Großbrand Meuselwitz: Stadt Jena unterstützt mit Feuerwehr, ASB und DRK die Löscharbeiten

Die Stadt Jena beteiligt sich an den laufenden Löscharbeiten beim Großbrand in Meuselwitz im Landkreis Altenburger Land. Seit dem vergangenen Wochenende brennt auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlebergbaus ein Feuer, das sich aufgrund unterirdischer Kohlereste und immer wieder aufflammender Glutnester als besonders schwer beherrschbar erweist. Die Einsatzkräfte rechnen derzeit mit einem länger andauernden Einsatz. Jena unterstützt die Maßnahmen mit Kräften der Freiwilligen Feuerwehren sowie des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Die Unterstützung erfolgt im Rahmen der überörtlichen Gefahrenabwehr. Mehrere Einheiten aus Jena sind seit Dienstag beziehungsweise Mittwoch im Einsatz und übernehmen sowohl Aufgaben in der Versorgung der Einsatzkräfte als auch bei der Brandbekämpfung vor Ort. Die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg soll dazu beitragen, die anhaltend schwierige Einsatzlage zu bewältigen.

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Unterirdische Glutnester erschweren die Brandbekämpfung

Der Brand ereignete sich auf einem ehemaligen Bergbaugelände in Meuselwitz. Nach Angaben der Einsatzleitung hält sich das Feuer in alten Kohleresten unter der Erdoberfläche und breitet sich dort weiter aus. Dadurch entstehen fortlaufend neue Glutnester, die die Löscharbeiten erheblich erschweren.

Im Unterschied zu oberflächlichen Vegetations- oder Gebäudebränden kann ein solcher Untergrundbrand über einen längeren Zeitraum aktiv bleiben. Die Brandbekämpfung erfordert deshalb einen hohen personellen und technischen Aufwand sowie eine kontinuierliche Überwachung der betroffenen Flächen.

Ein Ende des Einsatzes ist nach derzeitigem Stand nicht absehbar.

Jena hilft beim Großbrand in Meuselwitz. Foto: Stadt Jena
Jena hilft beim Großbrand in Meuselwitz. Foto: Stadt Jena

Betreuungszug aus Jena versorgt Einsatzkräfte

Bereits seit Dienstag unterstützt der Betreuungszug der Stadt Jena die Einsatzkräfte in Meuselwitz. Die Einheit wird von Kräften des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Deutschen Roten Kreuzes besetzt.

Zu den Aufgaben des Betreuungszuges gehört die Versorgung der Einsatzkräfte während des lang andauernden Einsatzes. Gerade bei großflächigen Bränden mit zahlreichen beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen stellt die logistische Betreuung einen wichtigen Bestandteil des Gesamteinsatzes dar.

Durch die Unterstützung aus Jena können die vor Ort eingesetzten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner während ihrer Arbeit versorgt und entlastet werden.

Einsatzzug Wasser unterstützt seit Mittwochmorgen

Seit Mittwochmorgen um 5 Uhr ist zusätzlich der Einsatzzug Wasser aus Jena im Einsatz.

Die Einheit wird durch Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren Jena-Mitte, Lützeroda und Wöllnitz gestellt. Mit ihren Fahrzeugen und ihrer technischen Ausrüstung unterstützen sie die Brandbekämpfung sowie die organisatorischen Abläufe an der Einsatzstelle.

Gerade bei langwierigen Bränden spielt eine zuverlässige Wasserversorgung eine zentrale Rolle. Der Einsatzzug trägt dazu bei, die Löschmaßnahmen dauerhaft aufrechtzuerhalten und die örtlichen Einsatzkräfte zu entlasten.

Ergänzend beteiligt sich auch die Freiwillige Feuerwehr Göschwitz an dem überörtlichen Einsatz.

Gemeinsam: Unterstützung für Löscharbeiten in Meuselwitz. Foto: Stadt Jena
Gemeinsam: Unterstützung für Löscharbeiten in Meuselwitz. Foto: Stadt Jena

Zusammenarbeit über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg

Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe hebt die Bedeutung der überregionalen Zusammenarbeit hervor:

„Der Einsatz in Meuselwitz zeigt, wie wichtig eine verlässliche Zusammenarbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg ist. Die Bedingungen vor Ort sind anspruchsvoll: Das Feuer hält sich in alten Kohleresten im Boden und führt immer wieder zu neuen Glutnestern. Dadurch werden die Löscharbeiten erheblich erschwert und können sich entsprechend über einen längeren Zeitraum hinziehen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Einsatzkräfte zur Verfügung stellen können, wenn Unterstützung angefordert wird. Ich danke den Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehren sowie den Einsatzkräften des ASB und des DRK für ihren Einsatz. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen unterstützen sie die Kräfte vor Ort und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Einsatzlage.“

Die Unterstützung verdeutlicht die Bedeutung eingespielter Strukturen im Brand- und Katastrophenschutz. Bei Großschadenslagen werden Einsatzkräfte verschiedener Kommunen und Organisationen regelmäßig zusammengeführt, um Personal, Fahrzeuge und Spezialtechnik bedarfsgerecht einzusetzen.

Überörtliche Hilfe ist fester Bestandteil des Katastrophenschutzes

Großeinsatzlagen wie der Brand in Meuselwitz können die Ressourcen einer einzelnen Kommune schnell an ihre Grenzen bringen. Deshalb greifen Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Freistaat Thüringen auf etablierte Konzepte der überörtlichen Hilfe zurück.

Dabei unterstützen benachbarte Städte und Landkreise die örtliche Einsatzleitung mit zusätzlichen Kräften. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung gehören dazu auch Logistik, Versorgung, technische Unterstützung und Führungsaufgaben.

Die Beteiligung der Jenaer Einheiten zeigt, wie kommunale Feuerwehren und Hilfsorganisationen gemeinsam zur Bewältigung außergewöhnlicher Einsatzlagen beitragen.

Großbrand in Meuselwitz: Stadt Jena schickt Einsatzkräfte der Fuerwehr. Foto: Stadt Jena
Großbrand in Meuselwitz: Stadt Jena schickt Einsatzkräfte der Fuerwehr. Foto: Stadt Jena

Stadt Jena hält weitere Unterstützung bereit

Wie lange die Löscharbeiten in Meuselwitz andauern werden, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Aufgrund der besonderen Brandentwicklung unter der Erdoberfläche rechnen die Verantwortlichen weiterhin mit einem längeren Einsatz.

Die Stadt Jena steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit den beteiligten Einsatzleitungen. Sollte weiterer Unterstützungsbedarf bestehen, können zusätzliche Kräfte und Ressourcen bereitgestellt werden.

Mit dem Einsatz von Feuerwehr, ASB und DRK leistet die Stadt Jena einen Beitrag zur Bewältigung einer außergewöhnlichen Brandlage im Altenburger Land und unterstreicht zugleich die Bedeutung einer funktionierenden Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz.

Weiterführende Informationen:

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