantreiben und dabei darauf achten, dass digitale Lösungen einen konkreten Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft schaffen.

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