KSJ installiert erste Photovoltaikanlage

Der Kommunalservice Jena (KSJ) setzt den nächsten Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme einer neuen Trafostation errichtet der Eigenbetrieb nun seine erste betriebseigene Photovoltaikanlage auf dem Dach der Fahrzeughalle am Standort Altes Gaswerk 7a / Löbstedter Straße 68 in Jena. Die Anlage soll über eine installierte Leistung von 75 Kilowattpeak verfügen und ist Teil eines umfassenden Energiekonzepts für den Betriebsstandort. Mit dem Projekt reagiert der KSJ auf den steigenden Energiebedarf am Standort und schafft zugleich die technischen Grundlagen für eine langfristig unabhängigere Stromversorgung.

Ausbau der Photovoltaik als Teil eines langfristigen Energiekonzepts

Perspektivisch sollen weitere geeignete Dachflächen am Standort mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Der Ausbau erfolgt parallel zur schrittweisen Elektrifizierung des KSJ-Fuhrparks. Auf diese Weise sollen Stromerzeugung und Stromverbrauch künftig optimal aufeinander abgestimmt werden. Das Energiekonzept des KSJ verfolgt damit einen mehrstufigen Ansatz: Zunächst wird die vorhandene Dachfläche der Fahrzeughalle genutzt, bevor in einem weiteren Schritt zusätzliche Flächen erschlossen werden sollen, sobald der betriebliche Bedarf dies erfordert.

Christopher Helbig, Geschäftsbereichsleiter Tiefbau und Stadtraum beim KSJ, ordnet das Vorhaben ein: Mit der Investition in die eigene Stromerzeugung schaffe der Betrieb die Voraussetzungen, die Energieversorgung nachhaltiger, wirtschaftlicher und unabhängiger zu gestalten. Die Photovoltaikanlage sei ein weiterer wichtiger Baustein der langfristigen Energie- und Klimastrategie des Unternehmens. Diese Einschätzung verdeutlicht, dass der Ausbau erneuerbarer Energien beim KSJ nicht als Einzelmaßnahme, sondern als Teil einer übergeordneten strategischen Ausrichtung verstanden wird.

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Technische Details: 160 Module und zwei Wechselrichter

Für die neue Anlage werden insgesamt 160 Photovoltaikmodule mit einer Leistung von jeweils 450 Watt installiert. Sie werden auf einer speziell für das Hallendach ausgelegten Unterkonstruktion montiert, die den baulichen Gegebenheiten der Fahrzeughalle angepasst wurde. Zwei Wechselrichter wandeln den erzeugten Solarstrom anschließend in netzkonformen Wechselstrom um, der direkt in das betriebliche Stromnetz eingespeist wird.

Aufgrund der Südwestausrichtung und der flachen Dachneigung wird die Anlage voraussichtlich rund 67.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von rund 31 Vier-Personen-Haushalten bei einem angenommenen Verbrauch von 2.200 Kilowattstunden jährlich. Diese Größenordnung verdeutlicht, welchen Beitrag eine einzelne Dachanlage bereits zur betrieblichen Energieversorgung leisten kann. Die Montage der Anlage wird voraussichtlich rund einen Monat dauern, sodass die Inbetriebnahme in absehbarer Zeit erfolgen kann.

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EBM und Electro Party am 26.09. im M-Pire Jena // Fotografik: Illustration via KI

Hoher Eigenverbrauch durch passendes Lastprofil

Der erzeugte Solarstrom soll nahezu vollständig vor Ort genutzt werden. Das derzeitige Lastprofil des Standorts passt gut zum Erzeugungsprofil der Photovoltaikanlage, sodass insbesondere an Werktagen ein hoher Eigenverbrauch erwartet wird. Dieser Umstand macht die Investition auch wirtschaftlich attraktiv, da der selbst erzeugte Strom direkt im Betrieb verwendet und der Zukauf externer Energie entsprechend reduziert werden kann.

Der aktuelle Strombedarf am Standort Löbstedter Straße 68 liegt bei rund 300 Megawattstunden pro Jahr. Mit der fortschreitenden Umstellung des Fuhrparks auf elektrische Antriebstechnologien wird dieser Bedarf in den kommenden Jahren deutlich steigen. Der weitere Ausbau der Photovoltaik am Standort wird deshalb gezielt an den wachsenden Energiebedarf angepasst, um den Eigenverbrauch kontinuierlich zu erhöhen und die Abhängigkeit von externen Energiequellen weiter zu verringern.

KSJ installiert erste betriebseigene Photovoltaikanlage in Jena. Foto: KSJ
KSJ installiert erste betriebseigene Photovoltaikanlage in Jena. Foto: KSJ

Baustein für die städtischen Klimaschutzziele

Mit der neuen Photovoltaikanlage setzt der Kommunalservice Jena seine Investitionen in eine leistungsfähige und klimafreundliche Infrastruktur fort. Gemeinsam mit der bereits in Betrieb genommenen Trafostation bildet die Anlage den Auftakt für den weiteren Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung am größten Betriebsstandort des Unternehmens.

Das Vorhaben leistet zugleich einen Beitrag zur Umsetzung der städtischen Klimaschutzziele in Jena. Mit dem geplanten weiteren Zubau von Photovoltaikflächen und der parallelen Elektrifizierung des Fuhrparks verfolgt der KSJ einen mehrjährigen Umbau seiner Energieversorgung, der Erzeugung und Verbrauch am Standort schrittweise stärker verzahnen soll. Die Kombination aus eigener Stromerzeugung, moderner Netzinfrastruktur und einem elektrifizierten Fuhrpark positioniert den Kommunalservice Jena damit als kommunalen Betrieb, der die Energiewende auf betrieblicher Ebene aktiv mitgestaltet.

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