Erasmus+ stärkt internationale Kooperationen der Universität Jena

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena erhält in der aktuellen Erasmus+-Förderrunde rund 1,8 Millionen Euro. Es ist die höchste Fördersumme, die der Universität im Rahmen der entsprechenden Erasmus+-Programme in den vergangenen zehn Jahren bewilligt wurde. Die Mittel sollen internationale Mobilität von Forschenden und Studierenden ermöglichen, bestehende Kooperationen pflegen und neue Partnerschaften eröffnen.

Hintergrund

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport und unterstützt unter anderem Auslandsaufenthalte von Studierenden und Forschenden sowie die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen. „Erasmus+ stärkt die Mobilität von Forschenden und Studierenden aber auch die Pflege bestehender Kooperationen und eröffnet neue Partnerschaften in Europa und weltweit“, sagt Dr. Claudia Hillinger, Leiterin des Internationalen Büros der Universität Jena. Erasmus+ trage zudem zum Ausbau von Exzellenz bei: Internationale Erfahrungen, der Austausch von Wissen und die Zusammenarbeit mit starken Partnerinstitutionen stärkten Forschung und Lehre und schafften neue Impulse für gemeinsame Projekte.

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Mit der aktuellen Förderrunde erweitert die Universität Jena ihr internationales Erasmus+-Netzwerk. Erstmals kommt mit Kuba ein Partnerland aus der Karibik hinzu. Weitere bewilligte Partnerregionen sind Asien und der Pazifikraum, die USA und Kanada, der Westliche Balkan, der Südliche Mittelmeerraum sowie die Östliche Nachbarschaft, zu der beispielsweise die Ukraine, die Republik Moldau und die Kaukasusregion zählen.

Für Studierende der Universität Jena stärkt ein Auslandsaufenthalt internationale und persönliche Kompetenzen und damit auch die Employability. Umgekehrt können internationale Studierende und Forschende die Universität Jena und den Wissenschaftsstandort vor Ort kennenlernen – und so langfristig für ein Studium oder eine Forschungstätigkeit in Jena gewonnen werden.

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Bedeutung und Auswirkungen

Wie aus der Förderung konkrete Zusammenarbeit entsteht, zeigt ein aktuelles Beispiel: Ende August nahm eine Delegation der V. N. Karazin Kharkiv National University mit fünf Wissenschaftlern und zehn Studierenden an der EMIMEP Summer School am Abbe Center of Photonics der Universität Jena teil. Im Mittelpunkt der Summer School standen Mikrowellenelektronik und Photonik. Beide Themenfelder verbinden die Universität Jena mit ihren europäischen Partnern im internationalen Masterprogramm EMIMEP, dem „European Master for Industry in Microwave Electronics and Photonics“. An dem Erasmus-Mundus-Studiengang sind Hochschulen aus Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland beteiligt.

Die Förderung ermöglichte den persönlichen Austausch und stärkte eine bereits bestehende Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten. „Internationale Kooperation entsteht nicht allein auf dem Papier, sondern durch persönliche Begegnungen. Erasmus+ schafft genau diese Möglichkeiten – und stärkt damit Jena als offenen und international vernetzten Wissenschaftsstandort“, sagt Irene Weinzierl, Koordinatorin des internationalen Masterstudiengangs EMIMEP an der Universität Jena.

Auch für die ukrainische Seite ist der Austausch von großer Bedeutung. Prof. Volodymir Tuz, Professor für Theoretische Radiophysik an der V. N. Karazin Kharkiv National University und Leiter der Delegation, sieht in der Partnerschaft mit Jena wichtige Perspektiven für die Zukunft: „Unsere Partnerschaft und Freundschaft mit unseren Erasmus+-Partnern eröffnet wichtige Perspektiven, um unsere Zusammenarbeit mit Jena sowohl in der Forschung als auch in der Ausbildung weiter zu vertiefen.“

Erasmus+: Uni Jena erhält 1,8 Millionen Euro Rekordförderung. Durch die Förderung von Erasmus+ nahmen auch Studierende und Forschende aus dem ukrainischen Charkiw an der EMIMEP Summer School am Abbe Center of Photonics der Universität Jena teil. Foto: Nicole Nerger // Uni Jena
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Weitere Informationen

Die EMIMEP Summer School soll nicht der Endpunkt der Zusammenarbeit zwischen Jena und Charkiw bleiben. Beide Universitäten arbeiten bereits an einer weiteren Vertiefung ihrer Kooperation in Forschung und Innovation. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Bereiche Physik, Photonik und Quantentechnologien.

Mit der Erasmus+-Förderung in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro schafft die Universität Jena die Grundlage für weitere internationale Mobilität in den kommenden Jahren. Über die reine Förderung von Austauschaufenthalten hinaus entstehen daraus, wie das Beispiel der Zusammenarbeit mit der V. N. Karazin Kharkiv National University zeigt, langfristige Kooperationen zwischen Menschen und Institutionen in Studium, Forschung und Innovation.

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Info, UNI Jena | Foto, Nicole Nerger // UNI Jena | Veranstaltungen im Eventkalender