Smartes Quartier Jena-Lobeda erhält bundesweiten DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft
Das Smarte Quartier Jena-Lobeda ist mit dem DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2026 ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde am Dienstag, 30. Juni, im Rahmen des WohnZukunftsTags in Berlin verliehen. Mit dem Preis werden innovative Projekte gewürdigt, die zukunftsfähige Lösungen für die Entwicklung von Wohnquartieren schaffen. Das Modellprojekt aus Jena überzeugte die Jury durch die Verbindung von energetischer Sanierung, digitaler Infrastruktur und sozialen Angeboten.
Das Smarte Quartier entstand im Rahmen der Smart-City-Strategie der Stadt Jena. Gemeinsam entwickelten die Stadtwerke Jena Gruppe, jenawohnen sowie Partner aus Wohnungswirtschaft, Energieversorgung, Gesundheitswesen, Wissenschaft und Wirtschaft ein Quartier, das moderne Technologien mit nachhaltiger Stadtentwicklung verbindet. Die bundesweite Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Immobilienwirtschaft und die Entwicklung lebenswerter Stadtquartiere.
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DW-Zukunftspreis würdigt innovative Quartiersentwicklung
Der DW-Zukunftspreis zählt zu den renommierten Auszeichnungen der deutschen Immobilienwirtschaft. Im 23. Wettbewerbsjahr wurden nach Angaben der Veranstalter so viele Projekte eingereicht wie seit mehreren Jahren nicht mehr. Zu den diesjährigen Preisträgern gehören neben dem Smarten Quartier Jena-Lobeda auch Projekte aus Lippstadt, Tübingen und München.
Ausgezeichnet werden Konzepte, die Antworten auf aktuelle Herausforderungen des Wohnungsmarktes geben. Dazu zählen insbesondere Energieeffizienz, Digitalisierung, Klimaschutz, soziale Nachhaltigkeit und die langfristige Sicherung attraktiver Wohnquartiere.
Mit der Auszeichnung erhält das Jenaer Modellprojekt bundesweite Anerkennung für seinen ganzheitlichen Entwicklungsansatz.
JenaMedia – Veranstaltungstipp:
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Fünf Jahre Quartiersentwicklung mit intelligenter Technik
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Modernisierung von drei Wohngebäuden des Typs WBS70 mit insgesamt 250 Wohnungen. Innerhalb von fünf Jahren wurden die Gebäude energetisch saniert und mit intelligenter Gebäudetechnik ausgestattet.
Ein zentrales Ziel bestand darin, den Energieverbrauch dauerhaft zu reduzieren und gleichzeitig den Wohnkomfort für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen.
Nach Untersuchungsergebnissen der Westsächsischen Hochschule Zwickau konnte der Wärmeverbrauch durch die Kombination aus energetischer Sanierung und intelligenter Heizungssteuerung um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.
Neben der energetischen Modernisierung wurden zahlreiche digitale Anwendungen eingeführt, die den Alltag im Quartier unterstützen und neue Formen des Wohnens ermöglichen.
Digitalisierung und Gesundheitsangebote ergänzen das Wohnkonzept
Das Smarte Quartier verfolgt einen integrierten Ansatz, der technische Innovationen mit sozialen Angeboten verbindet.
Zu den Besonderheiten zählen unter anderem:
- ein Telemedizinraum,
- barrierearme Gesundheitsapartments,
- digitale Anwendungen für das Wohnen,
- digitale Angebote für das Quartiersleben,
- intelligente Gebäudetechnik.
Diese Maßnahmen sollen insbesondere älteren Menschen sowie Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen den Alltag erleichtern und ein längeres selbstständiges Wohnen ermöglichen.
Gleichzeitig fördern digitale Anwendungen die Kommunikation innerhalb des Quartiers und schaffen zusätzliche Serviceangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Energieeffizienz und bezahlbarer Wohnraum im Mittelpunkt
Nach Angaben der Projektpartner wurde bei der Entwicklung bewusst darauf geachtet, ökologische und soziale Ziele miteinander zu verbinden.
