4 neue Trinkbrunnen: Jena erweitert das Netz öffentlicher Trinkbrunnen auf elf Standorte

Die Stadt Jena baut ihr Angebot an öffentlichen Trinkbrunnen weiter aus. Im Laufe des Jahres entstehen vier zusätzliche Standorte am Wenigenjenaer Ufer, am Kritzegraben, in der Merseburger Straße sowie im Neubaugebiet „Beim Mönchenberge“. Damit wächst das Netz kostenfrei nutzbarer Trinkwasserstellen auf insgesamt elf Standorte im Stadtgebiet.

Mit dem Ausbau reagiert die Stadt auf die zunehmende Bedeutung von Hitzeschutzmaßnahmen und die wachsende Nachfrage nach frei zugänglichem Trinkwasser im öffentlichen Raum. Die Trinkbrunnen stehen allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern kostenlos zur Verfügung.

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Schnupperstudium für Jugendliche aus Lateinamerika in Jena. Foto: Nicole Nerger // Uni Jena
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Kostenfreier Zugang zu Trinkwasser als Teil der Gesundheitsvorsorge

Öffentliche Trinkbrunnen gewinnen insbesondere während der Sommermonate an Bedeutung. Sie ermöglichen eine unkomplizierte Versorgung mit Trinkwasser an stark frequentierten Orten und tragen dazu bei, gesundheitliche Belastungen durch hohe Temperaturen zu reduzieren.

Bereits heute befinden sich Trinkbrunnen an der Wasserachse Winzerla, an der Karl-Marx-Allee in Lobeda, am Phyletischen Museum, am Engelplatz, auf dem Marktplatz, am Nonnenplan sowie auf der Grünfläche an der Löbstedter Straße.

Mit den vier neuen Standorten wird das bestehende Netz gezielt erweitert. Die neuen Anlagen sollen sowohl die Erreichbarkeit verbessern als auch zusätzliche Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum aufwerten.

Kathleen Lützkendorf, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima, betont die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts:

„Der einfache und kostenfreie Zugang zu Trinkwasser ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge und kommt allen Menschen zugute. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzebelastung schaffen öffentliche Trinkbrunnen ein niedrigschwelliges Angebot, das Gesundheit schützt und den Alltag vieler Menschen erleichtert.“

Jena erweitert das Netz öffentlicher Trinkbrunnen auf elf Standorte. Foto: Illustration via KI
Jena erweitert das Netz öffentlicher Trinkbrunnen auf elf Standorte. Foto: Illustration via KI

Ausbau ist Teil der klimaangepassten Stadtentwicklung

Die Erweiterung des Trinkbrunnen-Netzes ist Bestandteil der kommunalen Maßnahmen zur Anpassung an steigende Temperaturen und häufigere Hitzeperioden. Städte in Deutschland stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Infrastruktur an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen.

Kostenfrei zugängliche Trinkwasserstellen gelten dabei als ein wichtiger Baustein moderner Hitzeschutzkonzepte. Sie ermöglichen eine schnelle Versorgung mit Wasser und können insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Personen, die längere Zeit im Freien verbringen, von Bedeutung sein.

Auch für Pendlerinnen und Pendler, Radfahrende, Touristinnen und Touristen sowie Besucher öffentlicher Plätze bieten die Trinkbrunnen einen praktischen Nutzen im Alltag.

Karte der Trinkbrunnen in Jena. Grafik: Stadt Jena
Karte der Trinkbrunnen in Jena. Grafik: Stadt Jena

Investitionen in öffentliche Infrastruktur

Die Errichtung eines Trinkbrunnens erfordert je nach Standort unterschiedliche bauliche Maßnahmen. Nach Angaben der Stadt liegen die Kosten pro Anlage zwischen 20.000 und 30.000 Euro.

Die tatsächlichen Ausgaben hängen insbesondere von den örtlichen Gegebenheiten ab. Faktoren wie notwendige Erdarbeiten, die Anbindung an bestehende Leitungsnetze oder die Länge neu zu verlegender Trinkwasserleitungen beeinflussen die Investitionskosten erheblich.

