Standortmarketing Thüringen: Universität Jena und LEG bündeln Kräfte

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) wollen ihre internationalen Aktivitäten künftig enger miteinander verzahnen. Grundlage dafür ist ein Memorandum of Understanding, das am 9. Juni 2026 unterzeichnet wurde. Ziel der Vereinbarung ist es, Thüringen international als attraktiven Wissenschafts-, Innovations- und Wirtschaftsstandort sichtbarer zu machen und neue Impulse für Kooperationen zwischen Forschung, Wirtschaft und regionaler Entwicklung zu setzen.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Gewinnung internationaler Talente, Fachkräfte, Forschender und Unternehmen sowie die stärkere Vernetzung bestehender internationaler Kontakte. Beide Partner wollen ihre jeweiligen Kompetenzen bündeln, um Thüringen im internationalen Wettbewerb um Investitionen, Innovationen und qualifizierte Arbeitskräfte noch besser zu positionieren.

Die Vereinbarung unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Kooperationen für die Entwicklung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit dazu beitragen, die Sichtbarkeit Thüringens auf wichtigen internationalen Märkten und in wissenschaftlichen Netzwerken auszubauen.

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Gemeinsame Kompetenzen für die Entwicklung des Standorts Thüringen

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena zählt zu den international vernetzten Hochschulen Deutschlands. Mit ihren Forschungsaktivitäten, internationalen Partnerschaften und ihrer Bedeutung als Studienstandort verfügt sie über weitreichende Kontakte in Wissenschaft und Forschung.

Die LEG Thüringen bringt ihre Erfahrungen im internationalen Standortmarketing, bei Investitions- und Ansiedlungsprojekten sowie im Aufbau wirtschaftlicher Netzwerke in die Partnerschaft ein. Als zentrale Einrichtung für Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung begleitet sie Unternehmen bei Investitionsvorhaben und unterstützt die internationale Positionierung des Freistaats.

Beide Institutionen sehen insbesondere an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und regionaler Entwicklung erhebliche Potenziale. Die neue Kooperation soll dazu beitragen, bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen und neue internationale Kontakte für Thüringen zu erschließen.

Neue Veranstaltungsformate fördern Austausch zwischen Forschung und Unternehmen

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf dem Ausbau direkter Kontakte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Geplant sind verschiedene Veranstaltungs- und Austauschformate, die den Wissenstransfer und die Vernetzung fördern sollen.

Dazu gehören Pitch-&-Match-Veranstaltungen, bei denen Forschungseinrichtungen und Unternehmen miteinander in Kontakt treten können. Ergänzt werden diese Formate durch sogenannte „Science meets Industry“-Abende sowie gemeinsame Weiterbildungsangebote.

Darüber hinaus sollen neue Kooperationen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation entstehen. Der Austausch von Erfahrungen und bewährten Ansätzen aus internationalen Projekten bildet einen weiteren Bestandteil der Zusammenarbeit.

Die Partner erwarten, dass durch diese Aktivitäten neue Kontakte entstehen und bestehende Kooperationen ausgebaut werden können. Gleichzeitig sollen Unternehmen stärker von wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren und Forschungseinrichtungen neue Anwendungsfelder erschließen.

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Fokus auf bestehende Netzwerke in den USA, Indien und Japan

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Regionen, in denen Universität und LEG bereits über etablierte Kontakte verfügen. Dazu zählen die USA, Indien und Japan. In diesen Ländern bestehen langjährige wissenschaftliche und wirtschaftliche Beziehungen, die nun gemeinsam weiterentwickelt werden sollen.

Neue Möglichkeiten ergeben sich insbesondere durch die Aufnahme der Universität Jena als assoziiertes Mitglied in das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) New York. Die Mitgliedschaft eröffnet zusätzliche Chancen für internationale Kooperationen und den Ausbau transatlantischer Netzwerke.

Gemeinsam mit der Geschäftsstelle des Auslandsbeauftragten der LEG in Naperville im US-Bundesstaat Illinois sollen bestehende Kontakte vertieft und neue Partnerschaften aufgebaut werden. Ziel ist es, den Austausch mit Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Fachkräften weiter zu intensivieren.

Afrika rückt stärker in den Fokus internationaler Aktivitäten

Neben den bestehenden Schwerpunktregionen wollen Universität und LEG auch Potenziale in verschiedenen afrikanischen Regionen prüfen. Geplant sind gemeinsame Erkundungsmissionen, um Möglichkeiten für wissenschaftliche Kooperationen, Fachkräftegewinnung und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu identifizieren.

Afrikanische Länder gewinnen zunehmend an Bedeutung für internationale Forschungsprojekte und wirtschaftliche Partnerschaften. Durch frühzeitige Kontakte und gemeinsame Initiativen sollen neue Perspektiven für Thüringer Einrichtungen und Unternehmen erschlossen werden.

Die Partner sehen darin die Chance, internationale Beziehungen langfristig auszubauen und neue Kooperationsfelder zu entwickeln.

Kooperation für internationales Standortmarketing Thüringen.  Uni-Präsident Prof. Dr. Andreas Marx (l.) und LEG-Geschäftsführer Andreas Krey mit der unterzeichneten Erklärung. Foto: J. Scheere // Uni Jena
Kooperation für internationales Standortmarketing Thüringen. Uni-Präsident Prof. Dr. Andreas Marx (l.) und LEG-Geschäftsführer Andreas Krey mit der unterzeichneten Erklärung. Foto: J. Scheere // Uni Jena

Partner sehen großes Potenzial für Thüringens internationale Sichtbarkeit

Universitätspräsident Prof. Dr. Andreas Marx betont die Bedeutung der neuen Zusammenarbeit für die internationale Wahrnehmung des Freistaats. Die Universität bringe ihre Forschungsstärke, internationale Netzwerke und qualifizierte Talente in die Partnerschaft ein. Dadurch entstünden zusätzliche Möglichkeiten, Wissenschaft, Wirtschaft und regionale Entwicklung enger miteinander zu verbinden.

Auch LEG-Geschäftsführer Andreas Krey verweist auf die Bedeutung gemeinsamer Netzwerke. Die Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Vermarktung eines Standorts seien komplexe Aufgaben, die eine enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure erforderten. Die Partnerschaft mit der Friedrich-Schiller-Universität schaffe dafür neue Voraussetzungen.

Langfristige Perspektiven für Wissenschaft und Wirtschaft

Mit dem Memorandum of Understanding setzen die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die LEG Thüringen auf eine langfristig angelegte Zusammenarbeit. Die Bündelung internationaler Aktivitäten soll dazu beitragen, neue Fachkräfte, Forschende, Unternehmen und Investitionen für Thüringen zu gewinnen.

Gleichzeitig stärkt die Kooperation die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und schafft zusätzliche Möglichkeiten für Innovationen und internationale Partnerschaften. Vor dem Hintergrund des globalen Wettbewerbs um Talente, Forschungskompetenz und Investitionen gewinnt eine solche Vernetzung zunehmend an Bedeutung.

Die neue Vereinbarung markiert damit einen weiteren Schritt, um Thüringen international als leistungsfähigen Wissenschafts-, Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren und die internationale Sichtbarkeit des Freistaats nachhaltig auszubauen.

Info, UNI Jena | Foto – Abbildung Kai Papenfort und Liana Franke-Opitz // Uni Jena | Veranstaltungen im Eventkalender