Stadtwerke Jena Netze gestalten Trafostationen im Versorgungsgebiet neu

Die Stadtwerke Jena Netze werten derzeit Trafostationen in ihrem Versorgungsgebiet gestalterisch auf. Eine der ersten neu gestalteten Anlagen steht in der Johannisstraße in Magdala im Weimarer Land. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt zwölf Trafostationen in Jena, Pößneck, dem Saale-Holzland-Kreis und dem Weimarer Land folgen.

Mit dem Projekt reagiert der Netzbetreiber auf ein wiederkehrendes Problem im öffentlichen Raum. Viele der meist frei zugänglichen Anlagen sind durch Graffiti, Aufkleber und Verschmutzungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Gestaltung soll das Erscheinungsbild verbessern und die technischen Gebäude sichtbarer in das Ortsbild einbinden.

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Das ABC der Vitamine am 05.05.26 in der EAB Jena

Das ABC der Vitamine am 05.05.26 in der EAB Jena. // Carolin von Edlinger Foto: Steffen Walther
Das ABC der Vitamine am 05.05.26 in der EAB Jena. // Carolin von Edlinger Foto: Steffen Walther

Trafostation in Magdala erhält neues Erscheinungsbild

In Magdala ist die Umgestaltung bereits abgeschlossen. Die Trafostation in der Johannisstraße zeigt nun ein großflächiges Motiv mit Ortsbezug. Zu sehen ist ein Hase mit Helm im Stil der Stadtwerke Jena Netze, ergänzt durch einen gut sichtbaren Schriftzug mit dem Ortsnamen Magdala.

Für die Gestaltung verantwortlich sind die Graffiti-Künstler Michael Drosdek von der Agentur Farbgefühl und Marko Kurth von der Agentur Heimatkiosk. Beide setzen bei dem Projekt auf Motive, die den jeweiligen Ort erkennbar machen. Jede Station erhält deshalb einen individuellen Bezug zum Standort. Geplant sind Gestaltungen mit Ortsnamen, lokalen Symbolen, bekannten Bauwerken oder regionalen Tiermotiven.

Das Konzept soll die technische Funktion der Gebäude nicht überdecken, sondern die Anlagen besser in ihre Umgebung einfügen. Trafostationen stehen häufig an zentralen Punkten in Ortschaften, an Straßenkreuzungen, auf Plätzen oder in Wohngebieten. Durch ihre Größe prägen sie das unmittelbare Umfeld sichtbar mit.

Technische Infrastruktur prägt das Ortsbild

Die Stadtwerke Jena Netze betreiben als Stromnetzbetreiber insgesamt 637 Trafostationen in 98 Städten und Gemeinden. Diese Anlagen übernehmen eine zentrale Aufgabe in der regionalen Stromversorgung.

In den Stationen wird Strom aus dem Mittelspannungsnetz mit 10.000 oder 20.000 Volt in Niederspannung mit 400 Volt umgewandelt. Erst dadurch kann elektrische Energie an Gebäude, Betriebe und Haushalte verteilt werden. Die Trafostationen bilden damit einen unverzichtbaren Teil der kommunalen Infrastruktur.

Weil diese Gebäude technisch notwendig und gleichzeitig dauerhaft sichtbar sind, gewinnen Gestaltung und Pflege an Bedeutung. Ungepflegte Stationen fallen im Straßenbild schnell negativ auf. Saubere und gestaltete Anlagen können dagegen das Umfeld sichtbar aufwerten.

Robert Amler, Sachgebietsleiter Netzbetrieb Strom bei den Stadtwerken Jena Netze, sagt: „Unsere Anlagen stehen an zentralen Punkten im Ort und prägen durch ihre Größe das Ortsbild. Deshalb werten wir sie gezielt auf und hoffen, dass sie dauerhaft in diesem Zustand erhalten bleiben.“

Magdala erneuert Trafostation mit starkem Heimatmotiv. Foto: Stadtwerke Jena
Magdala erneuert Trafostation mit starkem Heimatmotiv. Foto: Stadtwerke Jena

Heimatverbundenheit als Leitmotiv im Netzgebiet

Für die aktuelle Gestaltungsreihe haben die Stadtwerke Jena Netze das Thema Heimatverbundenheit gewählt. Im Mittelpunkt stehen Motive, die den jeweiligen Ort eindeutig erkennbar machen und eine lokale Verbindung schaffen.

Damit verfolgt das Unternehmen einen Ansatz, der über reine Fassadengestaltung hinausgeht. Die Trafostationen sollen nicht nur sauberer wirken, sondern einen Bezug zu ihrem Standort herstellen. Ortsnamen, regionale Motive und wiederkehrende Figuren schaffen Wiedererkennung und stärken die Identifikation mit dem direkten Umfeld.

Gerade in kleineren Städten und Gemeinden sind technische Bauwerke oft dauerhaft präsent. Ihre Gestaltung beeinflusst, wie öffentliche Räume wahrgenommen werden. Die künstlerische Aufwertung verbindet Infrastruktur mit lokalem Charakter und macht aus funktionalen Zweckbauten sichtbare Bestandteile des Ortsbilds.

Zwölf Standorte bis Jahresende geplant

Bis Ende des Jahres sollen zwölf Trafostationen im Netzgebiet der Stadtwerke Jena Netze gestaltet werden. Geplant sind weitere Standorte im Weimarer Land, im Saale-Holzland-Kreis sowie in Jena und Pößneck.

Das Projekt knüpft an eine Maßnahme aus dem vergangenen Jahr an. Bereits 2025 hatte das Unternehmen zehn Gasregelstationen im Versorgungsgebiet gestalterisch überarbeiten lassen. Die nun gestartete Fortsetzung mit Trafostationen erweitert diesen Ansatz auf einen weiteren zentralen Teil der technischen Infrastruktur.

Für Kommunen und Anwohner hat das Projekt eine praktische und gestalterische Wirkung. Es verbessert das Erscheinungsbild stark frequentierter Orte, reduziert sichtbare Verschmutzung und stärkt die Wahrnehmung technischer Infrastruktur als Teil des öffentlichen Raums.

Mit der neugestalteten Trafostation in Magdala ist nun ein erstes Ergebnis sichtbar. Die Anlage in der Johannisstraße zeigt, wie sich technische Zweckbauten mit überschaubarem Aufwand in markante und ortsbezogene Elemente des Stadtbilds verwandeln lassen.

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