Jenaer Philharmonie stellt Spielzeit 2026/2027 vor

Die Jenaer Philharmonie hat ihr Konzertprogramm für die Spielzeit 2026/2027 vorgestellt. Unter dem Schwerpunkt „Planet Dvořák“ widmet sich das Orchester dem tschechischen Komponisten Antonín Dvořák und verbindet dessen Werke mit Musik anderer Epochen und Stilrichtungen. Die neue Saison umfasst Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Chorprojekte, Gastspielreisen sowie neue Veranstaltungsformate für unterschiedliche Zielgruppen.

Das Programm wurde im Volkshaus Jena präsentiert. Die Saison beginnt offiziell am 13. September 2026 mit einem kostenfreien Eröffnungskonzert zum Tag des offenen Denkmals. Veranstaltungsort ist der Ernst-Abbe-Saal im Volkshaus Jena. Beginn ist um 15 Uhr.

Beeindruckende Spielzeit 2026/2027 der Jenaer Philharmonie. Foto: Martin Feibicke, Jenaer Philharmonie
Beeindruckende Spielzeit 2026/2027 der Jenaer Philharmonie. Foto: Martin Feibicke, Jenaer Philharmonie

Antonín Dvořák prägt die neue Konzertsaison

Nach dem Schostakowitsch-Schwerpunkt der laufenden Spielzeit rückt nun die Musik von Antonín Dvořák in den Mittelpunkt. Das Motto „Natur und Heimat“ bildet den thematischen Rahmen der Saison.

Generalmusikdirektor Simon Gaudenz beschreibt den Schwerpunkt als bewusste programmatische Entscheidung: „Ein weiteres wichtiges Wort im Zusammenhang mit Dvořák ist Geborgenheit. Nach der intensiven Beschäftigung mit Schostakowitsch wollten wir Musik in den Mittelpunkt stellen, die Wärme und Nähe vermittelt.“

Aufgeführt werden sowohl bekannte Werke als auch selten gespielte Kompositionen Dvořáks. Dazu zählen die Sinfonische Dichtung „Der Wassermann“, das „Scherzo capriccioso“, die Konzertouvertüre „Othello“, die 8. Sinfonie sowie das Violoncellokonzert h-Moll. Auch das Dvořák-Requiem steht im Programm des chorsinfonischen Konzerts im November 2026.

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Internationale Künstler prägen das Konzertprogramm

Als Artist in Residence begrüßt die Jenaer Philharmonie in der kommenden Saison den Klarinettisten Daniel Ottensamer. Der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker wird in vier Konzertprojekten mitwirken.

Geplant sind unter anderem Aufführungen der Klarinettenkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart und Aaron Copland. Gemeinsam mit dem Cellisten Stephan Koncz gestaltet Ottensamer zudem ein sogenanntes Play-&-Conduct-Konzert.

Auch weitere renommierte Solistinnen und Solisten prägen die Saison. Erwartet werden unter anderem der Bariton Benjamin Appl, die Sopranistin Christina Landshamer, der Geiger Vadim Gluzman sowie die Pianisten Elisabeth Brauß und William Youn.

Als Artist in Residence begrüßt die Jenaer Philharmonie in der kommenden Saison den Klarinettisten Daniel Ottensamer. Foto: Andrej Grilc
Als Artist in Residence begrüßt die Jenaer Philharmonie in der kommenden Saison den Klarinettisten Daniel Ottensamer. Foto: Andrej Grilc

Neue Konzertformate und genreübergreifende Projekte

Die Jenaer Philharmonie setzt auch 2026/2027 auf Formate außerhalb klassischer Konzertabläufe. Das After-Work-Format „360°“ bleibt fester Bestandteil des Programms. Hier sitzt das Publikum mitten im Orchester und erlebt die Musik aus unmittelbarer Nähe.

Ebenfalls fortgeführt werden die „Black Box“-Konzerte im Kassablanca. Musikerinnen und Musiker der Philharmonie kombinieren dort klassische Musik mit anderen Kunstformen und gesellschaftlichen Themen.

Mit „Philharmonie trifft …“ setzt das Orchester seine genreübergreifenden Kooperationen fort. In der kommenden Saison steht eine Zusammenarbeit mit dem Duo Stiehler/Lucaciu auf dem Programm.

Neu eingeführt wird das Veranstaltungsformat „Jena tanzt“ am 6. Februar 2027. Der Ernst-Abbe-Saal verwandelt sich dabei in einen Tanzsaal mit Walzern, Discofox und lateinamerikanischen Rhythmen. Die Veranstaltung richtet sich an tanzinteressierte Besucher aller Altersgruppen. Der Vorverkauf beginnt im Dezember 2026.

Bewegende Konzertsaison der Jenaer Philharmonie. Foto: Christoph Worsch // JenaKultur
Bewegende Konzertsaison der Jenaer Philharmonie. Foto: Christoph Worsch // JenaKultur

Chöre und Nachwuchsarbeit bleiben wichtiger Bestandteil

Die drei Chöre der Philharmonie bleiben eng in die Saison eingebunden. Der Philharmonische Chor widmet sich neben dem Dvořák-Requiem auch selten aufgeführten Werken wie „These things shall be“ von John Ireland.

Der Madrigalkreis plant unter Leitung von Berit Walther Auftritte beim internationalen Chorfest in Magdeburg sowie ein A-cappella-Programm in Mitteldeutschland.

Der Knabenchor der Jenaer Philharmonie feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumskonzert am 12. September werden Partnerchöre aus mehreren Regionen Deutschlands erwartet. Zudem plant der Chor eine Konzertreise durch Norddeutschland, Dänemark und Schweden.

Jena beteiligt sich an der Liszt Biennale Thüringen

Im Jahr 2027 übernimmt Jena die Rolle als Host Town der Liszt Biennale Thüringen. Das Festival widmet sich der Musik des 19. Jahrhunderts und dem Wirken von Franz Liszt in Thüringen.

Die Jenaer Philharmonie gestaltet gemeinsam mit mehreren Chören die Förderpreis-Gala am 14. Mai 2027. Dabei wird der Franz-Liszt-Förderpreis an den Pianisten Kevin Chen verliehen.

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Gastspielreisen führen das Orchester durch Europa

Neben den Konzerten in Jena sind auch Gastspiele in mehreren Städten geplant. Reisen führen das Orchester unter anderem nach Basel, La Chaux-de-Fonds, Worms, Friedrichshafen und Dortmund.

Bei diesen Konzerten arbeitet die Philharmonie mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern zusammen. Dazu gehören unter anderem die Violinistin Arabella Steinbacher sowie die Klarinettistin Annelien Van Wauwe.

Ticketverkauf startet im Sommer 2026

Der Verkauf der Festabonnements beginnt am 31. Juli 2026 und läuft bis zum 17. September 2026. Wahlabonnements und Einzeltickets sind ab dem 10. August erhältlich.

Tickets gibt es über die Jena Tourist-Information sowie online über die offizielle Website der Philharmonie.

Jenaer Philharmonie

Saisonbuch und Konzertübersicht 2026/2027

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Fotos, C.Worsch // Jenaer Philharmonie, Andrej Grilc und Martin Feibicke