Demokratie verteidigen: Jena solidarisch ruft zu Protest gegen AfD-Veranstaltung in Lobeda-West auf
Das Bündnis Jena solidarisch ruft für Dienstag, 27. Oktober 2026, zu einer Demonstration gegen einen geplanten Bürgerdialog der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag mit Björn Höcke, Elisabeth Mengel-Stähle und Denny Jankowski auf. Der Protest beginnt um 16 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am KuBuS in der Theobald-Renner-Straße in Jena-Lobeda-West. Mit Musik und Redebeiträgen will das Bündnis ein Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit, Menschenwürde und Solidarität setzen. Die Abschlusskundgebung vor dem Stadtteilzentrum LISA ist ab etwa 18 Uhr vorgesehen und soll bis 20 Uhr dauern.
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Demonstration gegen AfD-Bürgerdialog in Lobeda-West
Anlass für den Aufruf ist eine von der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag geplante Veranstaltung im Stadtteilzentrum LISA. Bei dem sogenannten Bürgerdialog sollen Björn Höcke, Elisabeth Mengel-Stähle und Denny Jankowski auftreten.
Jena solidarisch organisiert dagegen einen friedlichen Protest. Das Bündnis ruft Menschen aus Jena und der Region dazu auf, gemeinsam für demokratische Werte und die Achtung der Menschenwürde einzutreten.
Theresa Ertel, die seit Beginn bei Jena solidarisch aktiv ist und zum Organisationsteam der Demonstration gehört, betont die Bedeutung des gemeinsamen Engagements: „Demokratie lebt davon, dass Menschen Haltung zeigen und sich füreinander einsetzen. Wir wollen deutlich machen, dass Menschenwürde und Menschenrechte nicht verhandelbar sind. Dafür gehen wir auf die Straße – gemeinsam, solidarisch und friedlich“.
Auch Tobias Birk, der ebenfalls seit der Gründung im Bündnis aktiv ist und die Demonstration mitorganisiert, hebt den Anspruch des Protests hervor: „Wir wollen zeigen, dass wir als Stadtgesellschaft zusammenstehen, wenn demokratische Grundwerte unter Druck geraten. Unser Protest richtet sich gegen verfassungsfeindliche Ideologien, die auf die Ausgrenzung all derer gerichtet ist, die nicht in das Menschenbild von Rechtsextremen passen.“

Ablauf der Demonstration am 27. Oktober 2026
Der Protest ist für den Nachmittag und Abend in Lobeda-West geplant. Die Demonstration führt vom KuBuS durch den Stadtteil bis zum Umfeld des Stadtteilzentrums LISA.
Der Ablauf sieht drei Kundgebungen vor:
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16 Uhr: Auftaktkundgebung am KuBuS in der Theobald-Renner-Straße
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Gegen 16.15 Uhr: Start des Demonstrationszugs durch Lobeda-West
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Im weiteren Verlauf: Zwischenkundgebung hinter dem Stadtteilzentrum LISA
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Gegen 18 Uhr: Beginn der Abschlusskundgebung vor dem LISA
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Bis 20 Uhr: Geplantes Ende der Abschlusskundgebung
Bei allen drei Kundgebungen sind Musik und Redebeiträge vorgesehen. Damit verbindet das Bündnis den Demonstrationszug mit mehreren Gelegenheiten, seine Anliegen öffentlich zu formulieren.
Musik und Redebeiträge begleiten den Protest
Zum musikalischen Programm gehört unter anderem ein Auftritt von Von Bergamon. Darüber hinaus sind Redebeiträge verschiedener gesellschaftlicher Akteure angekündigt.
Zu den genannten Rednern gehört der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Außerdem soll Andreas Simon sprechen, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und Pfarrer der Jenaer Innenstadt. Als weiterer Redner ist Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, angekündigt.
Auch das Theaterhaus Jena, Politikerinnen und Politiker sowie weitere Beteiligte sollen mit Redebeiträgen vertreten sein. Die Beiträge sind Teil der Auftakt-, Zwischen- und Abschlusskundgebungen.

Jena solidarisch setzt sich für Demokratie und Menschenrechte ein
Jena solidarisch versteht sich als demokratisches und überparteiliches Bündnis. Zu seinen Anliegen gehören Demokratie, Weltoffenheit, Vielfalt, Wissenschaft und Solidarität.
Gegründet wurde das Bündnis im Januar 2022 als Reaktion auf die sogenannten Corona-Spaziergänge in Jena. Seitdem engagiert es sich unter anderem gegen Verschwörungsideologien und für die Achtung der unteilbaren Menschenrechte. Jena solidarisch ist zudem Teil der Initiative „Weltoffenes Thüringen“.
Der Aufruf zur Demonstration gegen den AfD-Bürgerdialog steht nach Angaben des Bündnisses im Zusammenhang mit diesem Selbstverständnis. Der Protest soll die Position für eine offene und demokratische Gesellschaft öffentlich sichtbar machen und sich gegen Rechtsextremismus richten.
Bereits 2024 Protest gegen einen geplanten Höcke-Auftritt
Ein Protest gegen einen geplanten Auftritt von Björn Höcke im Stadtteilzentrum LISA hatte bereits 2024 in Jena stattgefunden. Damals begleitete ein breiter Protest die angekündigte Veranstaltung.
Mit der erneuten Demonstration will Jena solidarisch nach eigener Darstellung ein Zeichen für demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Der Aufruf richtet sich an Menschen aus Jena und der Region, die sich friedlich an dem Protest beteiligen möchten.

Veranstaltungsdetails zur Demonstration in Jena
- Was: Demonstration „Demokratie verteidigen“ gegen den AfD-Bürgerdialog mit Björn Höcke und weiteren AfD-Politikern
- Wann: Dienstag, 27. Oktober 2026, von 16 bis 20 Uhr
- Auftaktkundgebung: 16 Uhr am KuBuS in der Theobald-Renner-Straße, Jena-Lobeda-West
- Demonstrationszug: Gegen 16.15 Uhr durch Lobeda-West
- Zwischenkundgebung: Hinter dem Stadtteilzentrum LISA
- Abschlusskundgebung: Ab etwa 18 Uhr vor dem Stadtteilzentrum LISA, geplant bis 20 Uhr
- Musik: Unter anderem mit Von Bergamon
- Redebeiträge: Unter anderem vom Deutschen Gewerkschaftsbund, von Andreas Simon, Prof. Dr. Jens-Christian Wagner und dem Theaterhaus Jena
Veranstaltungshinweis und Fotos: Jena solidarisch
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