Strategieprozess Jena 2035 wird weiterentwickelt: Stadtrat bestätigt Strategie-Board und stärkt Bürgerbeteiligung

Die Stadt Jena setzt den Strategieprozess Jena 2035 fort und erweitert dessen inhaltliche Ausrichtung. Der Stadtrat hat das bereits im Frühjahr eingerichtete Strategie-Board offiziell als beratendes Gremium bestätigt und zugleich die nächsten Schritte des langfristigen Entwicklungsprozesses beschlossen. Im Mittelpunkt steht künftig zunächst die Erarbeitung einer gemeinsamen Zukunftsvision für die Stadt, die gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft sowie weiteren Bereichen der Stadtgesellschaft entwickelt werden soll. Anschließend ist eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.

Mit der entsprechenden Beschlussvorlage schlug Oberbürgermeister Thomas Nitzsche dem Stadtrat vor, das Strategie-Board dauerhaft in den Strategieprozess einzubinden und den bisherigen Ablauf weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die zukünftige Entwicklung der Stadt auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen und strategische Prioritäten für die kommenden Jahre festzulegen.

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Jena fördert gemeinschaftliches Wohnen: Konzeptvergabe geplant. Foto: Illustration via KI
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Strategieprozess Jena 2035 reagiert auf veränderte Rahmenbedingungen

Die Fortschreibung der bisherigen Strategie “Jena 2030” erfolgt vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und finanzieller Entwicklungen seit Beginn der 2020er Jahre. Kommunen stehen zunehmend vor der Aufgabe, knappe Ressourcen zielgerichtet einzusetzen und gleichzeitig langfristige Zukunftsfragen zu beantworten.

Mit dem Strategieprozess Jena 2035 verfolgt die Stadt das Ziel, bestehende Fachstrategien stärker miteinander zu verknüpfen und auf gemeinsame Leitlinien auszurichten. Dadurch sollen einzelne Konzepte künftig besser aufeinander abgestimmt werden und eine einheitliche strategische Orientierung für Verwaltung und Kommunalpolitik entstehen.

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche erläutert die Zielsetzung des Prozesses:

“Die Herausforderungen der kommenden Jahre lassen sich nicht mehr isoliert betrachten. Wir brauchen einen gemeinsamen strategischen Rahmen, der Orientierung gibt und zugleich hilft, die begrenzten finanziellen Ressourcen dort einzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten.”

Strategie-Board vereint Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen

Das Strategie-Board nahm seine Arbeit bereits am 13. März 2026 im Rathaus auf. Seitdem fanden drei Sitzungen statt, die nach Angaben der Stadt von einem intensiven fachlichen Austausch geprägt waren.

Dem temporären Beratungsgremium gehören insgesamt 26 Mitglieder an. Vertreten sind 14 Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft, sieben Mitglieder der Stadtratsfraktionen, der Oberbürgermeister sowie die vier Dezernenten der Stadtverwaltung.

Das Strategie-Board besitzt keine Entscheidungsbefugnis. Seine Aufgabe besteht darin, fachliche Impulse einzubringen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und Empfehlungen für den weiteren Strategieprozess zu entwickeln. Die abschließenden politischen Entscheidungen verbleiben beim Stadtrat.

JenaMedia – Veranstaltungstipp:

Ultimative 80er Party am 10.07.2026 im Café Wagner Jena

Ultimative 80er Party am 10.07.2026 im Café Wagner Jena. Fotografik: Illustration via KI
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Gemeinsame Zukunftsvision bildet die Grundlage für weitere Ziele

Während der bisherigen Beratungen wurde deutlich, dass zunächst ein gemeinsames Zukunftsbild für Jena entwickelt werden soll. Erst auf dieser Basis sollen anschließend strategische Oberziele sowie konkrete Handlungsschwerpunkte definiert werden.

Mit dieser Erweiterung erhält der Strategieprozess eine stärkere Ausrichtung auf die gesamte Stadtgesellschaft. Die langfristige Entwicklung soll nicht ausschließlich aus Sicht der Verwaltung betrachtet werden, sondern unterschiedliche Interessen und Erfahrungen berücksichtigen.

Thomas Nitzsche beschreibt diesen Ansatz mit den Worten:

“Uns geht es nicht mehr nur um eine Strategie für die Stadtverwaltung, sondern um eine gemeinsame Perspektive für die gesamte Stadt. Dafür brauchen wir unterschiedliche Blickwinkel und einen offenen Dialog.”

Bis voraussichtlich Ende des Jahres wird das Strategie-Board weitere Sitzungen durchführen und die gemeinsame Zukunftsvision für Jena 2035 ausarbeiten.

Strategieprozess Jena 2035: Inhaltliche Ausrichtung erweitert. Foto: Illustration via KI
Strategieprozess Jena 2035: Inhaltliche Ausrichtung erweitert. Foto: Illustration via KI

Bürgerbeteiligung wird fester Bestandteil der Stadtentwicklung

Ein zentraler Baustein des weiteren Strategieprozesses ist die geplante Beteiligung der Bevölkerung. Die vom Strategie-Board entwickelte Zukunftsvision soll zunächst in geeigneten Beteiligungsformaten öffentlich vorgestellt und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Die dabei gewonnenen Anregungen und Rückmeldungen sollen anschließend in den endgültigen Strategierahmen einfließen. Dieser soll dem Stadtrat nach aktueller Planung im ersten Quartal 2027 zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung trägt die frühzeitige Einbindung der Bevölkerung dazu bei, die langfristigen Entwicklungsziele auf eine breite gesellschaftliche Grundlage zu stellen.

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche erklärt:

“Eine langfristige Strategie kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie breit getragen wird. Deshalb wollen wir die Menschen in Jena bewusst in diesen Prozess einbeziehen.”

Finanzstrategie soll strategische Ziele unterstützen

Parallel zur Erarbeitung der inhaltlichen Strategie entwickelt die Stadtverwaltung eine Finanzstrategie. Diese soll dem Stadtrat bis September 2026 vorgelegt werden.

Die Finanzstrategie verfolgt das Ziel, künftig nachvollziehbar darzustellen, wie vorhandene finanzielle Mittel an den strategischen Prioritäten der Stadt ausgerichtet werden können. Damit sollen strategische Entscheidungen und Haushaltsplanung enger miteinander verzahnt werden.

Die Verwaltung beabsichtigt, Investitionen künftig transparenter zu priorisieren und die langfristigen Entwicklungsziele stärker mit den finanziellen Handlungsmöglichkeiten der Kommune zu verbinden.

Strategieprozess Jena 2035. Nachhaltige Perspektiven für Jena. Foto: Illustration via KI
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Langfristige Orientierung für die Entwicklung Jenas

Mit der offiziellen Bestätigung des Strategie-Boards und der Erweiterung des Strategieprozesses setzt die Stadt Jena den nächsten Schritt auf dem Weg zur Fortschreibung ihrer kommunalen Entwicklungsstrategie um. Die Kombination aus fachlicher Beratung, politischer Beschlussfassung, Bürgerbeteiligung und einer eng abgestimmten Finanzplanung soll eine gemeinsame Grundlage für die Entwicklung der Stadt bis zum Jahr 2035 schaffen.

Weitere Informationen zum Strategieprozess und zu den Beschlüssen des Stadtrats stellt die Stadt Jena auf ihrer offiziellen Internetseite bereit: Stadt Jena. Strategieprozess Jena 2035. Informationen zu Sitzungen und Beschlüssen des Stadtrats sind im Ratsinformationssystem der Stadt verfügbar: Ratsinformationssystem der Stadt Jena.

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