Waldjugendspiele 2026 in Jena: Über 500 Kinder entdecken den Lebensraum Wald

Die Waldjugendspiele 2026 in Jena bieten Schülerinnen und Schülern der dritten Klassen einen praxisnahen Zugang zu Natur- und Umweltthemen. Mehr als 500 Kinder nehmen in diesem Jahr an der traditionsreichen Veranstaltung im Waldgebiet Landgrafen teil. Organisiert wird das Projekt durch das Stadtforstamt Jena gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Thüringen e. V., ThüringenForst und weiteren regionalen Partnern.

Bei einem gemeinsamen Rundgang informierten sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Jena sowie beteiligter Organisationen über die Inhalte und den Ablauf der Waldjugendspiele. Vor Ort waren unter anderem die Dezernenten Johannes Schleußner und Kathleen Lützkendorf, Olaf Schubert vom Stadtforstamt Jena sowie Desiree Jakubka, Landesgeschäftsführerin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Thüringen.

Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, Kindern den Wald als Lebensraum, Erholungsraum und wichtigen Bestandteil des Natur- und Klimaschutzes näherzubringen. Spielerische Lernangebote und praktische Aufgaben vermitteln Wissen über heimische Baumarten, Tiere des Waldes, nachhaltige Forstwirtschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

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Uni Jena: Neue Erkenntnis zur Virusabwehr in Cholera-Bakterien

FSU: Neue Erkenntnis zur Virusabwehr in Cholera-Bakterien. Foto: Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Cholera-Erregers Vibrio cholerae (nachträglich koloriert). Abbildung: Kai Papenfort/Liana Franke-Opitz (Universität Jena)
FSU: Neue Erkenntnis zur Virusabwehr in Cholera-Bakterien. Foto: Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Cholera-Erregers Vibrio cholerae (nachträglich koloriert). Abbildung: Kai Papenfort/Liana Franke-Opitz (Universität Jena)

Umweltbildung im Waldgebiet Landgrafen vermittelt Wissen und Naturerfahrung als Lernort für Umwelt- und Klimaschutz

Die Waldjugendspiele gehören seit vielen Jahren zu den etablierten Umweltbildungsangeboten in Thüringen. Das Konzept verbindet Naturerlebnis mit Wissensvermittlung und richtet sich gezielt an Grundschulkinder.

An verschiedenen Stationen im Waldgebiet Landgrafen lösen die Schülerinnen und Schüler Aufgaben, beantworten Fragen und sammeln praktische Erfahrungen. Dabei lernen sie, welche Funktionen Wälder für Menschen, Tiere und Pflanzen erfüllen. Themen wie Biodiversität, Waldschutz, Klimawandel und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen werden altersgerecht vermittelt.

Durch die direkte Begegnung mit der Natur entsteht ein anschaulicher Zugang zu komplexen Umweltfragen. Die Kinder erfahren beispielsweise, wie Bäume Wasser speichern, welche Tierarten im Wald leben und warum naturnahe Wälder für den Klimaschutz von Bedeutung sind.

Lebendige Waldpädagogik im Landgrafen-Wald. Foto: Stadt Jena
Lebendige Waldpädagogik im Landgrafen-Wald. Foto: Stadt Jena

Frühzeitige Umweltbildung stärkt das Naturverständnis

Während des Besuchs unterstrichen die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Jena die Bedeutung frühzeitiger Umweltbildung. Kinder, die Natur unmittelbar erleben, entwickeln häufig ein stärkeres Verständnis für ökologische Zusammenhänge und die Bedeutung natürlicher Lebensräume.

Die Waldjugendspiele schaffen dafür einen geeigneten Rahmen. Lernen findet nicht im Klassenzimmer statt, sondern direkt im Wald. Die Schülerinnen und Schüler beobachten, entdecken und arbeiten gemeinsam an Aufgaben. Gleichzeitig werden Teamfähigkeit, Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert.

Olaf Schubert stellte den Gästen die einzelnen Stationen sowie die organisatorischen Abläufe vor. Die Inhalte wurden gemeinsam mit Fachleuten aus Forstwirtschaft, Naturschutz und Umweltbildung entwickelt.

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Breites Netzwerk regionaler Partner unterstützt die Veranstaltung

Die Durchführung der Waldjugendspiele basiert auf einer langjährigen Zusammenarbeit zahlreicher Institutionen und Organisationen. Neben dem Stadtforstamt Jena und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald engagieren sich ThüringenForst, die Berggesellschaft Landgrafenverein, die Stiftung Naturschutz sowie die Jägerschaft Jena.

Darüber hinaus wird die Veranstaltung finanziell durch den Zeiss Förderfonds, die Sparkasse Jena und weitere Unterstützerinnen und Unterstützer ermöglicht. Dieses Netzwerk trägt dazu bei, dass jedes Jahr zahlreiche Kinder an dem Bildungsangebot teilnehmen können.

Die Kooperation zeigt, welchen Stellenwert Umweltbildung und Naturerfahrung in der Region besitzen. Gleichzeitig stärkt sie die Zusammenarbeit zwischen kommunalen Einrichtungen, Vereinen und ehrenamtlich Engagierten.

Begeisternde Waldjugendspiele 2026 in Jena. Foto: Stadt Jena
Begeisternde Waldjugendspiele 2026 in Jena. Foto: Stadt Jena

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald engagiert sich seit Jahrzehnten

Eine zentrale Rolle bei den Waldjugendspielen übernimmt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Die Organisation zählt zu den ältesten Waldschutzverbänden Deutschlands und setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1947 für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Wälder ein.

Neben Baumpflanzungen, Waldschutzmaßnahmen und Informationskampagnen liegt ein Schwerpunkt auf der Umweltbildung. Ziel ist es, Menschen aller Altersgruppen für die ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Waldes zu sensibilisieren.

Die Waldjugendspiele gehören zu den bekanntesten Bildungsprojekten der Organisation. Gemeinsam mit Kommunen, Forstämtern und weiteren Partnern werden jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland durchgeführt.

Waldjugendspiele sollen langfristig Umweltbewusstsein fördern

Für die Stadt Jena besitzen die Waldjugendspiele eine besondere Bedeutung. Die Veranstaltung verbindet Bildung, Naturerlebnis und regionale Zusammenarbeit. Gleichzeitig unterstützt sie das Ziel, junge Menschen frühzeitig für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren.

Das Waldgebiet Landgrafen bietet dafür ideale Voraussetzungen. Als beliebtes Naherholungsgebiet verbindet es naturnahe Waldflächen mit einer guten Erreichbarkeit für Schulen und Bildungseinrichtungen. Die Veranstaltung macht den Wald für viele Kinder unmittelbar erfahrbar und stärkt die Verbindung zur heimischen Natur.

Die Organisatoren sehen die Waldjugendspiele als langfristigen Beitrag zur Umweltbildung. Die Erfahrungen, die Kinder im Wald sammeln, reichen häufig über den Veranstaltungstag hinaus. Sie schaffen Grundlagen für ein besseres Verständnis ökologischer Zusammenhänge und fördern einen bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Mit mehr als 500 teilnehmenden Kindern im Jahr 2026 gehören die Waldjugendspiele zu den größten Umweltbildungsprojekten dieser Art in der Region. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Forstwirtschaft, Naturschutzorganisationen und Förderern soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden, um weiteren Generationen den Lebensraum Wald näherzubringen.

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