Mit den zusätzlichen Standorten investiert die Stadt gezielt in eine Infrastruktur, die sowohl gesundheitliche als auch stadtklimatische Vorteile bietet.

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Regelmäßige Wartung gewährleistet hohe Wasserqualität

Die Trinkbrunnen werden kontinuierlich überwacht und gewartet. Ziel ist es, dauerhaft eine hohe Trinkwasserqualität sicherzustellen.

Dafür erfolgen regelmäßige technische Kontrollen sowie Untersuchungen auf mögliche mikrobiologische Belastungen. Ergänzend verfügen die Anlagen über automatische Spülprogramme. Diese sorgen dafür, dass das Wasser in den Leitungen regelmäßig ausgetauscht wird und frisch bleibt.

Wer einen Trinkbrunnen ohne erkennbare Nutzung laufen sieht, beobachtet häufig einen solchen automatisierten Spülvorgang. Dabei handelt es sich um eine technische Maßnahme zur Qualitätssicherung.

Uwe Feige, Werkleiter des Kommunalservice Jena, erklärt:

„Mit den neuen Trinkbrunnen am Wenigenjenaer Ufer und am Kritzegraben erweitern wir die öffentliche Infrastruktur um ein Angebot, das von vielen Menschen geschätzt wird. Die Brunnen liefern jederzeit frisches Trinkwasser in hoher Qualität und werden regelmäßig gewartet sowie hygienisch kontrolliert.“

4 neue Trinkbrunnen: Stadt Jena erweitert Trinkbrunnen-Netz. Foto: Stadt Jena
4 neue Trinkbrunnen: Stadt Jena erweitert Trinkbrunnen-Netz. Foto: Stadt Jena

Saisonbetrieb schützt die Anlagen vor Frostschäden

Wie viele vergleichbare Anlagen in Deutschland werden auch die Jenaer Trinkbrunnen während der kalten Jahreszeit außer Betrieb genommen.

Die Winterruhe beginnt in der Regel im Oktober und endet im Mai. Durch die Abschaltung werden Frostschäden an Leitungen, Armaturen und technischen Komponenten vermieden. Nach Abschluss der Winterperiode werden die Anlagen geprüft und wieder in Betrieb genommen.

Dieses Verfahren dient dem langfristigen Erhalt der Infrastruktur und gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb während der warmen Monate.

Öffentliche Trinkwasserangebote gewinnen bundesweit an Bedeutung

Der Ausbau öffentlicher Trinkwasserangebote ist Teil einer Entwicklung, die in vielen Kommunen zu beobachten ist. Angesichts häufiger Hitzeperioden rückt die Verfügbarkeit von kostenlosem Trinkwasser zunehmend in den Fokus kommunaler Gesundheits- und Klimastrategien.

Städte investieren verstärkt in Maßnahmen, die Aufenthaltsqualität und Gesundheitsschutz miteinander verbinden. Trinkbrunnen gehören dabei zu den vergleichsweise einfach umsetzbaren Angeboten mit direktem Nutzen für die Bevölkerung.

Jena setzt diesen Weg mit der Erweiterung des bestehenden Netzes konsequent fort und ergänzt bereits vorhandene Maßnahmen zur klimaangepassten Stadtentwicklung.

Was ist weiter geplant?

Mit vier zusätzlichen Trinkbrunnen erhöht sich die Zahl der öffentlichen Trinkwasserstellen in Jena auf insgesamt elf Standorte. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, den Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser weiter zu verbessern und den öffentlichen Raum an die Folgen steigender Temperaturen anzupassen.

Weitere Standorte werden im Rahmen zukünftiger Planungs- und Bauprojekte geprüft. Konkrete Entscheidungen stehen zwar noch aus, der Ausbau des Trinkbrunnen-Netzes bleibt jedoch ein Bestandteil der langfristigen Gesundheits- und Klimastrategie der Stadt Jena. Die neuen Anlagen leisten damit einen Beitrag zu mehr Lebensqualität, Gesundheitsvorsorge und klimaresilienter Stadtentwicklung.

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