Ferienworkshops im Jenaer Wald verbinden Naturforschung und Regionalgeschichte

Jena. Das Naturerlebniszentrum forum natura lädt Kinder und Jugendliche in den Sommerferien zu zwei Workshops ein, die Naturwissenschaft, Umweltbildung und Regionalgeschichte miteinander verbinden. Am 28. Juli sowie am 30. und 31. Juli können Schülerinnen und Schüler den Jenaer Wald aus unterschiedlichen Perspektiven entdecken. Während der erste Workshop den Mikrokosmos des Waldes erforscht, widmet sich das zweite Angebot den historischen Berufen, die den Wald über Jahrhunderte geprägt haben.

Die Ferienangebote richten sich an Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen und entstehen in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie dem Stadtforstamt Jena. Ziel ist es, Naturerlebnisse mit praktischem Lernen zu verbinden und Kindern sowie Jugendlichen einen anschaulichen Zugang zu ökologischen und historischen Themen zu ermöglichen.

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Workshop „Kleine Waldbewohner ganz groß“ macht Unsichtbares sichtbar

Den Auftakt bildet am 28. Juli der kostenfreie Workshop „Kleine Waldbewohner ganz groß“. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9.

Im Mittelpunkt steht die Erforschung der oft verborgenen Welt des Waldes. Die Teilnehmenden bauen zunächst ihr eigenes kleines Mikroskop. Anschließend sammeln sie Naturmaterialien wie Blätter, Baumrinde oder Wasserproben und untersuchen diese mithilfe ihrer selbst gefertigten Geräte.

Die beobachteten Strukturen und Organismen werden anschließend zeichnerisch dokumentiert und gemeinsam bestimmt. Dadurch erhalten die Jugendlichen einen praxisnahen Einblick in biologische Arbeitsmethoden und lernen, wie wissenschaftliche Beobachtungen durchgeführt und ausgewertet werden.

Der Workshop entsteht in Kooperation mit der Lichtwerkstatt Jena – Open Photonics Makerspace der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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Naturwissenschaften praktisch erleben

Das Angebot verbindet handwerkliches Arbeiten mit naturwissenschaftlicher Forschung. Statt ausschließlich theoretischer Inhalte stehen eigenes Ausprobieren, Beobachten und Experimentieren im Mittelpunkt.

Durch den Bau eines Mikroskops und die anschließende Untersuchung von Naturproben lernen die Teilnehmenden verschiedene Aspekte der Biologie und Optik kennen. Gleichzeitig werden sie für die Vielfalt kleinster Organismen und Strukturen sensibilisiert, die im Wald meist unbemerkt bleiben.

Mit diesem praxisorientierten Ansatz ergänzt der Workshop klassische Umweltbildungsangebote und vermittelt wissenschaftliche Inhalte auf anschauliche Weise.

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Zeitreise zu historischen Berufen im Jenaer Wald

Am 30. und 31. Juli folgt der zweitägige Ferienworkshop „Arbeitsplatz Wald – Wer arbeitete im Jenaer Wald?“. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 8.

Während der beiden Workshoptage beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Geschichte des Jenaer Waldes und den Berufen, die ihn über viele Generationen geprägt haben.

Im Mittelpunkt stehen Tätigkeiten von Köhlern, Holzfällern und Steinhauern. Gemeinsam wird untersucht, welche Bedeutung diese Berufe früher für die Region hatten und welche Spuren ihrer Arbeit bis heute in der Landschaft sichtbar geblieben sind.

Spannend: Ferienworkshops im Jenaer Wald starten. Foto: Illustration via KI
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Digitale Medien ergänzen die Exkursion

Der Workshop kombiniert historische Inhalte mit modernen digitalen Methoden. Neben einer Exkursion in den Wald kommen digitale Werkzeuge zum Einsatz, um historische Entwicklungen nachvollziehbar darzustellen.

Dadurch lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sich historische Forschung und digitale Technologien miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig erhalten sie einen Einblick in die Veränderungen der Waldnutzung im Laufe der Zeit.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Stadtforstamt Jena und der Professur für Digital Humanities der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Umweltbildung und Regionalgeschichte im Mittelpunkt

Mit den beiden Ferienangeboten verfolgt das Naturerlebniszentrum forum natura das Ziel, Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Zugänge zum Lebensraum Wald zu eröffnen.

Während der erste Workshop biologische Zusammenhänge und naturwissenschaftliche Methoden vermittelt, richtet der zweite den Blick auf die kulturelle und wirtschaftliche Geschichte des Jenaer Waldes.

Die Verbindung von praktischen Übungen, wissenschaftlicher Begleitung und Exkursionen ermöglicht ein abwechslungsreiches Ferienprogramm, das Naturerlebnis und Wissensvermittlung miteinander verbindet.

Goldglänzender Rosenkäfer. Foto: Stadtforstamt Jena
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Kooperation verschiedener Bildungspartner

Beide Workshops entstehen in Zusammenarbeit mehrerer regionaler Partner. Neben dem Naturerlebniszentrum forum natura beteiligen sich Einrichtungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie das Stadtforstamt Jena.

Die Kooperation zeigt, wie wissenschaftliche Einrichtungen, kommunale Institutionen und außerschulische Lernorte gemeinsam Bildungsangebote entwickeln können, die Theorie und Praxis miteinander verbinden.

Durch die Zusammenarbeit profitieren die Teilnehmenden von unterschiedlichen fachlichen Perspektiven aus den Bereichen Naturwissenschaft, Technik, Geschichte und Umweltbildung.

Anmeldung und Treffpunkt

Beide Ferienworkshops finden im Naturerlebniszentrum forum natura statt. Treffpunkt ist jeweils der NETTO-Parkplatz in der Friedrich-Körner-Straße 2 in Jena.

Der Workshop „Kleine Waldbewohner ganz groß“ wird am 28. Juli durchgeführt und ist kostenfrei. Der zweitägige Workshop „Arbeitsplatz Wald – Wer arbeitete im Jenaer Wald?“ findet am 30. und 31. Juli statt.

Weitere Informationen zu den Programminhalten sowie die Möglichkeit zur Anmeldung stehen auf der Internetseite des Naturerlebniszentrums zur Verfügung.

Weiterführende Informationen:

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#Jena #Sommerferien #Natur #Wald #Ferienprogramm

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