Hartmut Rosa zum International Fellow der British Academy gewählt
Jena, 21. Juli 2026. Der Soziologe Hartmut Rosa, Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ist zum International Fellow der British Academy gewählt worden. Die Entscheidung fiel auf der Jahresversammlung der Akademie am 16. Juli 2026. Mit der Aufnahme würdigt die British Academy herausragende wissenschaftliche Leistungen von Forschenden außerhalb des Vereinigten Königreichs. Die Wahl gilt als eine der höchsten internationalen Auszeichnungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Für die Friedrich-Schiller-Universität Jena bedeutet die Ehrung eine weitere internationale Anerkennung ihrer Forschungsleistungen. Hartmut Rosa wird künftig der Sektion Sociology, Demography and Social Statistics der British Academy angehören. In den meisten Fachgebieten werden jährlich lediglich ein oder zwei Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler außerhalb Großbritanniens aufgenommen. Entsprechend hoch ist der wissenschaftliche Stellenwert dieser Auszeichnung.
Weitere Informationen zur Friedrich-Schiller-Universität Jena:
https://www.uni-jena.de
Weitere Informationen zur British Academy:
https://www.thebritishacademy.ac.uk
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British Academy zählt zu den bedeutendsten Wissenschaftsakademien weltweit
Die British Academy ist seit ihrer Gründung im Jahr 1902 die nationale Akademie des Vereinigten Königreichs für Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie vereint heute über 1.800 führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und fördert Forschung, wissenschaftlichen Austausch sowie den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
Im Jahr 2026 wurden insgesamt 92 neue Fellows gewählt. Darunter befinden sich 32 International Fellows, die außerhalb des Vereinigten Königreichs tätig sind. Die Aufnahme erfolgt ausschließlich auf Grundlage außergewöhnlicher wissenschaftlicher Leistungen und nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren.
Die Wahl unterstreicht den internationalen Stellenwert wissenschaftlicher Forschung und stärkt zugleich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb der Geistes- und Sozialwissenschaften.
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Hartmut Rosa prägt die internationale Soziologie
Hartmut Rosa zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten deutschen Sozialwissenschaftlern. Er ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Direktor des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt.
International bekannt wurde Rosa insbesondere durch seine Forschungen zur sozialen Beschleunigung, zur Resonanz sowie zu den Bedingungen gelingender Weltbeziehungen. Seine wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigen sich mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungsprozesse auf Individuen und Institutionen.
Seine Veröffentlichungen erscheinen in zahlreichen Sprachen und werden weltweit in Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Debatten rezipiert. Dadurch zählt Hartmut Rosa zu den einflussreichen Stimmen der internationalen Soziologie.
An der Friedrich-Schiller-Universität Jena gestaltet er das Exzellenzthema „Soziale Imaginationen“ innerhalb des Exzellenzclusters Imaginamics mit. Seine Forschung trägt zur internationalen Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Jena bei und stärkt dessen Profil innerhalb der sozial- und geisteswissenschaftlichen Spitzenforschung.
Internationale Zusammenarbeit bleibt für Wissenschaft unverzichtbar
Hartmut Rosa sieht in der Aufnahme in die British Academy zugleich ein Zeichen für die Bedeutung internationaler wissenschaftlicher Kooperationen.
„Die Aufnahme in diese ehrwürdige Institution ist eine große Ehre für mich, die mir viel bedeutet. Seit meinem Studium an der London School of Economics fühle ich mich dem Britischen Wissenschaftssystem sehr verbunden. Gerade in einer Zeit, in der sich die Politik immer schwerer damit tut, Grenzen zu überwinden und internationale Kooperation zu fördern, ist die weltweite Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in global ausgerichteten Akademien umso wichtiger.“
Mit dieser Aussage verweist Rosa auf die Bedeutung wissenschaftlicher Netzwerke, die nationale Grenzen überschreiten und den internationalen Austausch von Forschungsergebnissen fördern.

British Academy betont gesellschaftliche Bedeutung der Geistes- und Sozialwissenschaften
Anlässlich der Bekanntgabe der neuen Fellows hob die Präsidentin der British Academy, Professorin Susan J. Smith, die Rolle der Geistes- und Sozialwissenschaften für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen hervor. Angesichts technologischer Innovationen, wirtschaftlicher Veränderungen und ökologischer Herausforderungen lieferten diese Disziplinen wichtige Erkenntnisse für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die neu gewählten Fellows stünden exemplarisch für wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Forschung und Öffentlichkeit. Gleichzeitig spiegelten sie die internationale Vernetzung der Wissenschaft wider.
Auszeichnung stärkt den Forschungsstandort Jena
Die Wahl von Hartmut Rosa zum International Fellow der British Academy besitzt über die persönliche Ehrung hinaus eine hohe Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Jena. Internationale Auszeichnungen dieser Größenordnung erhöhen die Sichtbarkeit universitärer Forschung und unterstreichen die Qualität wissenschaftlicher Arbeit an deutschen Hochschulen.
Für die Friedrich-Schiller-Universität Jena bestätigt die Auszeichnung ihre starke Position in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Forschungsschwerpunkte der Universität finden internationale Beachtung und tragen dazu bei, wissenschaftliche Kooperationen mit renommierten Einrichtungen weltweit auszubauen.
Mit der Aufnahme Hartmut Rosas in die British Academy erhält einer der profiliertesten deutschen Soziologen eine weitere bedeutende internationale Anerkennung. Gleichzeitig rückt die wissenschaftliche Arbeit der Friedrich-Schiller-Universität Jena erneut in den Fokus der internationalen Forschungsgemeinschaft und unterstreicht die Bedeutung des Standorts für die sozialwissenschaftliche Spitzenforschung.
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