Empfang für Gäste aus Frankreich: Städtepartnerschaft zwischen Cospeda und Plomeur besteht seit 30 Jahren

Die Städtepartnerschaft zwischen Cospeda und der französischen Gemeinde Plomeur feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass empfing Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche eine Delegation aus Frankreich im Historischen Rathaus. Der Besuch ist Teil eines langjährigen Austauschs, der seit drei Jahrzehnten durch regelmäßige Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern beider Gemeinden geprägt wird.

Rund 20 Gäste aus Plomeur verbringen derzeit eine Woche in Jena und der Region. Untergebracht sind sie in Gastfamilien in Cospeda und Umgebung. Das Besuchsprogramm umfasst zahlreiche kulturelle und historische Stationen und steht beispielhaft für die enge Verbindung, die über viele Jahre hinweg gewachsen ist.

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Drei Jahrzehnte deutsch-französischer Austausch

Die Partnerschaft zwischen Plomeur und Cospeda wurde offiziell im Jahr 1993 begründet. Damit entstand die Verbindung noch vor der Eingemeindung Cospedas nach Jena. Seitdem besuchen sich die Partnergemeinden im jährlichen Wechsel und organisieren gemeinsame Programme, die den persönlichen Austausch fördern und den Blick auf Kultur, Geschichte und Alltag im jeweiligen Partnerland ermöglichen.

Das 30-jährige Jubiläum markiert einen wichtigen Meilenstein dieser Zusammenarbeit. Der regelmäßige Kontakt zwischen den Bürgerinnen und Bürgern hat dazu beigetragen, dauerhafte Freundschaften aufzubauen und die Beziehungen zwischen den beiden Gemeinden über Generationen hinweg zu festigen.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche würdigte beim Empfang im Historischen Rathaus insbesondere das langjährige Engagement der Beteiligten. „Diese Partnerschaft lebt vom Einsatz der Menschen, die sie seit vielen Jahren tragen und gestalten“, betonte er. Zugleich hob er hervor, dass internationale Freundschaften durch persönliche Begegnungen entstehen und erhalten werden.

Umfangreiches Programm in Jena und der Region

Der Empfang im Rathaus bildete einen Höhepunkt eines einwöchigen Aufenthaltsprogramms. Für die Gäste aus Frankreich wurden zahlreiche Besichtigungen und Veranstaltungen organisiert.

Geplant waren unter anderem eine Führung durch das Schloss Dornburg, Besuche des Naumburger Doms sowie der Sektmanufaktur Naumburg. Darüber hinaus standen kulturelle Programmpunkte in Jena und Cospeda auf dem Plan. Dazu gehörten ein Chorkonzert in der Kirche Cospeda, eine Führung durch die Krypta der Stadtkirche St. Michael sowie ein Rundgang durch das Hauptgebäude der Universität Jena.

Mit der Auswahl dieser Programmpunkte erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Geschichte, Kultur und Traditionen der Region. Gleichzeitig entstehen zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Gespräche und Begegnungen zwischen den Gästen und ihren Gastgebern.

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Gastfamilien stärken persönliche Begegnungen

Ein zentrales Element der Städtepartnerschaft bleibt die Unterbringung in Gastfamilien. Die französischen Gäste wohnen während ihres Aufenthalts direkt bei Familien in Cospeda und Umgebung. Dadurch entsteht ein unmittelbarer Austausch, der über offizielle Programmpunkte hinausgeht.

Viele der Beteiligten pflegen seit Jahren persönliche Kontakte. Die regelmäßigen Besuche ermöglichen es, bestehende Freundschaften zu vertiefen und neue Verbindungen zu knüpfen. Gerade diese Begegnungen im privaten Umfeld gelten als wesentliche Grundlage für das langfristige Bestehen der Partnerschaft.

Im Juni 2025 hatte zuletzt eine Gruppe aus Jena die französische Partnergemeinde Plomeur besucht. Der aktuelle Aufenthalt stellt den turnusmäßigen Gegenbesuch dar und setzt die langjährige Tradition des Austauschs fort.

Ehrenamtliches Engagement trägt die Partnerschaft

Getragen wird die Städtepartnerschaft maßgeblich durch den Partnerschaftsverein Freunde von Plomeur e. V. Die Vereinsmitglieder organisieren seit vielen Jahren Begegnungen, Reisen und gemeinsame Aktivitäten. Ihr ehrenamtlicher Einsatz schafft die organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass der Austausch kontinuierlich fortgeführt werden kann.

Die Arbeit des Vereins reicht dabei weit über einzelne Besuche hinaus. Sie umfasst die Pflege persönlicher Kontakte, die Vorbereitung von Programmen sowie die Förderung des Verständnisses zwischen den Menschen beider Gemeinden.

Nach Einschätzung der Beteiligten ist dieses Engagement ein wesentlicher Grund dafür, dass die Verbindung zwischen Plomeur und Cospeda seit mittlerweile drei Jahrzehnten Bestand hat.

30 Jahre Plomeur: Starkes Zeichen der Städtepartnerschaft. Foto: Stadt Jena
30 Jahre Plomeur: Starkes Zeichen der Städtepartnerschaft. Foto: Stadt Jena

Städtepartnerschaft als Beitrag zur europäischen Verständigung

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Plomeur und Cospeda steht beispielhaft für den kommunalen Austausch innerhalb Europas. Während internationale Beziehungen häufig auf staatlicher Ebene betrachtet werden, entstehen viele Verbindungen direkt zwischen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

Die Städtepartnerschaft fördert den kulturellen Austausch und schafft Möglichkeiten, unterschiedliche Lebensweisen kennenzulernen. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen.

Mit dem aktuellen Jubiläumsbesuch wird diese Tradition fortgeführt. Die Begegnungen in Jena und Cospeda zeigen, wie kommunale Partnerschaften über Jahrzehnte hinweg bestehen können und welchen Beitrag engagierte Bürgerinnen und Bürger zur europäischen Verständigung leisten.

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