Neues 3D-Stadtmodell im Kartenportal -Jena macht Stadtplanung digital erlebbar
Stadt Jena erweitert ihr Kartenportal um eine dreidimensionale Ansicht
Die Stadt Jena hat ihr digitales Kartenportal um ein neues 3D-Stadtmodell erweitert. Bürgerinnen und Bürger können das Stadtgebiet ab sofort dreidimensional erkunden und erhalten einen deutlich realistischeren räumlichen Eindruck als bisher. Mit der Integration des Modells entwickelt die Stadt ihr bestehendes Kartenportal konsequent weiter und schafft eine moderne Plattform, die räumliche Informationen anschaulicher darstellt und leichter verständlich macht.
Das neue 3D-Stadtmodell bildet das gesamte Stadtgebiet einschließlich Gelände, Brücken und Gebäude in ihrer tatsächlichen Lage und Form ab. Charakteristische Dachformen wie Sattel-, Walm- oder Pultdächer werden dabei ebenfalls dargestellt. Die zugrunde liegenden Geodaten werden bereits seit den 2010er-Jahren kontinuierlich gepflegt und aktualisiert. Neubauten, Gebäudeabbrüche sowie bauliche Veränderungen sind fortlaufend in den Datenbestand eingeflossen. Mit der Integration in das Kartenportal wird die bisher eigenständige Anwendung technisch abgelöst und gleichzeitig funktional deutlich erweitert.
Räumliche Informationen einfacher verstehen
Durch die Einbindung des 3D-Stadtmodells erhalten Bürgerinnen und Bürger einen leichteren Zugang zu komplexen Geoinformationen. Dreidimensionale Darstellungen erleichtern es, Gebäude, Geländeformen und städtebauliche Zusammenhänge realitätsnah zu erfassen. Dadurch können räumliche Entwicklungen besser nachvollzogen werden als mit klassischen zweidimensionalen Karten.
Nach Angaben von Dorothea Prell, Smart-City-Beauftragte und Gesamtprojektleiterin des Smart-City-Projekts Jena, wird das 3D-Stadtmodell mit der Integration in das Kartenportal zu einem zentralen Baustein der digitalen Geoinformationen der Stadt. Gleichzeitig erhalten Bürgerinnen und Bürger einen einfacheren Zugang zu räumlichen Informationen und können Zusammenhänge leichter verstehen und nachvollziehen.
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Neue Funktionen erweitern das digitale Kartenportal
Mit dem neuen 3D-Stadtmodell stehen den Nutzerinnen und Nutzern zahlreiche zusätzliche Werkzeuge zur Verfügung. Über das Kartenportal lassen sich Orte und Koordinaten gezielt suchen sowie das Stadtgebiet aus unterschiedlichen Perspektiven erkunden. Darüber hinaus bietet die Anwendung verschiedene Analyse- und Planungsfunktionen, die den praktischen Nutzen des Kartenportals deutlich erweitern.
Zu den neuen Möglichkeiten gehören unter anderem Simulationen von Schattenwurf und Beleuchtung zu unterschiedlichen Tageszeiten, Besonnungsanalysen sowie Messungen von Höhen, Entfernungen und Flächen. Ergänzt werden diese Funktionen durch Zeichenwerkzeuge zur Erstellung eigener 3D-Objekte sowie Exportmöglichkeiten für Kartenansichten und Objekte. Darüber hinaus können bereits vorhandene zweidimensionale Informationen des Kartenportals direkt in der 3D-Ansicht dargestellt werden. Dadurch werden unterschiedliche Geodaten in einer zentralen Anwendung zusammengeführt und komfortabel nutzbar gemacht.
Mehr Transparenz bei Bauvorhaben und Planungen
Insbesondere bei Bauprojekten und Veränderungen im öffentlichen Raum schafft die dreidimensionale Darstellung zusätzliche Transparenz. Bürgerinnen und Bürger können geplante Maßnahmen künftig besser nachvollziehen und sich frühzeitig ein Bild davon machen, wie sich neue Gebäude oder andere Veränderungen in ihre Umgebung einfügen. Auch mögliche Auswirkungen auf Sichtbeziehungen oder Verschattungen lassen sich anschaulicher erkennen. Dadurch unterstützt das neue 3D-Stadtmodell bestehende Beteiligungsverfahren und erleichtert das Verständnis komplexer Planungsprozesse.
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