Telemedizin-Konzept aus Jena wird zum Modell für andere Regionen
Was im Smarten Quartier Jena-Lobeda entwickelt wurde, wird nun in den ländlichen Raum übertragen: Das im Smart City Projekt Jena entstandene Konzept des Telemedizinraums wird in Crossen an der Elster im Saale-Holzland-Kreis und perspektivisch in Langenwolschendorf im Landkreis Greiz weitergeführt. Bereits vor dem Ende der Smart-City-Projektlaufzeit im August 2027 gelingt damit ein wichtiger Schritt zur Verstetigung des entwickelten Angebots.
Der Telemedizinraum ist ein gemeinsames Projekt des Smart-City-Projekts Jena und der jENERGIE, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck. Ziel ist es, digitale Angebote als Ergänzung zur medizinischen Versorgung nutzbar zu machen – insbesondere dort, wo Arztpraxen fehlen oder längere Wege zur Behandlung notwendig sind. Damit zeigt sich, was ein Smart-City-Modellprojekt leisten kann: Eine digitale Lösung wird in Jena unter realen Bedingungen erprobt und findet anschließend dort Anwendung, wo sie einen besonderen Mehrwert bieten kann.
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Erprobung im Smarten Quartier Jena-Lobeda
Der Telemedizinraum im Smarten Quartier Jena-Lobeda diente von Beginn an als Erprobungsort. Dort wurden technische Voraussetzungen geschaffen, Abläufe entwickelt und Erfahrungen bei der Begleitung von Patientinnen und Patienten gesammelt. Nach Abschluss dieser Pilotphase wurde der Betrieb Ende August eingestellt. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für die neuen Standorte in Crossen an der Elster und Langenwolschendorf.
Bürgermeister und Digitalisierungsdezernent Benjamin Koppe ordnet die Bedeutung des Projekts ein: „Genau darin liegt der besondere Wert eines Modellprojekts: Im Rahmen von Smart City hatten wir in Jena die Möglichkeit, neue digitale Ansätze zu erproben, weiterzuentwickeln und dabei Erfahrungen zu gewinnen, die auch auf andere Rahmenbedingungen übertragbar sind. Der Telemedizinraum hat gezeigt, dass digitale Angebote die medizinische Versorgung sinnvoll ergänzen können. Auf dieser Grundlage kann die Lösung nun weiterentwickelt und auch für den Einsatz in ländlichen Räumen nutzbar gemacht werden.“
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Erfolgreich in Jena erprobt – jetzt geht es in Crossen weiter
In Crossen an der Elster ist der neue Telemedizinraum im Klubhaus bereits eingerichtet. Die technischen und organisatorischen Abläufe orientieren sich am Jenaer Modell. Die ersten telemedizinischen Termine sollen in den kommenden Wochen stattfinden.
Die Gemeinde beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit mit neuen Ansätzen zur Sicherung der medizinischen Versorgung vor Ort. Bei mehreren Informationsveranstaltungen konnten sich Bürgerinnen und Bürger über das Angebot informieren. Das Interesse war groß.
Susanne Lippmann, Geschäftsführerin der jENERGIE, beschreibt die Erfahrungen aus dem Jenaer Pilotprojekt: „In den vergangenen Monaten haben wir viel darüber gelernt, was Menschen brauchen, um telemedizinische Angebote anzunehmen. Neben einer stabilen technischen Infrastruktur geht es vor allem um Vertrauen, gute Begleitung und verlässliche Abläufe. Diese Erfahrungen geben wir nun an andere Kommunen und Partner weiter, die ähnliche Angebote entwickeln möchten. Dass das in Jena erprobte Konzept nun auch andernorts genutzt wird, zeigt das Potenzial solcher digitalen Versorgungsangebote.“

Ein weiterer Standort in Vorbereitung
Auch in Langenwolschendorf soll ein Telemedizinraum nach dem in Jena entwickelten Modell entstehen. Dort müssen die vorgesehenen Räumlichkeiten im Ortszentrum zunächst hergerichtet werden. Die Planungen dafür laufen bereits. Mit diesem zweiten Standort wird deutlich, dass sich das Jenaer Konzept nicht nur auf eine einzelne Gemeinde übertragen lässt, sondern als wiederholbares Modell für unterschiedliche ländliche Regionen dienen kann.
So wird aus einem Pilotprojekt ein dauerhaftes Angebot
Mit dem Ende des Telemedizinraums in Lobeda endet die Erprobungsphase in Jena. Mit den neuen Standorten in Crossen an der Elster und perspektivisch Langenwolschendorf wird das dort entwickelte Konzept erstmals außerhalb der Stadt weitergeführt. Gerade in ländlich geprägten Regionen kann Telemedizin eine wichtige Ergänzung zur medizinischen Versorgung sein. Damit zeigt sich schon vor dem Ende des Smart-City-Projekts im August 2027, wie aus einem Pilotprojekt ein übertragbares und dauerhaft nutzbares Angebot entstehen kann.
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