Trotz der umfassenden Modernisierung sind rund die Hälfte der Wohnungen weiterhin mietpreisgebunden. Damit soll bezahlbarer Wohnraum langfristig erhalten bleiben.
Die im Quartier entwickelten technischen und organisatorischen Lösungen gelten zudem als übertragbar und können nach Einschätzung der Projektpartner auch in anderen Wohnquartieren eingesetzt werden.
Geschäftsführer Tobias Wolfrum, verantwortlich für jenawohnen und die Stadtwerke Jena, erklärt:
„Der DW-Zukunftspreis bestätigt unseren Ansatz, Bestandsquartiere ganzheitlich weiterzuentwickeln. Energetische Sanierung, digitale Lösungen und soziale Angebote dürfen nicht nebeneinanderstehen, sondern müssen zusammenwirken. Wenn es gelingt, den Energieverbrauch deutlich zu senken, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen spürbar zu verbessern, dann entsteht ein Quartier mit Zukunft. Dass dieser Ansatz nun bundesweit Anerkennung findet, freut uns sehr.“
Smart-City-Strategie als Grundlage des Modellprojekts
Das Smarte Quartier Jena-Lobeda entstand im Rahmen der Smart-City-Strategie der Stadt Jena. Ziel dieser Strategie ist es, digitale Technologien gezielt einzusetzen, um die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern und nachhaltige Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.
An dem Projekt beteiligten sich Partner aus verschiedenen Bereichen. Die Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft, Energieversorgung, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Wirtschaft ermöglichte die Entwicklung eines praxisnahen Modellquartiers.
Die gewonnenen Erfahrungen sollen künftig auch bei weiteren Projekten der Quartiersentwicklung berücksichtigt werden.

Weitere bundesweite Anerkennung für das Projekt
Bereits wenige Tage vor der Verleihung des DW-Zukunftspreises erhielt das Smarte Quartier Jena-Lobeda eine weitere Auszeichnung. Das Projekt wurde als eines von sechs Vorhaben bundesweit für den Stadtwerke Award 2026 nominiert.
Die erneute Berücksichtigung auf Bundesebene verdeutlicht die Aufmerksamkeit, die das Modellprojekt inzwischen innerhalb der Wohnungs- und Energiewirtschaft erfährt.
Mit seiner Kombination aus Energieeffizienz, Digitalisierung, sozialer Quartiersentwicklung und bezahlbarem Wohnraum gilt das Projekt als Beispiel dafür, wie bestehende Wohnquartiere an zukünftige Anforderungen angepasst werden können.
Modellprojekt mit Bedeutung über Jena hinaus
Die Auszeichnung mit dem DW-Zukunftspreis hebt die Bedeutung des Smarten Quartiers Jena-Lobeda über die Region hinaus hervor. Das Projekt zeigt, wie sich bestehende Wohngebäude energetisch modernisieren, digitale Technologien sinnvoll integrieren und gleichzeitig soziale Aspekte berücksichtigen lassen.
Die Verbindung aus Klimaschutz, technischer Innovation und bezahlbarem Wohnen entspricht aktuellen Anforderungen der Stadtentwicklung und liefert Ansätze für vergleichbare Quartiere in Deutschland. Die bundesweite Anerkennung bestätigt den Modellcharakter des Projekts und seine Relevanz für die zukünftige Entwicklung der Immobilienwirtschaft.
Weiterführende Informationen:
- Stadtwerke Jena Gruppe: https://www.stadtwerke-jena.de/
- jenawohnen GmbH: https://www.jenawohnen.de/
- Smart City Jena: https://smartcity.jena.de/
- DW Die Wohnungswirtschaft: https://www.die-wohnungswirtschaft.de/
- WohnZukunftsTag: https://www.gdw.de/wohnzukunftstag/
Hashtags
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Info, Stadtwerke Jena | Fotos, G. Poschmann // jenaWohnen und Niklas Krug // GdW | Veranstaltungen im Kalender



















