Am Freitag, den 4. JUNI 2021 ruft Fridays for Future Jena zu einer Demonstration auf, um auf die prekäre Situation der MAPA-Länder aufmerksam zu machen.

Veranstaltungsbeginn ab 16.00 Uhr an der Stadtkirche Jena.

„MAPA“ ist die Abkürzung für „Most Affected People and Areas“; im Kontext der Klimagerechtigkeitsbewegung sind die meist betroffenen Menschen und Länder von der Klimakrise gemeint, also Länder des sogenannten Globalen Südens.

Diese leiden nicht nur schon jetzt unter den Auswirkungen der Klimakrise, die sich zum Beispiel in Dürreperioden, Hurrikans und den daraus resultierenden  Hungerkrisen äußern, sondern wurden schon seit vielen hundert Jahren von Ländern des globalen Nordens unterdrückt und versucht niedrig zu halten. Was einst mit der  Kolonialisierung begonnen hatte, wird unter dem Deckmantel der fortschrittlichen, weltweiten Globalisierung weitergeführt.

,,Dieses Problem wird von der westlichen Gesellschaft viel zu oft verschwiegen. Wenn wir uns hier für Klimaschutz einsetzen, müssen wir uns auch kritisch damit auseinandersetzten, dass die Klimakrise schon heute für viele Länder und Menschen bedrohende Realität ist, die durch unsere Lebensweise hier im globalen Norden verursacht wird.“ erklärt Lene, Mitorganisatorin der Aktion.

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Nigeria ist Afrikas größter Öl Produzent, mit den größten Vorkommen im Niger-Delta. Trotzdem leben 70% der Bevölkerung in Armut und kämpfen mit den Folgen von Umweltverschmutzung. Der Öl Abbau ist kontrolliert von der „Nigerian National Petroleum Corporation“ (NNPC), welche zur Hälfte der Nigerischen Regierung und zur anderen Hälfte dem britischen Öl-Konzern Shell gehört, was heißt, dass nur Shell offiziell berechtigt ist dort Öl zu fördern. Das führt dazu, dass illegal Öl aus Pipelines abgezapft und verkauft wird. Die dadurch entstanden Löcher werden oft nicht geschlossen und so fließt Öl aus den Rohren in das Niger-Delta. Schätzungen zu Folge sind dort in den vergangenen zehn Jahren rund zehn Millionen Fässer Öl ausgelaufen.

Dieses Öl verseucht die Böden und auch das Trinkwasser, wodurch Fischbestände getötet werden. Folglich wird den dort lebenden Menschen ihre Lebensgrundlage genommen.
Dies ist nur ein Beispiel, wo große Unternehmen aus dem globalen Norden die Menschen und Ressourcen im globalen Süden massiv ausbeuten, während sie sich hier in Europa scheinbar an Umwelt und Sozialstandards halten.

Ein FFF-Aktivist betont ,,Dass die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel  beitragen ihn am stärksten und frühesten zu spüren zu bekommen ist ein trauriges Indiz dafür, dass an unserem aktuellem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem etwas ganz  grundlegend nicht stimmt.“

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