Paradiesbrücke Jena: Gleisbauarbeiten verzögern sich um mehrere Wochen
Die Gleisbauarbeiten an der Paradiesbrücke in Jena werden deutlich länger dauern als ursprünglich geplant. Grund sind erhebliche Schäden an der Drainage und der Gleisentwässerung, die der Jenaer Nahverkehr nach dem Entfernen der Gleise und der darunterliegenden Tragplatte festgestellt hat. Kamerabefahrungen und Spülversuche förderten den Befund zutage. Zusätzlich müssen sämtliche Straßeneinläufe auf der Brücke sowie Teile der Übergangskonstruktion zur Fahrbahn erneuert werden. Nur so lässt sich nach Angaben des Jenaer Nahverkehrs eine sichere Nutzung der Brücke gewährleisten. Die Arbeiten ruhen derzeit, während neue Planunterlagen erstellt und das notwendige Material beschafft werden. Betroffen sind vor allem die Fahrgäste der Straßenbahnlinien 1, 2, 4 und 5, für die vorerst der bisherige Baustellenfahrplan weitergilt.
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Hintergrund der Bauarbeiten
An der Paradiesbrücke laufen seit einiger Zeit Gleisbauarbeiten, die Teil einer umfassenderen Sanierung der Bahnanlagen in diesem Bereich sind. Im Zuge der Arbeiten wurden die vorhandenen Gleise sowie die darunterliegende Tragplatte entfernt, um den Untergrund freizulegen und für den weiteren Bauablauf vorzubereiten. Solche Eingriffe legen häufig den tatsächlichen Zustand einer Infrastruktur offen, der zuvor nicht sichtbar war. Genau das ist an der Paradiesbrücke geschehen: Erst nach dem Rückbau der Gleisebene zeigte sich das volle Ausmaß der Schäden an der darunterliegenden Entwässerung.
Entdeckte Schäden im Detail
Um den Zustand der Brücke genauer zu untersuchen, führte der Jenaer Nahverkehr Kamerabefahrungen und Spülversuche an der Entwässerung durch. Dabei kamen erhebliche Schäden an der Drainage und an der Gleisentwässerung zum Vorschein. Betroffen sind demnach nicht nur einzelne Bauteile, sondern auch alle Straßeneinläufe auf der Brücke. Zudem müssen Teile der sogenannten Übergangskonstruktion, die den Übergang zwischen Brückenbauwerk und Fahrbahn bildet, in Teilen erneuert werden. Diese Bauteile sind für die Ableitung von Wasser und damit für die langfristige Substanz der Brücke von zentraler Bedeutung. Bleiben sie beschädigt, drohen Folgeschäden am Bauwerk. Der Jenaer Nahverkehr betont, dass nur eine vollständige Erneuerung der betroffenen Bauteile eine sichere Nutzung der Paradiesbrücke dauerhaft gewährleisten kann.
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Zusatzarbeiten bedeuten Stillstand und längere Bauzeit
Wegen der neu entdeckten Schäden ruhen die eigentlichen Gleisbauarbeiten an der Brücke derzeit. In dieser Phase werden neue Planunterlagen erstellt, die den zusätzlichen Reparaturbedarf berücksichtigen. Parallel dazu muss das benötigte Material für die Erneuerung von Entwässerung, Straßeneinläufen und Übergangskonstruktion beschafft werden. Beides braucht Zeit, sodass sich die Gesamtbauzeit an der Paradiesbrücke spürbar verlängert. Nach Einschätzung des Jenaer Nahverkehrs ist von einer Bauverzögerung von mehreren Wochen auszugehen. Ein Vorziehen einzelner Arbeitsschritte oder ein paralleles Arbeiten in einem anderen Baufeld ist nach Angaben des Unternehmens nicht möglich. Die Arbeiten können demnach erst fortgesetzt werden, wenn der Gleisunterbau einschließlich Drainage und Entwässerung vollständig und regelgerecht hergestellt ist.
Baustellenfahrplan für Linien 1, 2, 4 und 5 gilt weiter
Für Fahrgäste des Jenaer Nahverkehrs ändert sich zunächst nichts an der bestehenden Verkehrsführung. Bis neue Erkenntnisse zum weiteren Bauablauf vorliegen, gilt der bisherige Baustellenfahrplan für die Straßenbahnlinien 1, 2, 4 und 5 unverändert weiter. Der Jenaer Nahverkehr kündigte an, über den weiteren Fortgang der Arbeiten und mögliche Anpassungen zu informieren, sobald belastbare Informationen vorliegen. Wer sich zusätzlich informieren möchte, findet weiterführende Details auf der Internetseite des Unternehmens unter www.stadtwerke-jena.de/gleisbau-paradies. Ein aktuelles Baustellenupdate mit weiteren Einblicken in den Bauablauf hat der Jenaer Nahverkehr zudem als Video veröffentlicht, abrufbar unter diesem Link.

Sperrung der Knebelstraße bleibt bestehen
Auch die halbseitige Sperrung der Knebelstraße bleibt vorerst bestehen. Der gesperrte Straßenbereich wird weiterhin zur Zwischenlagerung des Schienenmaterials benötigt. Gleichzeitig muss dort Baufreiheit für den geplanten Umbau der Haltestelle gewährleistet sein. Eine Aufhebung der Sperrung ist daher unabhängig vom Fortschritt der Reparaturarbeiten an der Brücke derzeit nicht vorgesehen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Anwohnerinnen und Anwohner im Bereich der Knebelstraße bedeutet das, sich weiterhin auf die eingeschränkte Verkehrsführung einzustellen.
Wie es an der Paradiesbrücke konkret weitergeht, hängt von der Fertigstellung der neuen Planunterlagen und der Beschaffung des benötigten Materials ab. Erst wenn beides vorliegt, können die Reparaturarbeiten an Drainage, Straßeneinläufen und Übergangskonstruktion beginnen. Der Jenaer Nahverkehr hat angekündigt, die Öffentlichkeit über den weiteren Bauablauf auf dem Laufenden zu halten, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin bittet das Unternehmen die Fahrgäste sowie Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für die entstehenden Einschränkungen.
Weiterführende Links und Informationen
- Weitere Informationen: www.stadtwerke-jena.de/gleisbau-paradies
- Baustellenupdate (Video): https://youtube.com/shorts/_YfF3AiwFV0
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